Hanoi 07.01.26

Ich komme noch nicht so richtig mit der neuen Zeit klar, wir sind hier 6 Stunden Deutschland voraus und mein Schlafgefühl hat einen Knacks bekommen. Marcus schläft wie ein Murmeltier mit Schlafmaske und Ohrstöpseln und hört nicht, dass Hanoi nicht zur Ruhe kommt mit dem Gehupe, dem Verkehr und dem lauten Gesang aus den Karaoke Bars.

Um 7 Uhr scheint Hanoi sich noch einmal umzudrehen, denn es ist merkwürdig ruhig rundum den See im Sonnenaufgang.

Für heute ist das folgende Tourprogramm angesagt: den Schildkröten Tempel und die präparierte Schildkröte anschauen.

Eintrittskarten vorzeigen, die rote Brücke überqueren,

die Pagode mit Seeblick ablichten und bei der Schildkröte die Nase rümpfen…

„Also schön ist das Riesenvieh wirklich nicht, da lobe ich mir doch das lebendige Winzelexemplar am Uferrand, das niemand wahrnimmt.“

Marcus organisiert den Touribus und die Reishüte gibt es zu dem Fahrpreis on top.

Eine Stunde cruisen wir durch die Stadt bei 19 Grad und strahlendem Sonnenschein,

sehen eine Kirche und überlegen kurz, ob wir nicht doch in Paris wachgeworden sind…

fahren am Mausoleum von Ho Chi Minh vorbei, als wir hier später nochmal zu Fuß vorbeikommen, werden wir von der endlosen Schlange vor den Sicherheitskontrollen abgehalten, es zu besuchen… dafür bleibt dann doch keine Zeit…

Für den Flaggenturm allerdings schon, mit netten Lampions, Pagoden und Bauwerken.

Wir lassen uns für umgerechnet 1,30 € mit einem Grab-Taxi( vietnamesisches Uber) bis zur Trainstreet fahren und sind direkt wieder im Getümmel .

Die live Zugfahrt verpassen wir, denn wir entscheiden uns für eine Partnermassage, eine Stunde später sind die Wirbel wieder an der richtigen Stelle und wir sind seelig entspannt.

Da lässt man sich doch leicht überreden in einer Garage, eingepfercht zwischen zwei Kühlschränken, bei wummerndem vietnamesischen Technoklängen zu dinieren.

Vor der Reise habe ich mir die Bitte auf Landessprache als Schnipsel in meine Handyhülle geklemmt :“ bitte ohne Knoblauch und nicht scharf!“ und das Geschreibsel funktioniert jedesmal mit einem erstaunten Lesen, Lachen und Nicken der Kellner.

Alle halten sich daran und ich vertrage das Essen.

Morgen verlassen wir Hanoi in Richtung Ninh Bin und zwar schon um 7 Uhr, also Zeit fürs Bett, die Schlafmaske und die Ohrenstöpsel.

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