„Das Phnom Kulen-Gebirge liegt 30 Kilometer (19 Meilen) nördlich von Angkor Wat . Sein Name bedeutet „Berg der Litschis “. Auf dem Gipfel des Gebirges befindet sich eine heilige Stätte.

In der Nähe dieser Berge liegt Preah Ang Thom , ein buddhistisches Kloster aus dem 16. Jahrhundert, das für seinen riesigen liegenden Buddha bekannt ist , den größten des Landes. „

Wikipedia erklärt unsere heutige Tour so, außer dass unser Wasserfall noch fehlt.
Marcus legt für heute direkt mal das Motto fest : „die Coolen fahren nach Kuhlen!“ und so benimmt er sich auch. Letzte Reihe im Bus reserviert er für uns, wie ein Schulklässler auf Klassenfahrt.
Die Strecke bis zum Nationalpark ist Kilometer mäßig nicht so weit, aber die 40 km geht es ganz schön lange über holprige Rotsandspisten.
Auf der Fahrt sehe ich einen schmucken Karnevalswagen mit Kolonne und beim Aussprechen schwant mir schon : Falsches Land, andere Tradition!“
Marcus vorwurfsvoller und zugleich amüsierter Blick sagt schon alles: “ das ist ne Beerdigung, das schreibst du in den Blog mit deinem Karnevalswagen!“

Unser erster Stopp sind die Klippen, auf den man richtig coole Fotos machen kann, also wenn man so cool ist wie ich.

Marcus verzieht sich lieber vor Scham in das Loch in den Felsen, das scheint ihm ungefährlicher.

Unser Guide meint, die Höhle ist der ideale Ort, um ein Gruppenfoto mit unseren Mitreisenden zu machen.

Ein wenig weiter gibt es einen Fluss, in dessen Bachbett unzählige Steinplatten mit großen Einkerbungen verbaut wurden. Da man mit dem Zählen dieser Platten dauernd durcheinander kam, hat man die Anzahl einfach auf 1.000 Lingas deklariert. Mit dieser Konstruktion konnte das Wasser von der Quelle direkt gesegnet werden und ist eine religiöse Arbeit zur Preisung von Shiva.

Die Quelle ist auch nicht weit. Aus einem Sanduntergrund blubbert das Wasser gespenstisch an die Oberfläche. Man kann das Blubbern durch Stampfen und Klatschen vergrößern. Die Tiefe der Quelle konnte man auch mit dem Nachstochern mit mehreren Bambusstangen nicht ermitteln.

Der Tempel, den wir nun besichtigen, verwirrt mich total, rechts die Hinduisten, links die Buddhisten mit dem riesigen Buddha.

Da ist es auch fast egal, dass Marcus wie ein Irrer dreimal auf den Gong haut, damit auch ja sein Wunsch in Erfüllung geht. Die Beule war aber schon vorher drin.

Nach dem Mittagessen kommt dann der Höhepunkt des Tages, der Wasserfall.

Wir müssen ein paar Treppenstufen hinuntersteigen, um den Badebereich zu betreten. Hier ist alles clever aufgebaut, Stahlkisten als Schließfächer 1 Dollar, Bretterbuden mit Kunstrasen ausgelegt als provisorische Umkleiden für 1/2 Dollar, Foto vom Fotografen pro Stück 1 Dollar.

Wir leisten uns alles, allerdings muss Marcus bei der Titanic Pose so lachen, dass ich vor Schreck meinen Bauch nicht mehr in Haltung bekomme, mag vielleicht auch das sogenannte „food- Baby“ gewesen sein.

Mir hat es aber schon gefallen, nach so vielen Jahren noch mal auf Händen getragen zu werden.

Wir runden den Tag noch mit einer Massage ab, so kann man entspannt einschlafen, müsste man nicht noch den heutigen Beitrag schreiben.
