Im deutschen Ärztehaus von Carvoeiro fällt der Arzt die Entscheidung und nimmt Marcus aus dem Radrennen. Die Schulter ist so beeinträchtigt, dass nichts mehr geht, dafür gibt es Schmerzmittel, Salbe und Cortison auf Rezept.
Im Hotel schnappe ich mir Marcus Rad, Helm und Ladegerät und fahre nach Portimao.

Dort steige ich in die Bahn, pfeife den Japaner mit seinem Rad zu mir und zusammen hieven wir unsere Räder in die Bahn. 3 Bahnhöfe später pfeife ich den Inder mit seinem Rad zum Verladeabteil und helfe ihm mit seinem Rad. Bis Faro sitzt er neben mir und er erzählt von Europa und wo er überall schon gearbeitet hat, in Portugal ist er geblieben, obwohl der Verdienst nicht gut ist, aber die Sonne und das Meer wiegen es auf. In Faro gebe ich das Rad bei der Vermietungsagentur wieder ab und nehme direkt den nächsten Zug zurück nach Carvoeiro.

Marcus schlendert während meiner Abwesenheit an der Küste herum, fotografiert nur Müll

und diese Katze

Nebenbei trainiert er mit Dröhnchen, die in ihrem Koffer hockt und hin und her geschleudert wird, eine Übung um die Schulter zu entlasten.

Ich kann noch berichten, dass Zug fahren in Portugal gut und günstig ist und man so schön durch die Landschaft rumpelt. Man sieht dabei Orangenplantagen ohne Ende oder die Klapperstörche, die gerade in Paarungsstimmung auf ihren Nestern so schön klappern.
Um 18 Uhr sind wir wieder zusammen im Hotel und werden uns wieder ein köstliches Essen genehmigen in dem super Restauraunt.

