Sunworld_ Waterpark_Kiss of the Sea 04.02.26

Das Beste kommt zum Schluss und so ist es auch in diesem Urlaub. Wir holen meinen Geburtstag nach mit einem feucht fröhlichen Vergnügen.

Wir sind mit die ersten heute, die die längste Seilbahn der Welt besteigen und wir schweben die 8 km über mehrere Inseln.

15 Minuten dauert die Fahrt und es gibt die ganze Zeit etwas zu gucken.

An der Endstation ist dann der Wasserpark mit so vielen Wasserrutschen, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.

Noch in der Gondel fangen die Kinder vor Freude und Aufregung an zu quietschen und zu hüpfen als sie die Rutschen erblicken.Ich würde am liebsten mitmachen, denn ich bin echt gespannt was allein dieser gelbe Trichter zu bieten hat.

Der Park ist so schön gestaltet und dauernd läuft  so Phantasialand Musik, die die Vorfreude auf den Wasserpark noch steigert.

Im Eintrittspreis ist die Seilbahnfahrt, ein großes Bier, der Wasserpark und der, noch nicht ganz fertig gestellte, Freizeitpark enthalten mit Holz- Achterbahn und co.

Wir stehen unschlüssig vor der Rutschenauswahl und beginnen mit den ersten 3 Rutschen, die man in einem Schlauchboot zu zweit bezwingt. Unsere erste Rutschen Wahl verwirrt uns, im wilden Strudel dreht sich das Boot in der Röhre und wir fahren rückwärts und werden wie durch eine Waschmaschine geschleudert.

Nach der 4. Rutsche bekommen wir Routine und trauen uns mit einem anderen Paar auf Neptun.

Das Vierer Boot schießt in der gelben Röhre gefühlt im freien Fall nach unten, um dann hoch in den Trichter auf Touren zu kommen. Ich bekomme Schnappatmung, Marcus amüsiert sich, er sitzt quasi rückwärts zur Fahrt und Blickrichtung und sieht die Anscheinsgefahr nicht auf uns zukommen.

Wenn man im Becken heile ankommt, löst sich das Adrenalin langsam wieder auf und man will auf die nächste Rutsche.

Wir machen Rutschenwettrennen gegeneinander, auf einer Art Yogamatte bäuchlings liegend. Ein kleiner Junge traut sich den Sprung in die Röhre oben nicht mehr zu und bekommt einen Heulkrampf und verweigert den Start. Marcus gewinnt das Rennen noch, aber nur weil er mit der Matte durchs Ziel rennt.

Auf den Sieg gibt’s erstmal ein Bier aufs Haus.

Die letzte Fahrt mit der Seilbahn zurück geht angeblich um 17 Uhr, aber im Endeffekt waren wir erst um 17:30 Uhr auf der Rückfahrt in der Gondel. Wir sind  zuvor noch die Holz Achterbahnfahrt gefahren und mussten unsere Wertsachen aus den Schließfächer holen, diese  lassen sich durch modernste Technik öffnen, …mit Gesichtserkennung.

Bei Sonnenuntergang erreichen wir Sunset Town.

Die Kiss Bridge ist auch noch im Seilbahn Ticket enthalten, aber diesmal sind wir nicht allein auf der Brücke.

Wir essen und trinken in der Partyzone, denn wir müssen noch 2 Stunden bis zum Show Beginn überbrücken.

Kiss of the SEA ist für 30 Minuten eine teuere Show, aber alle Rezensionen sprudelten vor Begeisterung.

Allein eine Wasserwand diente als Leinwand. Die Licht, Wasser und Feuerspiele haben uns voll geflasht.

Das Feuerwerk hat so ein Wums gemacht, dass man es voll im Bauch gespürt hat und die Flammen haben eine Hitzewelle ans Publikum übertragen, dass ein gemeinsamer Wow Schrei zu hören war.

Das war wirklich ein perfekter Abschiedstag nach einem sehr schönen, abwechslungsreichen Urlaub.

Morgen fliegen wir nach Bangkok, übernachten in Flughafen Nähe und fliegen Mittags am Freitag nach Hause. Ein 12 Stunden Flug liegt vor uns, trotzdem landen wir wegen der Zeitverschiebung gegen 19 Uhr in Frankfurt.

Wir sagen schon mal Tschüss an unsere Leser und an Vietnam und Kambodscha, vielen Dank für die unvergesslichen Erlebnisse und einen tollen Urlaub.

Phu Quoc World Grand World 03.02.26

Wenn man etwas will, sollte man es am besten direkt machen. Heute wollte Marcus mein Geburtstagsgeschenk einlösen, die Fahrt mit der längsten Aussichts-Seilbahn der Welt.

Morgens zerplatzt mein Traum wie eine rosa Seifenblase, denn Marcus hat andere Pläne. Eine Stunde fahren wir wieder in den Norden der Insel, an der Grand World vorbei, an der Zufahrt zum Safari Park vorbei und an dem Vinpearl Freizeitpark vorbei direkt zum Krankenhaus.

Oh man, nach 7 Tagen Unpässlichkeiten mit kurzen Unterbrechungen, hat er sich für eine ärztliche Abklärung entschieden.

Während Marcus sich eine Untersuchung nach der anderen gönnt, natürlich gegen Vorkasse, mache ich einen Urlaubstag. In Grand World bietet man mir nur Massagen an, mit einer Scheren Geste gebe ich zu verstehen, dass ich einen Friseur brauche.

Ich finde doch in der Tat einen, erkläre ihm per App, dass er mir die Haare kürzer und einen anständigen Pony schneiden soll. Die Prozedur ist im Handumdrehen geschehen und dann sehe ich wie er auf meinen grauen Ansatz zeigt und den Kopf schüttelt. Färben, wäre auch gut, aber trifft der Meister echt die Farbnuance?

Ja, aber so was von, er trifft sie.

Vielen Dank an den Meister und er bekommt direkt eine ⭐⭐⭐⭐⭐ Bewertung von mir auf Google Maps.

Mit neuem Look schlendere ich bis zum Strand durch.

Bei den Resorts sind die Strände einfach wundervoll sauber und gepflegt.

Marcus hat nach ein paar Stunden Check Up endlich Entwarnung bekommen: kein Infekt, einfach ein überdrehter Darmtrakt, der asiatisches Essen nicht mag. Es gibt einen Medikamentencocktail und die Hoffnung auf Besserung.

Am Hausstrand können wir dann wieder zusammen einen Abendspaziergang machen.

Vor dem Regent Resort kann man die Buchstaben für die eigene Vermarktung Fotomäßig abschneiden und man hat meinen Namen ………..R E G I !

Die Abendstimmung ist perfekt für einen Heiratsantrag…

und wir sind Zeugen von der Frage der Fragen.

Der sichtlich vor Nervosität schwitzende Deutsche wartet auf seine Zukünftige mit „Marry Me“ Kerzen und einem riesigen rote Rosen Strauß.

Der Tag geht dann doch mit einem Happy End zu Ende, denn zum Schluss wird geheiratet, sie sagt schluchzend „Ja“.❤️

Phu Quoc der Norden 02.02.26

Wir checken aus und ziehen nach unserer heutigen Inseltour im selben Hotel wieder ein, größeres Zimmer,2 Riesenbetten, Tageslichtbad, Dachterrasse und eine optimal platzierte Klimaanlage. Dieses Zimmer war vorher übers Wochenende nicht mehr verfügbar.

Unseren Fahrer haben wir für 9:00 Uhr bestellt. Bevor es losgeht, besprechen wir noch die Route. Wir verweigern die Perlenfarm und die Seidenfabrik und bestehen auf den Wasserfall, den Leuchtturm, die Grand World und den Seestern Strand.

Bei Regenzeit ist eine Wanderung zu einem Wasserfall ein Abenteuer, bei Trockenzeit ist es eher eine Schnapsidee. Das Ergebnis sieht dann auch eher wie ein versehentlich nicht ganz zugedrehter Wasserhahn aus, aus dem es Mitleid erregend rausrinselt. Wohlgenährte Menschen versammeln sich trotzdem im der Gumpe davor.

Da aber der restliche Park schön angelegt ist, machen wir lieber davon Fotos.

Unser Fahrer schmeißt die Reihenfolge um, was aber strategisch besser war, zuerst Seestern Strand.

Er setzt uns nach einem Stück Sandpiste an einem Strand ab, von hier aus, muss man aber noch ein Speedboot nehmen, um zu dem Seestern Strand zu kommen.

Es kann auch direkt losgehen.

Am Absetz- Steg steigen wir die scheinbar endlose Himmelsleiter hoch,

auch so ein Instagram Trend, nur ist diese besonders wackelig.

Der Seestern Strand ist besonders, so etwas habe ich noch nie gesehen, im klaren Wasser sind sie überall in Ufernähe zu sehen, wunderschön sind sie.

Ich bin total fasziniert.

Viele Touristen interessieren sich nicht wirklich für das Wohl der Seesterne, Hauptsache das Foto stimmt. Teilweise werden sie für Fotos eingesammelt und schön um einen rumdrapiert oder direkt ganz in die Hand genommen. Alles ist verboten, aber es hält sich kaum jemand dran.

Super schade ist das, dass so ein Natur Paradies nicht bewahrt wird.

Die Strände sind hier wirklich traumhaft, weisser Sand und klares Wasser.

Szenenwechsel, wir sind in der Grand World angekommen. Warum baut man so etwas?

Nach Venedigs Vorbild ist hier die Stadt entstanden, die niemals schläft. Geschäfte, Restaurants, ein Teddybär Museum und die Gondelfahrt auf dem Kanal sind Anziehungspunkt für die Touristen.

Die Vingroup hat hier ganze Arbeit geleistet . Sie hat eine unwirkliche Welt erschaffen, die trotzdem jeder sehen will.

Man steht Schlange um die elektrische Gondelfahrt machen zu können.

Voll verrückt, man könnte glatt denken man ist in Venedig gelandet, vor allem wenn Marcus die ganze Zeit :“ o sole mio!“ abspielt und so tut, als würde er es selbst singen.

Unser letzter Stopp der heutigen Tour ist der Tempel mit Leuchtturm.

Hier sollte man zum Sonnenuntergang sein, dafür wäre die Lage perfekt.

Sonnenuntergang am Hausstrand finden wir allerdings verlockender. Also Koffer packen und ab zum Hotel.😉

Sunworld, Kissbridge, Sao Beach 01.02.26

Dass unsere Unterkunft am Strand eine echte Perle ist, weiß ich erst abends nach einem Sightseeing Tag.

Nach einer Runde im Hotelpool bestellen wir uns ein Taxi und fahren in die unwirkliche Bilderbuchwelt Sunworld.

Ein Ort komplett aus dem Boden gestampft. Die Schöpfer hatten wohl Europa mit Top Sehenswürdigkeiten im Sinn und haben es komprimiert hier an Ort und Stelle neu aufgebaut.

Die wohlklingenden Namen von Taormina, Amalfi, Venice, Milan, Cap Treo, Limoni und Milan Road sind nur Beispiele, was einen erwartet.

Die Videobeiträge auf YouTube hierzu sind eher gespenstisch, denn dort wird immer erzählt, dass es eine Geisterstadt ist und keine Menschen hier sind. Wir bekommen ein anderes Bild, es ist zwar nicht voll hier, aber doch genug Touristen, die das perfekte Foto suchen.

Park Güell aus Barcelona wurde auch mit seiner Mosaik-Treppe nachgebaut.

Einmal schwenken bitte und man ist in Rom direkt am Colloseum.

eine wirklich seltsame Fantasiewelt.

Aber am meisten bekannt ist die Kissbridge, auf der sich Liebespaare nur auf tragische Weise küssen können, weil jeder auf seiner Brückenseite festhängt.

Das Licht ist bei uns nicht ganz optimal aber für das Kuss Foto reicht es aus.

Wenn man sich dann wieder der Stadt zudreht, hat man dieses Panorama Foto.

Jeden Abend kann man der Show Symphony of the SEA beiwohnen, wenn man es schafft bis 21 Uhr wach zu bleiben und noch etwas Gold hat. Die meisten Reiseveranstalter verbinden das Event direkt mit einem Abendessen und einem Bierfest vorab, ganz nach deutschem Vorbild.

Wir gehen noch an den Strand, der kaum besucht ist, trotz feinstem Sand und schönem Wasser.

Von hier nehmen wir ein Taxi zum Sao Beach, der das klarste Wasser und den schönsten Strand unter Palmen verspricht.

Diese Fotos sind Instagram tauglich.

Wenn man jedoch etwas zu weit geht oder den falschen Bereich fotografiert, sieht es so aus.

Durch die ungünstige Lage wird hier alles angeschwemmt, einfach alles…Schlauchboote, Schuhe ohne Ende, Kokussnüsse und jede Menge Plastikmüll.

Ich glaube man hat aufgegeben den weiteren Strandabschnitt sauber zu machen, für das perfekte Foto reicht der vordere Teil mit den Restaurants.

Marcus hat mehr Spaß im Müll nach Schätzen zu suchen als auf dem Nightmarket. Er findet tatsächlich diesen Herzluftballon und bindet ihn mit einer gefundenen Schnur an meinen Rucksack. Damit der heutige Tag keine fahlen Beigeschmack bekommt, hier noch ein schönes Foto von Dröhnchen.

Für den Rücktransport missachtet Marcus seine eigene Regel und lässt sich von einem Taxifahrer beschwatzen nicht die offizielle App für Transport zu nehmen sondern ihn.

Der Fahrer ist sehr App geschwätzig und brabbelt die ganze Zeit in sein Handy, das mit der Übersetzung auf Englisch für uns kaum hinterher kommt. Auf der Fahrt versucht er eine Abkürzung zum Hotel, die in seiner Jugend wohl  mal ein prima Schleichweg war. Die entgegenkommende Rollerfahrer nicken nur, dass er da irgendwie durchkommt. Irgendwann ist die Straße zu Ende und es klafft eine kurze Sandpiste bis zur Hauptstraße. Wir denken beide, der wird doch wohl nicht und schauen beide aus der Heckscheibe und rechnen nicht damit, dass er es wagt. 5 m weiter hat sich der Wagen mit den Vorderrädern in den Sand eingegraben und dass die Frontschürze so tief gezogen ist , macht die Sache nicht besser.

Im Endeffekt buddeln ich und der Fahrer an den Reifen rum und mit ein paar vietnamesischen Helfern schieben wir die Karre aus dem weichen Sand. Das Restsandstück bis zur Straße ist stabil und wir kommen mit einer abenteuerlichen Erinnerung im Gepäck an unserem eigenen schönen Strand an. Die Sandpiste soll übrigens noch dieses Jahr eine Bahnlinie werden, die den Flughafen direkt mit dem Süden der Insel verbindet, dann kann man rucki zucki zu dieser Schildkröte in Sunworld kommen.