06.02.2025 Kruger Nationalpark

Das hat man davon, wenn man sich den günstigsten Guide für den Kruger Nationalpark aussucht. Schon beim Frühstück benimmt er sich voll daneben. “ Ah wir frühstücken mit einem Flusspferd!“ und deutet mit einer Kopfbewegung auf die vollschlanke Touristin hin, die sich ihr Croissant schmecken lässt.

Bei der Abfahrt wird dann das gesamte Gepäck kontrolliert: alles muss in Greifweite sein, also alles hinter die Sitze nicht in den Kofferraum. 2 Gallonen, eine gefüllt mit Wasser, eine leer ( als eventuelle Toilette zum Aufschneiden), falls man stehen bleiben muss und nicht aussteigen darf. Taschenmesser, Fernglas, Kekse ohne Verfallsdatum, ich glaube das wird ein Survivaltrip.

Die Anfahrt zum Park ist nur 20 Minuten und die Schlangenlinienfahrt akzeptiere ich dann doch, weil wir den großen Schlaglöchern auf der Teerstraße ausweichen müssen. Am Einlass Phabeni Gate gibt es dann einen kurzen Schlagabtausch zwischen Guide gleichzeitig auch Fahrer und den Rangern, was bei einer Reifenpanne zu tun ist. “ Anrufen, nicht aussteigen, wir helfen dann, Notfallnummer hast du ja!“

Es geht los und es direkt wow. Wir sehen den ersten  Elefantenarsch,

dann Giraffen ,

ganz viele Kudus oder was auch immer, bei unserem Guide ist das einfach nur Wild und benötigt keine weitere Beschreibung.

Am Wasserloch, das eigentlich eher ein See ist, zeigt er auf einen Rücken, der sich aus dem Wasser aufbäumt und verkündet stolz; „Delfin!‘

Die Delfine sind kämpfende Flusspferde, der Mann hat nen Knall.

Den ersten Stop machen wir im Camp Skukuza

für die Toilettenpause und einen Kaffee mit Blick auf die kleine Flusspferdfamilie mit frisch geborenem  Baby. Super cool.

Über dem Fluss ist die alte Eisenbahnbrücke mit dem rostigen Zug. Der Guide meint zu dem Zug nur, dass der öfter da steht und wahrscheinlich wieder eine Panne hat.

Oh man, der Zug steht da immer! In ihm ist ein Luxushotel verbaut, sogar mit einem Pool auf einer Brückenstelze. Kostenpunkt für eine Übernachtung all inklusive schlappe 600 Euro aufwärts.

Es geht weiter auf der Strecke Richtung Tshokwane  . Teilweise fahren wir einfach den richtigen Safari Autos hinterher, da die sich über Funk die gesichteten Tiere zusprechen. Wir haben keinen Funk, aber der Stau der Safarifahrzeuge lässt den Blick auf den Leoparden nicht mehr zu. Dafür bekomme ich dieses Foto zugeschickt, das ist von der Herrentoilette im Park. Ja, was soll man dazu sagen ?

Uns gefällt die Elefantenkarawane, die vor uns die Straße quert.

Der Chefpavian,

der auf seine Affenbande aufpasst und daher direkt seinen Ausguck an der Straße gewählt hat.

Wir sehen Zebras,

einen Vogel mit blauem Gefieder,( ich frag schon gar nicht mehr, was das für ein Vogel ist.)

die Geier in den Bäumen und am Fluss hockend.

Der Tierreichtum besonders an Elefanten und dieser komischen Reh Art ist enorm.

Beim Mittagsstopp treibe ich mich kurz im Shop rum und bekomme direkt einen Anranzer : “ Selbst schuld, wenn man lieber Souvenirs shoppt, wenn hier draußen die Hyäne rumschleicht!“

Ich kann sie noch auf der anderen Flussseite sehen, aber so nah, leider nicht.

Dafür sehe ich noch den Tausendfüßler.

.Beim Blick aufs Handyfoto wird er direkt als Hundertfüßler herangestuft. Ich könnte ja nachzählen.

Wir halten noch am Gedenkstein für Gründer des Nationalparks mit den Worten: das ist hier das Memorial für Freddy Krüger!

Bitte was ? Freddy Krüger ist der Typ aus den Horrorfilmen “ Nightmare on Elm Street !“ Der Mann hier heißt Paul Kruger.

Langsam senkt sich die Sonne und wir müssen bis 18:30 Uhr den Park verlassen haben. Noch einmal Halt machen bei den Flusspferden, an den Zebras vorbei und noch schnell die 3 Giraffen mitnehmen.

Der einzelne Elefantenbulle findet unser Auto gar nicht gut und kommt darauf zu, lieber Gas geben und ab durch die Mitte. Für das Einfangen dieser Szene war ich zu langsam.

Und was ist das Resümee des heutigen Tages? Marcus war der beste Guide und Fahrer heute, lustiger und abenteuerlicher hätte es nicht werden können. Vielen Dank dafür, das war großartig.

Nachdem ich mich bedankt habe, sagt er nur: gern geschehen und übrigens die Kühe grasen gerade wieder vor unserem Restaurant.

Hinterlasse einen Kommentar