Das war eine sehr schweigsame 4,5 Stunden Fahrt bis ins Mekong Delta. Schon schwierig, wenn der Fahrer kein Englisch spricht und man nur mit der ÜbersetzungsApp kommunizieren kann. Das geht dann natürlich auch nur, wenn wir mal Pause machen, denn hier Auto zu fahren, verlangt Höchstkonzentration und man kann sich als Fahrer nicht noch mit seinen Gästen über eine App unterhalten.
Wir kommen also um 15 Uhr an dem geilen 5 Sterne Bunker an und ich habe die Club Suite gemietet mit mega Aussicht.



Die Freude hält so lange bis einem die Temperaturen in der Suite bewusst werden. Die Sonne steht auf der kompletten Fensterfront und macht den Raum zu einem Brutkasten. Ohne Klimaanlage geht hier gar nichts.
Beim Anschalten legt sich das Gerät so ins Zeug, dass man im Bett denkt man ist in ein Sturmtief geraten, alle Versuche das Gebläse etwas zu dämpfen sind fehlgeschlagen… Handtuch davor gehängt, Regenschirm aufgespannt, Sessel davor geschoben, …es bleibt bei der Wahl zwischen zufrierender Hölle oder dem Brennglas.
Wir wechseln das Zimmer und haben jetzt eine 2 Zimmer Wohnung, die ist auch irgendwie gemütlicher und kühler.



Abends suchen wir nach einem Fahrradverleih, das gestaltet sich aber schwierig. Ben Tre ist kein Touristenort, wir fallen auf wie bunte Hunde.

Restaurants gibt es hier auch keine, zumindest nicht mit einer anderen Auswahl außer Pho Suppe. Im Supermarkt kaufen wir Haferflocken und Milch, das erinnert an Zuhause.

Auf dem Nachtmarkt kaufe ich noch zwei Äpfel und zwei „na wer weiß es ?“

Ich wollte eigentlich eine Mango für Marcus, aber die waren alle knallhart und so wurden mir die unbekannten Früchte angeboten.
Mit Google ist das natürlich kein Problem herauszufinden, dass es sich um einen Zimtapfel, auch Rahmapfel, Süßsack, Zuckerapfel oder Rahm-Annone handelt.
Schmeckt wie eine Kreuzung aus Mango und Litschie, die schwarzen Kerne muss man aber ausspucken, vermute ich mal. Morgen probieren wir mal die haarige Frucht.
