30.01.2025 Nelspruit – Pumbaa Wildlife Park- Sabie

Ich muss heute nochmal mit gestern anfangen und zwar mit der Landung in Nelspruit. Der Flughafen ist für mich der schönste, den ich je gesehen habe. Es sieht hier aus wie der deep in Africa Teil im Phantasialand.

Nelspruit ist auch das Tor zum Kruger Nationalpark, von hier aus gehen die geführten Bustouren los. Wir haben uns aber einen Suv als Leihwagen gemietet, einen Toyota Corolla Cross.

Der hört sich Motormäßig so übel an, dass wir ihn direkt gegen ein Haval getauscht bekommen. Ein Riesenschiff mit so viel Technik, dass man schnell überfordert ist.

Wir schaffen es aber die 30 km bis zum Pumbaa Park zu kommen, wo ich dann nicht aussteigen kann. Der Seilzug des Türgriffs ist gerissen, was für ein Käse. Die Problemlösung müssen wir auf morgen verschieben.

Unser Zimmer ist hier das teuerste, weil es dieses Panoramafenster zum Junglöwengehege hat.

Ich bin schon ganz aufgeregt, ob ich eine der nachtaktiven Raubkatzen sehen werde. Die Beleuchtung im Zimmer macht es unmöglich rauszuschauen und irgendwas zu entdecken.

Als ich schon schlafe, versucht Marcus vor der Scheibe sitzend noch vergeblich irgendetwas zu erspähen. Kein Löwe weit und breit.

Die ganze Nacht schallt das Löwengebrülle über die Anlage, von gefühlt überall her. Bei 43 Exemplaren auf dem Gelände, bekommt man bestimmt eine gewisse Vorstellung was hier nachts los ist.

Nächster Morgen 6:15 Uhr wir wachen fast gleichzeitig auf und Marcus begrüßt mich liebevoll mit den Worten:“ Man, du hast vielleicht geschnarcht!“ „Hallo, ich geschnarcht? Das waren die Löwen!“ darauf Marcus wieder: “ ich habe keinen Löwen gehört!“

Ich schiebe den zugezogenen Vorhang wieder zur Seite und traue meinen Augen nicht, ich sehe tatsächlich einen Löwen, der auch noch auf mich zukommt. Was für ein Erlebnis, das werde ich nie vergessen.

Ab da hängen wir vor dem Fenster ab und beobachten die Löwen, direkt vor uns. Und sie uns auch!

Um 9 Uhr geht die erste Führung durch den Park los und wir sind dabei.

Wir bekommen Löwen, Tiger , Geparden, Leoparden, Ozeloten, Hyänen und wie diese ganzen Raubkatzen alle heißen zu sehen.

Die Tiere stammen fast alle aus Privatbesitz von reichen Leuten, die sich eine Babyraubkatze als Haustier hielten, bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Eine Familie zog ein gefundenes LeopardenBaby gemeinsam mit ihrem eigenen Kind auf, Leopard und Kleinkind schliefen zusammen, spielten zusammen, aßen zusammen bis beim Leoparden die Instinkte wach wurden. Der menschliche Spielkamerad wurde zur Beute und wenn der Vater die Situation nicht direkt bemerkt hätte, würde es das Kleinkind heute nicht mehr geben.

Eine andere Frau hielt einen Schakal und fütterte ihn mit, Achtung jetzt kommt’s, mit Lindt Schokolade, nicht nur, aber schon täglich. Nachdem die Frau starb, musste der Schakal langsam von der Schokolade entwöhnt werden.

Eine tolle Führung war das mit sehr vielen Informationen zu den Tieren und ihren Eigenschaften. Manche Arten sind regelrechte Killer, die einfach aus Spaß töten und so Farmer von Hühner und Schafen zur Verzweiflung bringen.

Wir verzweifeln übrigens gerade auch an der Kommunikation mit der Mietwagen Firma, selbst die Hotelangestellten verstehen kaum etwas am rübergereichten Hörer.

Zwei Stunden und etliche Telefonate später, bekommen wir jetzt den 3. Mietwagen ein Hyundai Creta. Hoffentlich hält er sich ans Sprichwort:“alle guten Dinge sind 3.“

Auf der sogenannten Panoramaroute geht es jetzt bis Sabie, den Ort mit schönen Wasserfällen.

Das sieht hier aus wie die Eifel in XXL. Wunderbar grün alles.

In Sabie nehmen wir uns ein Chalet, hört sich erstmal gut an, stinkt aber wie die größte Mottenkugel der Welt. Bezahlt hatte ich da schon für zwei Nächte. Den Geruch haben wir trotz Lüften nicht mehr rausbekommen.

Ich habe dann um ein anderes Zimmer gebeten und auch bekommen und das Stinkeproblem geschildert. Als wir alles in dem neuen Chalet eingeräumt hatten, kam der Besitzer mit Raumduftstäbchen an, die seine Frau seit neuestem in die Zimmer stellt. Gute Idee, machen wir aber in Zukunft nicht mehr. Unser einzelnes Stäbchen flog auch im hohen Bogen raus.

Ansonsten liegt unser Unterkunft idyllisch im Wald an einem Bach, ist schon urig hier.

Das Löwen-Erlebnis wird wohl das schönste sein, das mir vom heutigen Tag in Erinnerung bleibt.

29.01.2025 Port Elizabeth – Johannesburg-Nelspruit

Herzlich willkommen zurück nach der Halbzeitpause.

( Flug von Port Elizabeth nach Johannesburg und von dort weiter nach Nelspruit).

Wir schauen mal über die Aufstellung:  die ist unverändert: Marcus wieder als Kapitän und Regina wieder auf der linken Seite in der Verteidigung.

Lassen wir nochmal die erste Halbzeit Revue passieren, das Team Polzer hat sich durchgehend bewährt, da war Einfallsreichtum, Abenteuerlust und auf der gesamten Reise konnte man als Zuschauer die Reisefreude gut miterleben, kurze Konditionseinbrüche wurden schnell wieder vergessen gemacht. Die Bodenfreiheit im Pressing könnte etwas größer sein, um auch die holprigen Strecken zu überwinden, ansonsten sah das bisher nach einem richtig guten Plan aus.

Oh, wir sehen gerade South Africa bringt auf der gegnerischen Seite ihre stärkste Waffe: Malaria. Aber das hat das Team Polzer schon im Vorfeld trainiert und sich entsprechend mit Prophylaxe darauf vorbereitet.

Wir sind gespannt auf den Ideenreichtum in der zweiten Hälfte, 22 Tage liegen vor dem Team und es sind noch einige Hürden zu meistern. Und jetzt viel Spaß mit der zweiten Reisehälfte. Es geht los…

“ Der Touchdown in Nelspruit ist perfekt.

Wir sehen die Flaggen der Länder, die der Reise zugeschaltet sind und berichten nun live vom Anstoß. …Was ist da los ? Das Spiel scheint unterbrochen zu sein, denn die Spielfläche hat Flitzer…

Löwen stehen am Spielfeldrand und sind auch hinterm Sicherheitsglas zu sehen.

Der Anpfiff wird auf morgen vertagt, hoffentlich kann das Team Polzer bei dem Blick und bei dem Löwengebrüll in der Nacht morgen wieder frisch aufspielen. Wir werden wieder live dabei sein und verabschieden uns jetzt in die Nacht

28.01.2025 Colchester – Sardinia Beach- Cape Recife- Summerstrand

Seit dem Aufstehen habe ich diesen Song im Ohr : „I guess it rains down in Africa“ und er passt so gut. Gestern schon den ganzen Tag Regen, die ganze Nacht Regen und jetzt auch mit keiner wirklichen Aussicht auf Besserung.

In unserem Appartement ist Stromausfall, die ganze Siedlung hat keinen Strom mehr und so steigen wir von Toast auf Schwarzbrot um und benutzen den Gasherd zum Kaffee kochen. Geht auch.

Als wir auf die Autobahn Richtung Tankstelle auffahren, kommen drei Baby Elefanten vom Feld und rennen auf die Autobahn, wir weichen den dreien noch aus, die sich bei genauerem Hinsehen als Kühe entpuppen.

Der Stromzaun hat ebenfalls seine Wirkung aufgegeben und die schlauen Rindviecher sind ab durch die Mitte und grasen jetzt lieber auf dem Mittelstreifen.

Sardinia Beach mit traumhaften Dünen steuern wir als erstes an, aber mit dem Regen sieht es genauso aus wie an Hollands Küste.

Bei der Weiterfahrt zeigt uns ein Bild, was zu tun ist, Spaß ist, wenn man trotzdem lacht.

Wir nehmen dann den Abstecher zum Krankenhaus und kommen ohne Wartezeit direkt dran. Die Führung in der Auffang Station,  für verletzte Seevögel und Pinguine geht direkt los.

Die vorgelagerte Insel ist das eigentliche Zuhause der Pinguine, aber manche schaffen die Mauser nicht und können ohne ihr Wasserdichtes Federkleid nicht auf Futtersuche gehen. Andere können ihre Jungen nicht füttern, weil der Fischfang so weite Strecken und so viel Energie kostet, dass die Eltern den gefangenen Fisch dann doch selbst auf dem Heimweg runterschlucken. Die Auffangstation kümmert sich rührend um die Tiere und versucht bei Zeiten die Vögel wieder auszuwildern.

Cape Recife hat noch seinen Leuchtturm, der gerne für Hochzeitsfotos genutzt wird.

Wenn man gerade nichts zu tun hat, kann man für 5 Euro auch die 100 Stufen bis in die Kuppel hinaufsteigen und bekommt bei  Erfolg sogar einen Drink aufs Haus.

Wie man sieht, wir haben das geschafft. Auf der Rückfahrt nehmen wir, trotz Marcus Einwand,  das dänische Rucksack Pärchen mit. Wir fahren es fast bis vor ihre Jugendherberge in Summerstrand, da unser Hotel ganz in der Nähe ist.

Mir gefällt diese Lichtinstallation so gut, aber bei Dunkelheit gehen wir gewohnheitsmäßig nicht mehr vor die Tür, zumal Port Elizabeth auch als gefährlich gilt.

In der Mall ist unser Tag dann nochmal in Bildern zusammengefasst, woher wussten die das bloß? Morgen früh heißt es dann Koffer packen für unsere Flüge nach Johannesburg und von dort nach Nelspruit, wir melden uns dann von dort  aus wieder und sagen schon mal Tschüss du schöne Garden Route. Es war bis hierhin schöner, als ich es mir jemals hätte vorstellen können.

27.01.2025 Addo Elephant National Park

Also ich weiß nicht wie oft ich meinem Mann gefragt habe, ob wir nicht mal in den Safaripark Stukenbrock fahren könnten, zumal seine Eltern dort quasi um die Ecke wohnen.

Es gab immer Ausreden, die Giraffen haben gerade Mums, die Elefanten haben Zahnstein oder die Löwen liegen gerade nicht gut in ihrer Mähne. Nach insgesamt über 20 Jahren Ausreden, glaube ich inzwischen Marcus wollte da irgendwie nicht hin.

Heute hingegen ist er Feuer und Flamme in den Addo Elefantenpark zu fahren.

Was soll man sonst bei Regenwetter machen? Am besten stundenlang auf zugekackten Schotterpisten mit höchstens 40 km/h ca. 8 Stunden dahinzockeln, um dann mit offenem Mund aus der Frontscheibe zu schauen und es nicht glauben können. Den ersten Elefanten sehe ich nur noch von hinten und kann es dennoch kaum fassen.

Beim ersten Loop, den wir fahren, erspäh ich die erste Leopardenschildkröte.

Strahlend schaue ich wieder nach vorne und sehe die Hyänen, die sich doch sehr für unser Auto interessieren.

Wir fahren den ganzen Park ab vom South Gate bis zum Maingate und hoffen einige der 600 Elefanten vom Park zu entdecken. Wir werden nicht enttäuscht, sogar Mama und Baby sind auf dem letzten Foto  und ein badender Elefant im Wasserloch sind zu sehen.

Warzenschweine gibt es zwar echt viele hier, die sind allerdings schwer zu fotografieren. Sie sind sehr aufmerksam.

Wir fangen an zu zählen, nicht die Zebras, davon gibt es genug.

Sondern die Schildkröten, davon finden wir 5.

von den Schakalen sehen wir 3 Exemplare

Von den Raubvögeln können wir 2 ablichten

Marcus hat eine Schwäche für den Pillendreher, oder Dungkäfer, die sich fleißig mit ihrer Kackakugel  abmühen.

Unsere Strategie ist jetzt, jeder guckt aus seiner Seite aus dem Fenster raus und ruft das gesichtete Tier in den Fond. Blöd nur, wenn keiner mehr den Elefanten sieht, der direkt vor uns auf der Straße steht.

Rückwärtsgang rein und langsam zurücksetzen, es funktioniert, der Elefant verschwindet wieder im Gebüsch.

Bei einer anderen Situation, die wir beobachtet haben, war ein Elefantenbulle sichtlich erbost, hat den Rüssel gehoben und den Kopf geschüttelt gegenüber einem Safaribus. Er hat nur seine Herde beschützt, die bereits auf der anderen Seite der Straße war.

Was  für ein toller Tag im Elefantenpark, da kann ich Marcus nur verzeihen, dass wir immer noch nicht im Safaripark Stukenbrock waren.

26.01.2025 Tsitsikamma – Big Tree- Colchester – Sundays River Cruise

Ach,was macht man hier auf der Garden Route an einem Sonntag?

Frühstück auf der Terrasse mit Blick auf Berg und Pool, dann fertigmachen für den Sonntagsspaziergang im Forest.

Wir entscheiden uns für den Plaatbos-Trail. 5 km geht es durch den Dschungel, so sieht es zumindestens aus.

Wichtig ist hier nicht voranzugehen, denn sonst kommt man mit den Spinnennetzen in Kontakt, die fein gewebt über den Weg gespannt sind.

Dann rupft man sich die Netzreste wieder aus den Haaren und hofft dabei nicht die Spinne mit abbekommen zu haben.

Christmas Spider

Wir sind schon einfallsreich, dem anderen den Vortritt auf dem Weg zu lassen. Ich trampele zu laut und bekomme die Ermahnung, dass man so keine Tiere zu Gesicht bekommt.

Marcus pirscht sich also voran und hat mit seiner Taktik direkt Erfolg: er scheucht eine Schlange auf, die sich in Windeseile die Bäume hochwindet. Schön sieht sie aus in grün und schwarz und groß ist sie auch noch. Marcus schießt noch ein Foto von ihr. Das hat er von Australien gelernt, bezüglich möglichem Gegengift.

Und dann sollte man möglichst nicht mit Google nach dieser Schlange suchen, sonst kommt am Ende das dabei raus.

„Der Biss der Afrikanischen Baumschlange kann tödlich sein.
Die Schlangenart hat ein Gift, das die Blutgerinnerung stört und dann zu inneren Blutungen führt.Das Gift setzt jedoch erst nach Stunden ein. Somit hätte man im Notfall auch ausreichend Zeit, um ein Krankenhaus aufzusuchen.“

Ein paar Kilometer weiter gibt es die Sehenswürdigkeit “ the Big Tree-„, den nehmen wir natürlich auch noch mit, bevor wir 2 Stunden lang Richtung Port Elizabeth fahren.

Unsere neue Unterkunft und unser Abendprogramm haben wir unserer Vermieterin Hanlie aus Betty’s Bay zu verdanken, mit der wir in super Kontakt stehen und die uns auf unserer Reise bestens unterstützt.

Um 17 Uhr geht es an diesem Sonntag auf den Sundays River zu einer Sundowner Cruise.

Die Sonne fehlt zwar, aber wir machen trotzdem schöne Bilder auf den Dünen.

Das beste war aber, dass wir auf Matten die Dünen runtergerutscht sind, das hat voll Spaß gemacht.

So sieht hier also ein typischer Sonntag aus. Und wie war euer Sonntag ?

25.01.2025 Tsitsikamma Nationalpark, Hängebrücken, Ottertrail mit Wasserfall

Ich bin ermattet, man bade mich und bringe mir Speisen. Der Tsitsikamma Nationalpark hat mich geschafft, aber so richtig.

Mit Tsitsikamma bringt man die Hängebrücke in Zusammenhang, die so schön die beiden Enden der Schlucht verbindet.

Eigentlich sind es ja drei Hängebrücken, aber die beiden kleineren sind einfach nicht so fotogen, weil sie auch nur über die Felsen führen und nicht über den Fluss.

Wir machen den 1 km Miniwanderweg bis zu den Brücken zuerst. Es ist früh am Tag und wir hoffen, dass die Touristenbusse noch auf sich warten lassen. Ein clevere Idee und so haben wir die begehrte Brücke teilweise allein für unser Fotoshooting.

Eine der Aktivitäten wäre noch mit dem roten Kanu den Fluss hinauf durch die Schlucht zu paddeln, aber bevor Marcus wieder Schulter bekommt, lassen wir das lieber.

Meine Kollegin hat mir vor der Reise den Ottertrail empfohlen mit einem schönen Wasserfall am Ende der Strecke, wenn er denn Wasser führt. 3- 4 Stunden Gehzeit wird auch hier angeschlagen und ich habe noch ihre Worte im Hinterkopf: „da musst du dann ein bisschen klettern.“

Ne, ist klar, es kommt halt immer auf die Definition von “ ein bisschen“ an.

Was sich anfangs wie ein lieblicher Trampelpfad mit schönem Blick auf den Ozean dahinschlängelt,

wird mit der Zeit zu einer kaum bezwingbaren Bestie. Und dann liest Marcus mir vor : Ottertrail ist ein Synonym für den schwitzenden Otter, der beim Schwitzen ein widerlichen Eigengeruch verströmt. Igitt und so ist es hier, ich bin ein Otter und mir kommen unzählige Otter entgegen, manche kommen von hinten und überholen mich, den kurzen Stink bekommt man trotzdem in die Nase.

Der Trail ist wirklich fies, es geht dauernd hoch und runter und über riesige Geröllfelder, man muss schon die Hände mit dazu nehmen, sonst wird das nix mit dem Wasserfall.

Nach der Pause in der Guano Höhle schwitzen wir dann auch den Rest aus den Poren raus.

Nach knapp 2 Stunden bekomme ich von den entgegenkommenden Wandern die letzte Aufmunterung: “ der Wasserfall ist direkt um die Ecke, gleich hast du es geschafft!‘

Da ist er, der Wasserfall und der super Pool davor, die Anstrengungen sind vergessen, wenn man sich in das kühle Naturbecken gleiten lässt.

Die Abkühlung haben wir uns redlich verdient.

Jetzt nur noch den ganzen Weg wieder zurück.

Um 16 Uhr sind wir wieder am Ausgangspunkt und es gibt Bier und einen nervigen Ehemann, der noch an den Strand will.

Ach, ich habe die Affen und die Delfine vergessen, die den Rückweg noch schön gemacht haben.

Also nochmal aufraffen und den Herrn zum Strand geleiten, das Handtuch nach dem Bad bereithalten und Fotos von der Naturdusche , alias Wasserfall schießen.

Ich hoffe das wird heute noch was mit dem Essen, denn das ich mir als Otter so was von verdient.

24.01.2025 Robberg- Bloukrans Bridge- Storms River (Tsitsikamma National Park)

Als ich aufwache bekommen wir einen Auftrag aus Deutschland von Natasvenja zugeschickt: Robberg, Aufklärung des Drogenkonsums von deutschen Touristen im National Park Robberg. Ich nehme den Auftrag schon mal an und erzähle dann Marcus davon.

Frühstück ab 8:00 Uhr, Abfahrt 10:00 Uhr und Meldeort 10:30 Uhr am Schlagbaum.

Marcus ist ungehalten, für ihn ist der Auftrag nicht klar. Wir sollen als Touristen getarnt den Wanderweg von 5,5 km entlang gehen und verdächtige Beobachtungen dokumentieren.

Wir halten uns an den Plan, frühstücken , checken aus und passieren pünktlich um 10:30 Uhr den Schlagbaum.

Bevor es losgeht, nehmen wir wie Supertouris das Fernglas mit und Marcus setzt seinen doofen Hut auf, die Tarnung steht.

Da hier Einbahnstraßeregelung gilt, also alle machen die Wanderung im Uhrzeigersinn, dürfte der Auftrag leicht zu bewältigen sein.

Bei den ersten Aussichtspunkten schauen wir uns um und können nichts verdächtiges feststellen.

Fotos müssen wir allein wegen der Tarnung schießen.

Am Aussichtspunkt auf die Robben landen wir den Treffer: zwei deutsche Paare, stark schwitzend, sie tragen verdächtige Sonnenbrillen und fantasieren lautstark…der Drogenkonsum ist offensichtlich. “ He, guckt mal, hier gibt es auch Pinguine!“ Es gibt hier nur Seelöwen und keine Pinguine, das ist Fakt! Wir treten an die Verdächtigen heran und ich biete einem der Männer unser Fernglas an. Mit dem Feldstecher vor den Augen brabbelt er im Drogenrausch : “ okay, es sind keine Pinguine, aber ich sehe einen Eisbären!“

Wir folgen den beiden Paaren über die Dünen.

Springen zum ersten Mal ins Meer und machen auch die Zusatzklippenwanderung.

Wenn wir nicht so mit unserer Aufklärung beschäftigt wären, könnten wir die Schmetterlingsbucht und die schönen Aussichtspunkte mehr genießen.

Was wir jetzt mit unserer Erkenntnis über die beiden Paare anfangen sollen,wissen wir auch nicht, aber unser Auftrag scheint abgeschlossen.

In unserer Freizeit fahren wir zur Brücke über dem Canyon, wir sitzen zum letzten Mal auf einer Schaukel und denken wie schön das Leben gerade ist.

Dann stehe ich an der Absprungstelle des momentan 4. höchsten Bungee JUMP  (216m) der Welt,

ich mache den letzten Schritt und falle und falle…

Dann wache ich wirklich auf und wundere mich, was ich hier für ein wirres Zeug träume, aber irgendwie muss mein Gehirn ja die vielen Eindrücke verarbeiten.

23.01.2025 Knysna Heads-Beach- Knysna E Park – Plettenberg Bay- Jumping Pillow

Da das Frühstück heute einfach zu gut war, klappt unser Zeitplan nicht…zuerst zur alten Englischen Brücke über den Knysna River.

Und danach verzetteln wir uns, eigentlich wollten wir zu Featherbed, einem Naturreservat mit schönen Höhlen und Wanderwegen. Das Navi leitet uns einmal um die Bucht, aber die Zufahrt wäre theoretisch über Privatwege möglich, aber die sind alle gesperrt. Als wir checken, dass das Gebiet ist nur per Fähre zu erreichen, geben wir Gas und versuchen so schnell es geht zum Fährhafen zurückzukommen. Marcus guckt auf die Uhr, die 10:10 h zeigt,und behält leider Recht, wir haben das Schiff um 10 Minuten verpasst.

Alte Weisheit: wenn nicht das, dann was besseres…Marcus fährt zum Aussichtspunkt Knysna Heads, das ist die Bucht-Einrahmung von zwei hohen Felsen, von einem der „Köpfe“ kann man prima über die Bucht schauen, die sich mit der Lagune vermischt.

Am Strand machen wir dann die Mutprobe, wer über die Planke geht.

Marcus der arme Kerl mit seiner Höhenangst übertreibt es ein wenig.

Als ich auf der Brücke sitze, fällt mir plötzlich siedendheiß ein, wir müssen ja noch Sally füttern und ne Runde übers Feld wollten wir auch noch mit ihr gehen.

Oh, oh, als wir ankommen, wartet sie schon und mit ihr noch 4 weitere Damen, dabei haben wir gar nicht so viel Futter dabei, zumal Marcus zwischenzeitlich überlegt es selbst zu essen oder das Baby vor uns damit füttern will.

Marcus fängt den jüngsten Elefant an zu füttern,  greift in den Futtereimer, holt eine Möhre raus und fragt : „willst du eine Möhre?“ Der Rüssel schnappt nach der Möhre. Dann geht das Spiel mit Melone, roter Beete und Kürbis weiter. Jedes Mal erklärt er der Elefantendame, was er gerade anzubieten hat, dabei versteht sie doch gar kein deutsch und nimmt sich einfach das feilgebotene Leckerli.

Und wer muss dann wieder mit Sally gehen ?

Ich natürlich, man sollte sich das vorher überlegen, bevor man sich einen Elefanten anschafft. Sally ist seit 30 Jahren hier im Park.

Nach so einem Erlebnis ist es schwierig das Grinsen wieder aus dem Gesicht zu bekommen.

Auf geht’s nach Plettenberg Bay, einem beliebten Badestrand an der Garden Route und nicht im Sauerland.

Ein Drink an der Lookout Bar, ein Spaziergang am Strand und es wird Zeit für unserer Palmenresort.

Unser neues Hotel lässt uns voll zu Kindern werden, wir springen auf dem Jumping Pillow herum und rutschen in den Pool.

Wenn man dann noch die Wäsche im Hotel machen kann, war der Tag bis auf eine fehlende Socke doch wieder eine Runde Sache.  🤩

22.01.2025 Botlierskop Private Game Reserve -Map of Africa- 7 Passes Drive – Knysna

Bevor wir in den Urlaub gefahren sind, haben uns viele gefragt, wo es denn hin geht? Südafrika ! Mit Südafrika haben die meisten dann die Tiere assoziiert, die man hier auf Safaris sehen kann und vielleicht hat man sich den Kontinent als Karte noch kurz ins Gedächtnis gerufen. Heute werden wir der Vorstellung gerecht, wir machen unsere Tagessafari in einem Game Reserve.

Eine Übernachtung im Reserve hätte die Urlaubskasse arg strapaziert, daher keine Lodge am Wasserloch mit Blick auf Nilpferde.

3 Stunden genießen wir die afrikanische Massage, indem wir im Geländewagen ordentlich durchgerüttelt werden.

Es hat sich aber gelohnt die Bandscheiben zu strapazieren. Hier ist unsere Ausbeute:

Die schönsten Aufnahmen nochmal in Großansicht.

Nach der Safari müssen wir noch die überwältigenden Eindrücke verarbeiten und gönnen uns noch ein Lunch im Resort.

Um 13 Uhr sitzen wir im Auto bereit für unsere Fahrt nach Knysna. Unterwegs muss mir Marcus noch einmal die Karte von Afrika zeigen und am besten schaut man sich die im Hellen an.

Es gibt wirklich eine Flussschleife, die Afrika zeigt, unglaublich.

Ein paar Meter weiter ist der Startplatz für die Gleitschirmflieger, für die Karte von Afrika interessiert sich von denen keiner mehr.

Bis Knysna fahren wir über den 7 Passes Drive und das Größtenteils über Pistenstraßen. Mir gefällt es, doch für meinen Fahrer ist es anstrengend sich auf die Schlaglöcher zu konzentrieren.

In Knysna steuern wir noch den Lookout an und rollen dann an der Waterfront zum Hotel.

Nach einer Runde im Pool ist mein Fahrer auch wieder etwas entspannter und kann den Sonnenuntergang am Hafen genießen.

21.01.2025 Oudtshoorn -Ostrich Safari-George Transport Museum- Klein Brak River Beach& Lagoon

Heute geht es auf meine allererste Safari. Wie das bei Safaris so ist, sitzt man erhöht um die Tiere am besten zu sehen. Unser Transportmittel wird ein Traktor sein mit einem Anhänger und von dort ist man auf Augenhöhe mit den längsten Wimpern, die man sich nur vorstellen kann.

Auf dem Weg zur Straußenfarm nehmen wir noch die Mini Goldengate Bridge mit, die als Point of interest angezeigt wird.

Marcus hat die Straußenfarm ausgesucht, da sie die einzige ist, auf der man rumgefahren wird, sagt er…ich glaube allerdings, dass er sie im Rabattheft gefunden hat und mich vor dem Bezahlen auch penetrant nach dem Gutschein fragt.

Für einen Extrabetrag bekommt man auch einen Futtereimer mit auf die Tour und darf die Strauße damit glücklich machen.

Sie sind schon ein wenig Angst einflößend, da sie so gierig ihre Schnäbel in den Eimer schlagen.

Wir lernen vieles über Strauße bei der Tour:

Sie können einen Menschen mit ihrer Zehenkralle ernsthaft verletzen oder sogar töten, wenn sie aggressiv werden und treten.

Daher sollte man sich bei einem drohenden Straußen Angriff flach auf den Bauch legen, da wird man dann erst mal nicht aufgeschlitzt, jedoch könnte man platzgesessen werden, wenn sich der Strauß für das Draufhocken mit 160 kg entscheidet.

  • Die Straußeneier wiegen ca. 2 kg und werden von dem Weibchen eher gegen die Sonne geschützt, als dass sie sie mit ihrer Körpertemperatur ausbrüten
  • Ein einzelnes Ei hat auf weichem Sand die Tragkraft von 220 kg und nicht von knapp 55 kg 😉

Von einem Strauß kann man alles verwerten, die Federn, für den Karneval in Rio oder im Moulin Rouge oder als Staubwedel im Haushalt.

Es gab mal eine Zeit, da waren Straußenfedern wertvoller als Gold.

Essen kann man vom Strauß eigentlich auch alles, aus dem Hals kann man sogar Suppe kochen

Und dann gibt es noch das verwertbare Leder mit kleinen Noppen, dort wo die Federn waren, an ihnen kann man auch seine Echtheit erkennen, denn die Noppen kann man mit dem Fingernägel noch anliften.

Hier mal ein Größenvergleich. Ehrlich gesagt, das Füttern war das spannendste neben all den Fakten.

Unser Roadtrip geht weiter über einen Pass wieder Richtung Ozean.

In George gibt es auf der Strecke zum Meer noch ein kostenloses Transportmuseum, das wir doch glatt noch anschauen, ist ja umsonst.

Da gibt es noch Bilder wie die Dampflok über die Brücke bei Kynsna fährt, meine Mutter ist damit noch gefahren, heute ist das leider Nostalgie.

Unsere neue Unterkunft ist wieder in Reebok, die alte haben wir nicht noch einmal gewählt, weil sie in der Tat keine Toilettentür hatte und wir das trotz 23 jähriger Beziehung doof fanden.

Bei starkem Wind springen wir noch am Strand und der Lagune rum und lassen uns Sandstrahlen. Die Aufnahmen können sich aber sehen lassen.