Zuerst muss mal wieder der organisatorische Kram gemacht werden: Wäsche in die Wäscherei bringen, Geld abholen, neue Zahnpasta kaufen und eine private Fahrt ins Mekong Delta buchen.

Wir haben echt lange überlegt wie wir das mit der Weiterreise machen, zurück nach Ho Chi Minh mit dem Schlafbus, dann übernachten, am nächsten Tag weiter…aber so richtig Sinn hat das alles nicht gemacht. Ich habe dann den privatenTransport mit 100 US Dollar bezahlt. Morgen werden wir von einem Fahrer ca. 4-5 Stunden, genau 266 km von einer Hoteltür zur nächsten gefaren. Coole Sache.
Heute ist also ein normaler Urlaubstag, wir drehen eine Runde durch den Hotelgarten und füttern die Hasen.

Dann springen wir kurz in unseren Hotelpool und gehen dann noch an den Strand.

Obwohl der Strand feinsandig und goldbraun ist, ist er nicht ideal für einen träumerischen Strandspaziergang, denn dauernd muss man auf die Drachen aufpassen. Entweder liegen die Seile am Boden oder ein Kitesurfer landet bzw. startet gerade mit seinem Drachen.

Wir chillen in der Beachbar und schauen dem Drachentreiben lieber von weitem zu.

Zurück zum Hotel machen wir ein Wettrennen, wer zuerst wieder am Hotel ist. Marcus bestellt per App den Rollerfahrer und ich verhandele mit seinem Kumpel. Los geht’s, mein Fahrer ist voll auf Kurs und braust mit mir an allen vorbei und ich bin zuerst am Hotel, Marcus kommt mit der Ausrede, es lag am Helm. Der passte nicht über seinen Hut. Wir geben den beiden gutes Trinkgeld und bestellen dann wieder den nächsten Transport zum Bach.

Diesmal ist kaum noch was los, Nana die Schlange gähnt, die Stühle werden hochgestellt und ein Verkäufer bietet uns im Tran Durian zum Kauf an und merkt dann selbst, welcher Tourist kauft schon eine Kotzfrucht.

Diesmal haben wir Zeit und gehen weiter im Bachbett, am Schuh-Friedhof vorbei, also ich. Marcus achtet nicht auf die Zeichen: viele Paare von Schuhen würden auf freiwilliges Ausziehen hindeuten, vermutlich Wellness, bei zahlreichen einzelnen Schuhen kann man direkt von einer Gefahr ausgehen. Mit einem lauten Schmatzer verschlingt die Matsche Marcus Füße samt Crocs bis zum Knie.

Er kämpft noch rechtzeitig um seinen Schuh, während viele andere das wohl aufgegeben hatten und ihren zweiten auf dem Felsklotz zurückgelassen hatten, was will man auch nur mit einem Treter?
Bis zum Ende der Schlucht mit Wasserfall ist es nicht mehr weit.

Diesmal verlassen wir die Schlucht am Wasserfall,

( es gibt einen Ausstieg mit Treppe) und von der Oberkante können wir den roten Canyon fotografieren. Leider scheint die Abendsonne aus der falschen Richtung, also leider Canyon im Schatten.

Vor unserem Hotel ist ein Massagesalon, gefühlt stehen da immer hundert Paar Schuhe davor. Kein Wunder, es gibt eine einstündige Ganzkörper Massage zum Schnäppchenpreis von 5,50 Euro.
Mir tut jetzt noch alles weh vom festen Zupacken der Minihände. Gleich heißt es wieder Tasche packen für die Weiterreise.
