Marble Mountains-Coconut Boat-Hoi An- Da Nang Drachenshow 16.01.26

Bei dem ganzen Stress haben wir unseren Hotelpool ganz außer acht gelassen, dabei sieht er so gut aus, …der Pool natürlich auch.

Um 11 Uhr holt uns Vu wieder ab und wir brausen zu den Marble Mountains. 5 Berge, die die 5 Elemente von Wasser, Feuer, Erde, Holz und Metall symbolisieren, die heilige Stätten sind, mit Pagoden, Tempeln und vielen Höhlen.

Zunächst kann man sich zwischen einem Aufzug und Treppensteigen entscheiden. Es ist heiß und wird zahlen den Aufpreis für den Lift, ein Glasaufzug mit 18 Leuten und man hat nur eine Sorge, lass mich in diesem Backofen nicht stecken bleiben.

Oben angekommen interessiert man sich ziemlich schnell für die Höhlen, denn hier geht ein angenehmer Luftzug und es ist kühl.

Die begehrteste Höhle ist die mit den zwei Lichteinfällen, bei richtigem Sonnenstand sieht das ganze wie ein Wasserfall aus. Wir haben als Unwissende auch zuerst den Wasserfall gesucht bis wir realisiert haben, dass das „weiße Wasser“ die Lichtkegel sind

Die Religionen haben sich hier auf den Bergen abgewechselt und die Höhlen haben sogar teilweise als Lazarett gedient.

Die fiesen Stufen zu solchen Sehenswürdigkeiten machen diese Besuche bei Hitze ein wenig unattraktiv, denn viele Besucher bleiben lieber im Schatten sitzen und lassen sich Obstsäfte reichen.

Im klimatisierten Auto von Vu fahren wir die Küstenstraße bis zu unserer Coconut-Boat Fahrt, eine kurzweilige Fahrt mit einem runden Bambusboot durch Mangrovenwald.

Was zunächst so heimlich bis romantisch anmutet ist kommerziell bis aufs I-Tüpfelchen durchorganisiert:

zuerst das Tourifoto, das alle Bootsunternehmen an ihren Stegen abrufen und verkaufen können,

der fingierte Fischer, der sein Netz nur für das Foto auswirft,

die Kreiselakrobaten, die ihr Boot gegen Bezahlung so schnell drehen, dass einem nur beim Zuschauen speiübel wird

und dann noch die großen Partyboote, die mit riesigen Lautsprechern Partymusik spielen und der Sänger den Refrain über Mikro mitgrölt.

Die Trinkgelder werden auf das nasse Paddel gelegt und kleben bis dahin super bis zum Besitzerwechsel.

Die halbe Stunde in der Nussschale war doch sehr amüsant und hat uns bunte Bilder beschert.

Es stimmt, was alle sagen, Hoi An ist einfach das schönste Städtchen Vietnams, zu verdanken hat Vietnam das ganze dem Architekten Kazimierz Kwiatkowski aus Polen, der die Restaurierung der Häuser vorangetrieben hat und Hoi An zum Weltkulturerbe hat aufsteigen lassen.

Hinzu kam noch eine geniale Erfindung, Hoi An war schon immer für seine Laternen bekannt, jedoch waren sie an Touristen schwer verkäuflich, denn wie transportiert man diese zerbrechlichen Schönheiten.

Der Erfinder hat an der faltbaren Laterne getüftelt und so ist der Verkauf zum Kinderspiel geworden, wie ein Fächer ist die Laterne nun zusammengedrückt und entwickelt ihren Zauber auch beim Aufbau zu Hause.

Wenn über Hoi An die Nacht reinbricht, ist man spätestens dem Charme der Stadt erliegen.

Ein Laternenmeer entsteht mit den vielen Booten, die die Touristen über ihren kleinen Fluss schippern.

Jeder kauft vorher eine Wunschblume aus Papier, die mit einer Kerze im Inneren, den Wunsch symbolisiert.

Überall schwimmen die leuchtenden Hoffnungen der Menschen auf dem Fluss … und versuchen, die Boote der anderen anzuzünden.

Die 3 Stunden, die wir für Hoi An eingeplant haben, vergehen wie im Fluge.

Gegen 19 Uhr fahren wir zurück nach Da Nang vorbei an den vielen Geisterhotels, die gebaut aber nie betrieben wurden, Corona wird oft als Grund genannt,warum es nicht funktioniert hat.

In Da Nang haben wir kaum noch Zeit für den Nachtmarkt, denn der Drache ist bereit für seine Show um 21 Uhr.

Hier gibt es echt Frösche und Krokodil zu kaufen, wir nehmen lieber zwei Bier und drängen mit auf die Brücke.

Wenige Minuten bevor es losgeht, sperrt die Polizei die Brücke und die Menschen verteilen sich blitzschnell ums Drachenmaul, im gebührenden Abstand natürlich.

Er öffnet sein Maul und die Flamme lodert erst und dann kommt der Feuerstoß.

Dreimal hat der Drache🐉höllisches Sodbrennen, danach muss er sich im Strahl übergeben. Das scheint der eigentliche Nervenkitzel zu sein. Die plötzliche Gewissheit, dass man nicht richtig steht und eine komplette Dusche Flusswasser abbekommt.

Ich stehe genau richtig, Vu hat meinen Standort gewählt und ich kann nur grinsen,denn ich habe vorher schon in Drachenblut gebadet.

Nach diesem ereignisreichen Tag, bin ich nur noch ins Bett gefallen. Den Blogbeitrag habe ich dann morgens vor dem Frühstück verfasst, aber das ist  eh egal, ihr schlaft ja noch in Deutschland.

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