Hanoi-Ninh Binh-Tam Coc 08.01.26

Ohne die Rollerflut würde Hanoi zum Stillstand kommen, es ist sowieso schon ein heilloses Verkehrschaos, also aus europäischer Sicht. Die Vietnamesen kommen prima zurecht zu dritt oder sogar zu viert auf dem Roller. Manch fliegender Händler schläft sogar auf seinen Gefährt, auf dem Rücken liegend mit dem Kopf auf dem Lenker. Ach ja und man zahlt hier Parkgebühren für Roller, die stehen dann super Platzsparend in Reih und Glied.

Unsere heutige Tour beginnt schon um 7 Uhr, unser Guide holt uns pünktlich im Hotel ab, überlädt seinen Roller mit unserem Gepäck und rauscht ab. 200 m weiter wartet der Bus um die Ecke und die Einsammel-Fahrt der anderen Touris beginnt. Der Roller stets voraus und unser Guide scheucht die Mitreisenden aus den Hotels.

Nach einer Stunde Fahrt aus der Stadt beginnen die Reisfelder und es wird ruhiger. Am Weltkulturerbe der Karstfelsenlandschaft halten wir um 10 Uhr an und bekommen eine Stunde Wanderzeit zugesprochen.

Auf den Drachenberg geht es mit rund 500 nicht genormten Stufen. Für viele Touris wird es zur Grenzerfahrung, da bleibt die Puste weg, das mitgezerrte Kind hat auf dem Rückweg plötzlich Höhenangst entwickelt und der Vater mit der Tochter auf den Schultern kämpft sich die letzten Stufen hoch. Eine Stunde für den Weg ist eigentlich nicht zu knapp bemessen, aber wenn man an den Aussichtspunkten noch Fotos machen will, ist die Zeit zu knapp.

Den oberen Drachenkopf erklimmen die wenigsten, es ist einfach zu voll hier. Die Tigerhöhle lohnt auch keinen Besuch, denn sie ist eher ein Höhlchen und es reicht ein kurzes Reinspähen.

Nächster Stopp ein Tempel in der ehemaligen Hauptstadt von Vietnam.

Nach dem obligatorischen Buffet geht es auf schäbigen, kaum Verkehrstüchtigen Räder , aber es ja auch nur 4 km über die staubigen Pisten durch die Felsen.

Das Highlight des heutigen Tages ist natürlich die Fahrt auf dem roten Fluss durch die „trockene Halong Bucht“, so wird die Karstlandschaft auch genannt.

Durch Höhlen, vorbei an der Pagode im Wasser, werden wir 2 Stunden gerudert. Irgendwann greift fasst jeder zum Paddel und treibt das Boot voran. Der Massentourismus ist kaum zu übertreffen, so viele Boote  schippern auf dem Fluss herum. Da ist das Fotoshooting von dieser Schönheit doch vergebene Liebesmüh, wir passen denn orange Schwimmwesten im Hintergrund zum weinroten Kleid ?

Nach einigen Überlegungen haben wir uns entschieden nicht mehr mit der Gruppe zurück nach Hanoi zu fahren und steigen stattdessen in Tam Coc ab, touristisch aber wirklich mit Charme. Wir haben ein Häuschen mit eigener Terrasse und  Seeblick. Das war eine weise Entscheidung.

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