Tam Coc – Halong Bucht 09.01.26

Ich glaube es ist typisch deutsch, dass man dem ganzen Zeitablauf nicht traut. Um 7 Uhr soll morgen die Busfahrt bis zur Halong Bucht gehen und um 11 Uhr soll man schon beim Schiff sein.

Da das unsere teuerste Übernachtung aller Zeiten wird, wollen wir nichts riskieren und checken um 15 Uhr lieber aus und fahren mit dem Bus heute schon bis zu einem Hotel in der Halong Bucht. Da kann dann nichts anbrennen…

Doch zunächst bekommen wir am See ein köstliches Omelett und einen Früchteteller zum Frühstück serviert.

Eine halbe Runde um den See später haben wir uns mit frischem Bargeld und den Bustickets mit Abholservice von unserer Unterkunft eingedeckt.

Die Restzeit schlendern wir durch die Gegend und suchen nach der Filmkulisse von King Kong, denn die Drehorte waren hauptsächlich in Vietnam bei Tam Coc. Vielleicht auch dieser Felsen hier:

Ein kleiner Tempel ist auch noch in der Nähe

und diese typische Kulisse der Felsen mit See davor.

Um kurz vor 15 Uhr verabschieden wir uns von unserer Gastgeberin, bekommen den halben Übernachtungspreis zurück und kommen noch ins Gespräch. Vietnam, Kambodscha und Thailand haben einen Touristenknick erfahren, nach Taifun, Überschwemmungen und dem immer wieder aufkommenden Konflikt an der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha.

Auf meine Frage, ob es gerade hart für sie ist, meint sie nur „nein, warum wir haben ein gutes Leben, haben ein schönes Zuhause, jeden Tag zu essen und hier ist Frieden.“

Wir hätten bestimmt noch weiter geredet, aber da kam unser Abholservice um die Ecke gebraust, ein Rollerfahrer!  Mein Rucksack vorne eingeklemmt, Marcus Reisetasche hinten drauf und ab durch die Mitte ist er. Wir kennen das Spiel inzwischen und gehen dem Roller hinterher. Der taucht irgendwann wieder ohne Taschen bei uns auf und wir machen es einfach.

Ohne Helm sitzen zu dritt auf dem Roller und die kurze wilde Fahrt  bis zum Bootsanleger war doch sehr vergnüglich und in Deutschland kaum denkbar.

Bis zum Eintreffen des Busses spielt Marcus mit dem 69 Jahren alten Jeep rum, der tatsächlich noch fahrtüchtig sein soll.

Unsere Bustour soll 3 Stunden dauern und wir sind nur 3 Gäste an Bord. Aus der Fahrzeit werden 4 Stunden und der Bus hält an den unmöglichsten Punkten, nimmt Briefe und Pakete entgegen, lädt Farbeimer und Fliesen ein und aus und ständig kommen neue Leute dazu und steigen unterwegs wieder aus. Für 3 Leute hätte sich die Fahrt für den Bus, in dem 10 Leute Platz haben, auch nicht gelohnt.

Unser neues Hotel ist einfach -aber okay, man stelle sich vor 17 Euro für 2 Personen mit Frühstück.

Für das Abendessen gehen wir in das bestbewerteste Restaurant in der Nachbarschaft und bekommen das hier.

Von dem Essen erkennen wir nur den Reis auf Anhieb, die weißen Alieneier entpuppen sich als eingelegte weiße Auberginen, die vermeintlich grünen Algen ist Wasserspinat, vorne ist Tofu in Tomatensoße und dann noch Schweinerippchen.

Das war für unseren Gaumen sehr ungewöhnlich, aufgegessen haben wir aber so gut wie alles bei 8 Euro inklusive 2 Bier kann man schlecht was übrig lassen 😉.

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