Schön von weitem ist Lady Buddha auf der Halbinsel auszumachen. Sie überragt mit ihren 67 Metern auch alle anderen Tempel und Pagoden um sich herum.

Sie ist so ausgerichtet, dass sie den Blick aufs Meer und die Stadt hat. Vu unser Fahrer erzählt uns, dass viele Fischer, die sich in Seenot befanden, zu Lady Buddha gebetet haben und durch wundersame Weise gerettet wurden.

Die Vielzahl der Pagoden und Tempel rund um das Areal vereinigt verschiedene Glaubensrichtungen und ist gut besucht.

Trotz aller Religionen stehlen doch die quirligen Affen die Aufmerksamkeit der Besucher.

Inzwischen sind die Affen auf Touristen spezialisiert und beobachten genau, was in den Abfall geworfen wird..

ein nicht ganz aufgegessenes Eis wird in Windeseile aus dem Behälter gefischt und genüsslich auf einem Brunnen verspeist.

Aber was wirklich alle Sehenswürdigkeiten in den Schatten stellt, ist dieses Fellknäuel..

Eine Patchwork Familie von zwei Hundemamas, die ihren Nachwuchs kurz zusammen zurück gelassen haben.

Die dicht bewaldete Halbinsel ist inzwischen nur noch teilweise zu befahren, denn der sogenannte Monkey Mountain ist Heimat vieler Tiere, besonders schützenswert ist der seltene rotschenklige Kleideraffe, eine der schönsten Affenarten der Welt.

So eine Sichtung wird daher zur Seltenheit für Touristen, dafür nimmt die normale Affenpopulation aber erheblich zu.

Überall trifft man sie auf der Halbinsel und man sollte in ihrer Anwesenheit besser nichts zu essen in der Hand haben.
Mein frisch gekauftes Dampfbrötchen mit Wachteleiern und Gemüse wird zum Objekt der Begierde bei den Affen und ich verzieh mich ins Auto um ungestört essen zu können. Auf der anderen Straßenseite ist wildes Geschrei, eine Touristin hat sich doch glatt ihr Essen aus der Hand reißen lassen und nun sitzen die Affen auf dem Autodach und verspeisen ihr Lunch.
Auf der Rückfahrt zum Hotel kommen wir noch an einem Instagram Hotspot vorbei, kein Wunder, denn hier sieht es wirklich aus wie in Santorini.

Die meisten Vietnamesen haben nicht das Geld um nach Europa zu reisen, aber so tun als ob man da gewesen ist, geht mit dieser Kulisse schon irgendwie.

Der Schriftzug von der echten Örtlichkeit und die Hochhäuser im Hintergrund zeigen dann doch, es ist nicht das echte Griechenland.


Nachmittags joggt Marcus noch am Strand.

Abends geht es auf den Nachtmarkt

diesmal haben wir mehr Zeit und lassen uns zu einer Massage überreden. Danach kaufen wir ein paar Schnäppchen auf dem Markt und essen Schoko-Banane-Crepes.

Am Ende landen wir in der RooftopBar Nr. 1 und verfolgen die Drachenshow aus einer anderen Perspektive.

Ich habe kurz Bedenken, dass die vollbesetzte Dach-Bar einstürzen könnte, aber da die Show jedes Wochenende seit 2013 stattfindet, können wir uns wieder ganz dem Spektakel widmen.

