13. 05.24 Obrovac-Wasserfall-Winnetous Point- Nin

Für den letzten Urlaubstag haben wir noch einiges ins Programm genommen, starten wir mit Besichtigung der Burgruine von Obrovac. Sie war damals einer der Drehorte von Winnetou.

Und am Fuße der Ruine kann man in den Zrmanja Canyon hinein wandern zu dem 3 km entfernten kleinen Wasserfall, der letzen Staustufe auf der Strecke zum Meer.

Wir haben den Jankovica Buk  für uns allein und lassen Dröhnchen darüber fliegen.

Mit dem Auto düsen wir zum nahegelegenen Winnetou’s Point, der inzwischen gar nicht mehr ausgeschildert ist.

Trotzdem finden die Leute ihn, auch das verrückte holländische Paar samt zwei Hunden und einem Graupapagei. Wahrscheinlich ist der Vogel ein Instagram Star, denn von ihm werden die meisten Fotos gemacht.

Und weiter geht’s nach Nin, einem schönen kleinen Städtchen mit Lagune davor.

Im Sommer geht hier nichts mehr, denn die Touristen strömen in Massen hierher.

Nin hat aber auch noch einen schönen Sandstrand auf der einen Seite und einen Heilschlammgematsche auf der anderen Seite.

Die erhoffte Beachbar eröffnet erst morgen, von daher trollen wir uns nach einer Pizza in der Stadt Richtung Flughafen.

Was für ein genialer Urlaub, obwohl wir schon viel von Kroatien gesehen haben, haben wir diesmal wieder neue spektakuläre Orte entdeckt. Wir können also beruhigt quasi mit Übergepäck an wunderbaren Erinnerungen von dieser Reise schwärmen.

12.05.24 Zrmanja Canyon

Ich mag echt nicht gerne Auto fahren, vor allem nicht mit einem Leihwagen, der eine elektronische Spurtreue hat. In Kurven versucht die Karre stets meine Fahrweise zu korrigieren und driftet am liebsten in Richtung Leitplanke.

Trotz alledem will ich 1 Stunde und 17 Minuten von Biograd na Moru bis ins Velebit Gebiet fahren, in den wunderbaren Zrmanja Canyon.

Er ist der Winnetou Canyon, an dem ich mit Carmen schon die Blutsbrüderschaft von Winnetou und Oldshatterhand am Original Drehort nachgestellt habe.

Plan ist zuerst eine kleine Quelle auf der Anfahrt am Örtchen Karin zu fotografieren, aber hier existiert gerade nur ein Trockenbett.

Der anscheinend volle Fluss ist eigentlich nur Meerwasser, das in das Flussbett drängt.

Aus Erfahrung weiß ich, dass am Slapovi Wasserfall auf jeden Fall Wasser ist, denn hier war damals unsere Endhaltestelle mit den Raftingbooten.

Mit Schlangen schwimmen macht man auch nicht alle Tage, wir heute schon.

Bevor es zum nächsten Canyon Highlight geht, schlagen wir uns noch die Bäuche voll.

Ab Mittagessen ist es immer noch 30 Minuten zu fahren, um am Canyonrand zu stehen und weitere 30 Minuten zur Kudin Most Brücke hinabzuwandern.

Mit Carmen war ich damals auf der falschen Canyonseite und wir haben die Brücke nur von oben gesehen. Hier ist der Abstieg jedoch ausgeschildert und gut besucht.

Wir kommen der Saarschleife von Kroatien immer näher und irgendwann sind wir an der Liebesbrücke.

Der Begriff ist inzwischen leider für das Verbindungsstück für Doppelbetten mit zwei Matratzen reserviert- als Mittelsteg gegen Bettritzen. Der Legende nach hat aber ein Verliebter die Brücke gebaut, um dem Mädchen auf der anderen Seite des Canyons einen Heiratsantrag zu machen.

Wenn man Glück hat, kann man ihn heute noch sehen wie er die Frage stellt 😄.

Die Brücke teilt nur die schönsten Wasserfälle.

Ein Kroate kommt uns entgegen und ist ganz begeistert von diesem Fleckchen Erde. „Seit 30 Jahren lebe ich hier und wusste nichts von diesem Ort.“

Eigentlich kann man nur hoffen, dass die Brücke weiterhin unbekannt bleibt, denn sie ist wirklich besonders.

Unsere letzte Übernachtung ist dann auch im Canyon selbst, in Obrovac stilecht im neuen Kanjon Zrmanje Hotel mit Whirlpool.

11.05.24 Skradin-Lozovac-Kanalwanderung-Festung Nikola-Tinos-Biograd na Moru

Heute ist Abenteuertag, wir verlassen wieder einmal Skradin und fahren zur alten Aluminiumfabrik in Lozovac.

Die Fabrik ist seit Jahren stillgelegt, verfällt zusehends und die Natur holt sie sich den Grund und Boden langsam zurück. Das Gelände ist ein lostplace und könnte die perfekte Kulisse für einen Endzeitfilm sein.

Betreten haben wir kein Gebäude, denn es sieht alles zu baufällig aus.

Als wir wieder losfahren, wackelt eine kleine Schildkröte über die Straße, wir warnen den heranbrausenden Verkehr, damit sie sicher auf die andere Seite kommt.

Unsere heutige Wanderung geht an einem Kanal entlang und ist nie langweilig, denn man kann hier einiges sehen, als Highlight die Dreiecksfestung Heiliger Nikola.

von oben sieht sie natürlich besser aus, Dankeschön an Dröhnchen.

Das Wandergebiet ist ehemaliges Millitärgebiet mit den entsprechenden Überresten.

Der Kanal führt direkt nach Sibenik und hat neben einer Felsenkapelle auch einen Schiffstunnel zu bieten.

2, 5 Stunden brauchen wir für die 6 km lange Wanderung und haben damit eigentlich unsere Tages Schrittzahl  längst erreicht.

Wir cruisen noch zur Insel Murter und fotografieren nach einem Kaffee nur die Tisno Buchstaben.

Auf unser letzten Etappe nach Biograd na Moru drehen wir das Radio bei dem kroatischen Hit für den Eurovision Song-contest lauter. Das Lied wird hier gerade als Favorit im Radio hoch und runter gespielt und wir werden gleich nach Erkundung der Stadt am Fernseher mitfiebern, ob Kroatien gewinnen wird….wir glauben fest dran.

10.05.24 Rogoznica-Primosten-Ostrica-St Nicolas Beach- Skradin

Wir verlassen unsere Unterkunft vorbildlich und fahren 56 km Richtung Split.  Das Drachenaugen von Rogoznica hat es mir angetan. Die im Internet kursierenden Fotos sind alle vom Auge Kroatiens und nicht vom Drachauge. Das Superfoto ist also illegal dort aufgenommen worden, wo wir gestern waren.

Das Drachenauge ist dann doch nur eine dunkel blaue Doline, die trotz Drohnenflug nicht wirklich was hergibt.

Dafür haben wir die Badestelle ganz für uns allein und sie ist wärmer als das Meer.

Der nächste Stopp ist Primosten, das Inselchenpostkartenmotiv.


Manche Dinge verlieren ihren Reitz bei näherer Betrachtung, so auch Primosten.

Mir ist inzwischen siedend heiß eingefallen, dass ich meinen Pass und Personalausweis in meinem Brustbeutel in Skradin in unserer Ferienwohnung vergessen habe. So löst man Unterkunftsprobleme, man fährt einfach wieder zur alten zurück und bekommt einen Auslacher und Rabatt für die nächste Übernachtung.

Von Primosten aus ist es nicht mehr weit, bis man die seltsame Mauer sieht, die eine Halbinsel vom Festland abteilt. liebevoll wird sie auch die Chinesische Mauer genannt. Schön ist sie und diente als Schutzwall mit Schießscharten und Wehrgang.

Die Region ist einem verheerenden Waldbrand zum Opfer gefallen und die ehemalige Tourischönheit hat jetzt eigentlich nur noch die Mauer als Anziehungspunkt.

An der Küste von Sibenik gibt es auch noch eine Besonderheit…zwei Insel sind nur über Holzstege zu Fuß zu erreichen, von Booten mal abgesehen.

Die Brücke zur Insel mit dem Fort ist gerade im Wiederaufbau, also irgendwann.

Wir gehen noch eine Abendrunde schwimmen und fahren dann wieder in unsere alte Unterkunft nach Skradin.

Mal gucken, ob wir morgen hier wegkommen.

09.05.2024 Rund um den Krka Nationalpark

Ich sitze auf dem Sofa unserer Ferienwohnung und vergleiche unseren Blogeintrag von damals. Was für ein Timing, genau vor 7 Jahren haben wir einen Wasserfall besichtigt, der heute auch auf dem Programm stand. Einfach unglaublich!

Hier nochmal zum Nachlesen.

https://kroatienundmontenegro.wordpress.com/2017/05/09/09-05-17-wasserfall-tag-im-krka-nationalpark/

Heute gibt es was auf die Augen, am besten alles in Blau Tönen, also fangen wir von vorne an.

Wir fahren eine komplette Runde um den Krka Canyon und schauen in den Krka Mund, in blaue Augen, blubbernde Quellen und wunderschöne Wasserfälle.

Der erste Aussichtspunkt ist am Canyonrand und touristisch kaum bekannt.

Von hier fährt man nur ein kurzes Stück über einen holprigen Feldweg und geht das letzte Stück zu Fuß zum Mund des Flusses Krka.

Die Aussichtspunkte habe ich alle mit Google Maps ausfindig gemacht und Marcus muss mich dorthin navigieren. 3 Stunden reine Fahrtzeit für 165 km.

Der nächste Stopp ist das blaue Äuglein, abgesperrt wie Fort Knox, aber Fotos kann man trotzdem durch den Zaun schießen.

6 km weiter ist dann das offizielle Auge, das Auge Kroatiens, auch als Cetina Quelle bekannt.

In perfekter Kulisse wie man sieht und so tief, dass man trotz Tauchgängen bis auf 115 m Tiefe erstmal aufgehört hat noch tiefer ins Auge zu schauen.

Dröhnchen kämpft gegen den Wind und nach kürzester Flugzeit schnappt sie Marcus lieber bevor sie sich noch im Auge verliert.

Auf dem Weg zum Wasserfall bei Knin werden wir noch auf eine Quelle am Wegesrand hingewiesen, ganz zum Gefallen des Bordercollies, der mal eben seine Schafe allein lässt und uns lieber begleitet.

Die Quelle ist nicht wirklich sehenswert, dafür aber der Krcic Wasserfall, wir sind echt baff.

Diesen zu toppen ist schwer, aber man kann zumindest den höchsten Wasserfall des Nationalparks Krka besuchen. Der Manojlovacki Slap präsentiert sich im Sonnenschein und genau ihn haben wir auf den Tag genau vor 7 Jahren besucht.

Diesmal versuchen wir ihm aber noch näher zu kommen und wandern in den Talkessel.

Auch das große Staubecken kann man sich noch erarbeiten, indem man sich an den Felsen vorbei  drückt.

Der lustigste Wasserfall ist nur noch 4 km entfernt,der Brljan Wasserfall sieht so unrealistisch aus mit dem kleinen Zulauf und dem riesigen Swimmingpool davor, den er anscheinend mit seinem Rinnsal gefüllt hat.

Und zu guter Letzt dieser hier, im Schatten und unerreichbar für uns tief im Canyon.

Und war das heute blau genug ? Sogar die  Eidechse und das Auto, das eine blaue Auge des Bordercollies haben dazu beigetragen, dass wir heute richtig blau machen konnten 😉.

Krka Nationalpark-Skradinski Buk-Insel Visovac-Roski Slap

Ich stopfe noch Dröhnchen in den Rucksack und wir ziehen die Tür zu unserer Ferienwohnung um 08:30 Uhr zu. Wir warten immer noch auf das Go des Nationalparks, dass ich den Wasserfall aus der Luft filmen darf.

Als ich aus dem Ticketbüro komme, erkläre ich voller Stolz, dass ich heute 40 € wert bin. Behinderte und ihre Begleitung bekommen den Eintritt in den Nationalpark geschenkt. Kurz vor Betreten des Bootes blinkt mein Handy mit der Mail: “ Sie bekommen keine Starterlaubnis mit ihrer Drohne, ist ja schließlich ein Nationalpark, wo kommen wir denn da hin !“ Zugegeben das war etwas sehr frei übersetzt, aber Dröhnchen muss heute im Koffer bleiben.

Das Boot legt pünktlich um 9 Uhr ab und nach 20 Minuten sieht man schon die Wasserfälle.

Die Wasserfälle sind so schön, ich hätte sie auch als Kulisse für Winnetou’s Abenteuer gewählt.

Unsere Weiterfahrt nach Roski Slap ist erst in 2 Stunden, daher wandern wir über die Holzstege und unter uns plätschert und fließt das Wasser in den verschiedensten blau und grün Tönen. Frösche und blaue Libellen sind beliebte Fotomotive neben den Wassermassen natürlich.

4 Stunden ist unsere Tour mit dem anderen Bötchen zur Klosterinsel und dem Roski Wasserfall.

Visovac, die Klosterinsel, sieht nur aus der Luft wirklich spektakulär aus.

Auf Hinweisschildern wird man direkt gewarnt bloß nicht mit einer Drohne zu fliegen, daher hier oben das Reklamefoto und ein einfaches von mir.

Wer aber genauer hinschaut, kann hier etwas viel Besseres entdecken, wir sind die einzigen, die sie sehen, 7 Stück finden wir…

Wen interessiert da noch ein Kloster? Zum Roski Slap fahren wir durch einen Canyon und bestaunen die hohen Felswände.

Roski Slap ist der Wasserfall, den man vom Boot aus am besten sieht.

Mich interessiert aber mehr das Terrassenförmige Gewässer bevor es in den Hauptfluss Krka fällt. Um die Drohne Aufnahmen wettzumachen, müssen wir nur knapp 500 Stufen die Felswand emporklimmen.

Von oben hat man dann fast Drohnenblick…

In 90 Minuten Aufenthalt schaffen auch noch den Weg über die Holzbrücke.

Die 4 Stunden anberaumte Ausflugszeit halten die Kroaten auf die Minute ein und setzen uns um 16 Uhr wieder bei Skradinski Buk ab.

Holzstege fast für uns allein und die Fotospots, wo man sonst warten muss, sind für uns reserviert. Was für ein toller Tag im Nationalpark. Das eingesparte Eintrittsgeld haben wir übrigens in eine Grillplatte und Bier vom Fass investiert.

Zadar-Sukosan-Herzinsel Galesnjak-Vodice-Skradin Nationalpark Krka

Hmm, für den ersten richtigen Urlaubstag sieht das allein vom Titel nach einem straffen Programm aus, dabei bin ich mit meinem Mann unterwegs und nicht mit meiner Freundin Carmen. Bei den Mädelsurlaub ist der frühe Vogel stets Programm, heute liegt der Besserschläfer mit Schlafmaske und Ohropax tief schlummernd um 7 Uhr immer noch regungslos im Bett. Die Strategie nervende Ehefrau zieht und so parke ich nach Frühstück und Auschecken am Hafen von Sukosan ein.

Ein Buchungsfehler hat mich zur Fahrerin gemacht, was mir nicht wirklich gefällt.

Sukosan wollte ich nur wegen des Bronze- Esels besuchen und weil es auf der Strecke liegt.

Die Herzchen Insel versuche ich mit der Drohne zu erreichen und nehme das Video aus der falschen Perspektive auf, so dass die Insel nicht wirklich als Herz wirkt.

Aber ich kann auch anders, Moment 😜

So sieht das Foto von der Reklametafel aus, wenn man die meisten Schriftzüge mit dem magischen Radiergummi wegradiert hat.

In Vodice springen wir über die Pontons des Hexagon Beaches.

Das Wahrzeichen am Hafen ist das Erkennungsmerkmal von Vodice, dem etwas anderen kroatischen Küstenstädtchen.

Skradin ist nicht mehr weit und so schraubt sich unser Auto die letzten Serpentinen hinunter in den Krka Nationalpark nach Skradin.

Skradin ist Dreh und Angelpunkt für die Winnetou Wasserfälle. Hier werden die Touris mit Booten verschifft, die Aktiveren unter ihnen können die 4 km zu den Wasserfällen auch mit dem Rad oder auf Schuster Rappen erreichen. Der Eintritt ist auf jeden Fall der selbe. Im Mai noch 20 €, ab Juni glatt das Doppelte.

Skradin hat aber auch noch einen Strand, schöne Gassen und einen fotogenen Mann.

Auf dem Balkon unserer Ferienwohnung warten Erdbeeren und Kaffee auf uns, die beste Grundlage um den nächsten Urlaubstag zu planen und der Hoffnung, dass ich eine Drohnenflugerlaubnis für morgen im Park bekomme.