Ich muss heute nochmal mit gestern anfangen und zwar mit der Landung in Nelspruit. Der Flughafen ist für mich der schönste, den ich je gesehen habe. Es sieht hier aus wie der deep in Africa Teil im Phantasialand.

Nelspruit ist auch das Tor zum Kruger Nationalpark, von hier aus gehen die geführten Bustouren los. Wir haben uns aber einen Suv als Leihwagen gemietet, einen Toyota Corolla Cross.

Der hört sich Motormäßig so übel an, dass wir ihn direkt gegen ein Haval getauscht bekommen. Ein Riesenschiff mit so viel Technik, dass man schnell überfordert ist.
Wir schaffen es aber die 30 km bis zum Pumbaa Park zu kommen, wo ich dann nicht aussteigen kann. Der Seilzug des Türgriffs ist gerissen, was für ein Käse. Die Problemlösung müssen wir auf morgen verschieben.

Unser Zimmer ist hier das teuerste, weil es dieses Panoramafenster zum Junglöwengehege hat.

Ich bin schon ganz aufgeregt, ob ich eine der nachtaktiven Raubkatzen sehen werde. Die Beleuchtung im Zimmer macht es unmöglich rauszuschauen und irgendwas zu entdecken.
Als ich schon schlafe, versucht Marcus vor der Scheibe sitzend noch vergeblich irgendetwas zu erspähen. Kein Löwe weit und breit.
Die ganze Nacht schallt das Löwengebrülle über die Anlage, von gefühlt überall her. Bei 43 Exemplaren auf dem Gelände, bekommt man bestimmt eine gewisse Vorstellung was hier nachts los ist.
Nächster Morgen 6:15 Uhr wir wachen fast gleichzeitig auf und Marcus begrüßt mich liebevoll mit den Worten:“ Man, du hast vielleicht geschnarcht!“ „Hallo, ich geschnarcht? Das waren die Löwen!“ darauf Marcus wieder: “ ich habe keinen Löwen gehört!“
Ich schiebe den zugezogenen Vorhang wieder zur Seite und traue meinen Augen nicht, ich sehe tatsächlich einen Löwen, der auch noch auf mich zukommt. Was für ein Erlebnis, das werde ich nie vergessen.

Ab da hängen wir vor dem Fenster ab und beobachten die Löwen, direkt vor uns. Und sie uns auch!





Um 9 Uhr geht die erste Führung durch den Park los und wir sind dabei.



Wir bekommen Löwen, Tiger , Geparden, Leoparden, Ozeloten, Hyänen und wie diese ganzen Raubkatzen alle heißen zu sehen.









Die Tiere stammen fast alle aus Privatbesitz von reichen Leuten, die sich eine Babyraubkatze als Haustier hielten, bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Eine Familie zog ein gefundenes LeopardenBaby gemeinsam mit ihrem eigenen Kind auf, Leopard und Kleinkind schliefen zusammen, spielten zusammen, aßen zusammen bis beim Leoparden die Instinkte wach wurden. Der menschliche Spielkamerad wurde zur Beute und wenn der Vater die Situation nicht direkt bemerkt hätte, würde es das Kleinkind heute nicht mehr geben.

Eine andere Frau hielt einen Schakal und fütterte ihn mit, Achtung jetzt kommt’s, mit Lindt Schokolade, nicht nur, aber schon täglich. Nachdem die Frau starb, musste der Schakal langsam von der Schokolade entwöhnt werden.
Eine tolle Führung war das mit sehr vielen Informationen zu den Tieren und ihren Eigenschaften. Manche Arten sind regelrechte Killer, die einfach aus Spaß töten und so Farmer von Hühner und Schafen zur Verzweiflung bringen.

Wir verzweifeln übrigens gerade auch an der Kommunikation mit der Mietwagen Firma, selbst die Hotelangestellten verstehen kaum etwas am rübergereichten Hörer.
Zwei Stunden und etliche Telefonate später, bekommen wir jetzt den 3. Mietwagen ein Hyundai Creta. Hoffentlich hält er sich ans Sprichwort:“alle guten Dinge sind 3.“

Auf der sogenannten Panoramaroute geht es jetzt bis Sabie, den Ort mit schönen Wasserfällen.

Das sieht hier aus wie die Eifel in XXL. Wunderbar grün alles.
In Sabie nehmen wir uns ein Chalet, hört sich erstmal gut an, stinkt aber wie die größte Mottenkugel der Welt. Bezahlt hatte ich da schon für zwei Nächte. Den Geruch haben wir trotz Lüften nicht mehr rausbekommen.
Ich habe dann um ein anderes Zimmer gebeten und auch bekommen und das Stinkeproblem geschildert. Als wir alles in dem neuen Chalet eingeräumt hatten, kam der Besitzer mit Raumduftstäbchen an, die seine Frau seit neuestem in die Zimmer stellt. Gute Idee, machen wir aber in Zukunft nicht mehr. Unser einzelnes Stäbchen flog auch im hohen Bogen raus.

Ansonsten liegt unser Unterkunft idyllisch im Wald an einem Bach, ist schon urig hier.

Das Löwen-Erlebnis wird wohl das schönste sein, das mir vom heutigen Tag in Erinnerung bleibt.












































































































































































































































