Eigentlich müssten wir noch die beiden Frühstücke bezahlen, aber die gehen dann auf Kaki. Die kleine rote Kakerlake, die in unserem Badezimmer rumgesprungen ist und die Marcus unterm Mülleimer lebendig gefangen hat. Ich bekomme davon erst morgens erzählt und soll den Mülleimer hochheben, ich sehe sie und knalle den Eimer zurück über sie, dachte ich.
Stattdessen läuft sie mir mein linkes Bein hoch, ein Ekelschrei , ein Abschütteln und Marcus fängt sie erneut unterm Mülleimer.
Beim Auschecken präsentiere ich die Nachricht übersetzt ins Französische, dass wir einen Zimmergefangenen haben. Die Restforderung des Hotels sind damit nichtig geworden. Unseren Gecko Gordon habe ich nicht erwähnt, weil wir den beide niedlich fanden.
Knapp eine halbe Stunde fahren wir bis zur Waterfront von Port Louis und parken kostenlos in erster Reihe. Sonntag !


Kein Museum hat offen und die Märkte schließen um 12 Uhr, wir beeilen uns.

Port Louis empfängt zunächst stylisch mit den pittoresken Schirmen

das schöne Hafenbecken

und die mit Palmen gesäumte Prachtstraße gegenüber des Hafenbeckens


Die Markthalle mit Stapelkunst von Obst und Gemüse


und da ist da noch Chinatown mit so viel Streetart, dass man nicht aufhören kann zu fotografieren.












+++breaking News+++ehemaliger Regierungschef von Mauritius wegen Geldwäsche verhaftet+++
Wir unterbrechen den Reisebericht und schalten live zum Gericht von Port Louis…
Gegen Pravind Kumar Jugnauth wurde in der Nacht auf Sonntag nach Ermittlungen der Kommission für Finanzkriminalität (FCC) ein Haftbefehl ausgestellt.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort, während Schaulustige sich in Gerichtsnähe zusammendrängen.

Nach Angaben der FCC wurden bei einer Durchsuchung von Jugnauths Haus und anderen Gebäuden 114 Millionen Rupien (2,4 Millionen Euro) in Bargeld beschlagnahmt. Jugnauth bestreite die Anschuldigungen.

Wir verlassen wieder die politische Ebene und wenden uns dem Park mit seinen Riesenbäumen zu.

Das Museum, das noch ein Exemplar der blauen Mauritius Briefmarke besitzt, können wir auch nur von außen betrachten.

Unser heutiges Hotel liegt ganz in der Nähe der Hauptstadt, aber direkt am Strand.


Wenn man das Strand nennen darf, zumindest sieht er ziemlich privat aus.

Wir nehmen dann doch lieber den Pool und freuen uns aufs Abendessen mit Meeresrauschen und Poolblick.


