Rund um Angkor 21.01.26

Gebt uns mehr Tempel, wir haben schließlich den 3 Tages Pass für 62 US Dollar!

Die große Tempelrunde ist schon anders, weniger Touristen und mystische Tempel. Der erste Tempel versprüht direkt Atmosphäre…lange Jungle- Allee, Wassergraben drumherum und ein Entree mit Schlangengeländer, willkommen beim Preah Khan Tempel.

In diesem Tempel gibt schier endlose Gänge, die man glatt für einen Spiegel hält.

Selbst der Hund hat Ehrfurcht und posiert wie eine Sphinx.

Tempel Nr. 2 Neak Poan Tempel  ist eigentlich gar kein Tempel, sondern ein Krankenhaus, das man über einen Holzsteg erreicht. Der vorgelagerte See ist mit verblühten Lotusblumen

übersät und ist trotzdem ein Hingucker.

Das Krankenhaus liegt in der Mitte, umgeben von Wasser. Aus vier Speiern wird das Wasser symbolisch zum Haupttempel transportiert. Das Krankenhaus brauchte allein das besondere Wasser des Sees, denn ihm wurde heilende Wirkung zugesprochen.

Bei einem ersten Blick auf die Tiergestalten im Wasser vor dem Krankenhaus Tempel wird mir klar, warum man Nessie in Schottland nie mehr gesichtet hat. Es ist hier zu Stein geworden…so meine Vermutung.

Marcus KI Beschreibung zur Örtlichkeit erzählt jedoch von dem auffälligen fliegenden Pferd. Ach wer weiß schon, ob das wirklich stimmt.

Nächster Tempel Ta Som Tempel, dieser verspricht zunächst viel, aber man wird echt enttäuscht. Ein Feigenbaum hatte seine Wurzeln so um das Haupttor geschlungen, dass das arme Tor dem absterbendem Baum kaum noch Stand halten konnte.

COVID macht die Entscheidung leicht, die Wurzeln vom Gemäuer zu entfernen, es kam ja eh niemand vorbei. Heute sind die Besucher dann enttäuscht und die letzten Fotos von dem Wurzeltor steigen immer weiter im Preis.

Schön sind solche Dschungel Tempel trotzdem.

East Mebon, auch der Elefantentempel genannt, hat 8 steinerne Elefanten vorzuweisen, die noch sehr gut erhalten sind.

Immer eine neue Facette bei den Tempeln.

Banteay Samre Tempel, wird auch das Mini Angkor Wat genannt, da dieser Tempel ebenfalls diese besondere Lotusknospen Form hat.

Besonders gut wird ein Foto dieses Tempels mit den Mönchen in ihren orangen Roben.

Marcus gefällt mir noch besser .

Wir haben später beim Einstellen des Beitrages Probleme die vielen Tempel wieder auseinander zu halten.

Unser letzter Tempel ist der Pre Rup Tempel und die untergehende Sonne lässt ihn rot aufglühen.

Perfekt für eine Fotosession.

Hmm, ich glaube ich sehe inzwischen doppelt.

Waren auch echt viele Tempel heute.

Schön war’s, oder Marcus ?

Kulen Nationalpark 20.01.26

„Das Phnom Kulen-Gebirge liegt 30 Kilometer (19 Meilen) nördlich von Angkor Wat . Sein Name bedeutet „Berg der Litschis “.  Auf dem Gipfel des Gebirges befindet sich eine heilige Stätte.



In der Nähe dieser Berge liegt Preah Ang Thom , ein buddhistisches Kloster aus dem 16. Jahrhundert, das für seinen riesigen liegenden Buddha bekannt ist , den größten des Landes. „

Wikipedia erklärt unsere heutige Tour so, außer dass unser Wasserfall noch fehlt.

Marcus legt für heute direkt mal das Motto fest : „die Coolen fahren nach Kuhlen!“ und so benimmt er sich auch. Letzte Reihe im Bus reserviert er für uns, wie ein Schulklässler auf Klassenfahrt.

Die Strecke bis zum Nationalpark ist Kilometer mäßig nicht so weit, aber die 40 km geht es ganz schön lange über holprige Rotsandspisten.

Auf der Fahrt sehe ich einen schmucken Karnevalswagen mit Kolonne und beim Aussprechen schwant mir schon : Falsches Land, andere Tradition!“

Marcus vorwurfsvoller und zugleich amüsierter Blick sagt schon alles: “ das ist ne Beerdigung, das schreibst du in den Blog mit deinem Karnevalswagen!“

Unser erster Stopp sind die Klippen, auf den man richtig coole Fotos machen kann, also wenn man so cool ist wie ich.

Marcus verzieht sich lieber vor Scham in das Loch in den Felsen, das scheint ihm ungefährlicher.

Unser Guide meint, die Höhle ist der ideale Ort, um ein Gruppenfoto mit unseren Mitreisenden zu machen.

Ein wenig weiter gibt es einen Fluss, in dessen Bachbett unzählige Steinplatten mit großen Einkerbungen verbaut wurden. Da man mit dem Zählen dieser Platten dauernd durcheinander kam, hat man die Anzahl einfach auf 1.000 Lingas deklariert. Mit dieser Konstruktion konnte das Wasser von der Quelle direkt gesegnet werden und ist eine religiöse Arbeit zur Preisung von Shiva.

Die Quelle ist auch nicht weit. Aus einem Sanduntergrund blubbert das Wasser gespenstisch an die Oberfläche. Man kann das Blubbern durch Stampfen und Klatschen vergrößern. Die Tiefe der Quelle konnte man auch mit dem Nachstochern mit mehreren Bambusstangen nicht ermitteln.

Der Tempel, den wir nun besichtigen, verwirrt mich total, rechts die Hinduisten, links die Buddhisten mit dem riesigen Buddha.

Da ist es auch fast egal, dass Marcus wie ein Irrer dreimal auf den Gong haut, damit auch ja sein Wunsch in Erfüllung geht. Die Beule war aber schon vorher drin.

Nach dem Mittagessen kommt dann der Höhepunkt des Tages, der Wasserfall.

Wir müssen ein paar Treppenstufen hinuntersteigen, um den Badebereich zu betreten. Hier ist alles clever aufgebaut, Stahlkisten als Schließfächer 1 Dollar, Bretterbuden mit Kunstrasen ausgelegt als provisorische Umkleiden für 1/2 Dollar, Foto vom Fotografen pro Stück 1 Dollar.

Wir leisten uns alles, allerdings muss Marcus bei der Titanic Pose so lachen, dass ich vor Schreck meinen Bauch nicht mehr in Haltung bekomme, mag vielleicht auch das sogenannte „food- Baby“ gewesen sein.

Mir hat es aber schon gefallen, nach so vielen Jahren noch mal auf Händen getragen zu werden.

Wir runden den Tag noch mit einer Massage ab, so kann man entspannt einschlafen, müsste man nicht noch den heutigen Beitrag schreiben.

Angkor Wat 19.01.26

Für den heutigen Beitrag muss ich weiter ausholen…

Als ich 2003 in die Hundertschaft gewechselt habe, fühlte ich mich wunderbar aufgenommen. Knapp 4 Wochen später lag ich mit einem fiesen Schienbeinkopfbruch im Krankenhaus. Wir hatten einen Parcours gemacht und dazu gehört ein Sprung von einer 3 m hohen Mauer. Schon bei meinem Aufprall wusste ich, hier stehst du nicht mehr von alleine auf…Nach einer Odyssee bei den Krankenhäuser Anfragen, erheulte ich mir am Telefon einen Platz in der Uniklinik Bonn, nachdem ich 6 Tage mit dem Bruch zu Hause entweder auf meinen  Pflanzenrollern (Marcus Superidee)  durch die Wohnung manövrierte oder neben Marcus mit dem Bein in einer Beinschale im Bett lag.

Die OP verlief gut, die Heilung mit Platte, Schrauben, eigener Knochenunterfütterung aus dem Becken, konnte ich nach 3 Monaten wieder einen Bürojob machen. Mein Chef unterstellte mich Achim, der die Einführungsfortbildung für die neuen Polizisten leitete. Achim’s Spitzname war Admiral, aus “ the Dinner for one“, aber er machte auch so seinem Namen alle Ehre. Kerzengerade stand er immer da, wenn er Anweisungen gab oder Vorträge hielt.Ich dachte bei seiner Erscheinung immer ich müsste salutieren.

Aus dem anfänglichen unnahbaren Vorgesetzten wurde Achim bald zu einem super Kollegen und echten Freund für mich. Sein Geschichtswissen war grenzenlos, ihn als Joker bei : wer wird Millionär? zu haben, wäre der garantierte Gewinn.

Eines Tages fragte ich ihn was denn sein Traumziel wäre und er antwortet: Angkor Wat!

Wat ? Ich hatte zu dem Zeitpunkt keinen Schimmer, was er meinte. Nach einer kurzen Rüge zeigte er mir die Aufnahmen der Tempel auf dem Rechner und erklärt mir, dass man ein erfolgreiches Computerspiel mit einer Frau ( Tomb Raider) verfilmt hat. Die Szenerie mit Angelina Jolie wie sie durch die Tempel flitzt und kämpft kam mir dann doch in Erinnerung.

Achim tippte wieder auf den Bildschirm mit den Tempeln und sprach eher zu sich selbst: “ Ja da würde ich gerne noch  hin in meinem Leben!“

Die Jahre vergingen und Achims Wünsche verschoben sich. Seine beiden Kinder machten nach der Schule ihre beruflichen Werdegänge und er berichtete immer mit Stolz geschwellter Brust von ihren Erfolgen.

Dann kamen die Schicksalsschläge, seine Frau verstarb an Lungenkrebs, die er nicht nur liebte sondern schon vergötterte. Kurz vor der Europameisterschaft bekam Achim selbst die Krebsdiagnose. Zu mir sagte er nur : “ ich will nur noch meine Pension erleben, das ist mein einziges Ziel !“ aber selbst dazu kam es nicht.

Achim verstarb letztes Jahr und hinterließ nicht nur seine untröstlichen Kinder sondern auch seine tief bestürzte Polizeifamilie.

Diesen Tag heute widme ich dir, Achim! Dein Wunsch soll noch in Erfüllung gehen durch meine Augen. Es ist meine Art Abschied von dir zu nehmen und dich somit immer in liebevoller Erinnerung zu behalten.

Hier kommt Angkor Wat…

Mit einem Tuk Tuk wird man den ganzen Tag über das riesige Gelände kutschiert, denn zu Fuß kann man die Distanzen zwischen den einzelnen Tempeln nicht zurücklegen.

Die größte Tempelanlage der Welt ist 200 km2 groß und hat 1000 Tempel vorzuweisen.

Für heute haben wir nur die kleine Tour gebucht, mit 6 Tempeln… für den bekanntesten hier, der der Inbegriff von Kambodscha.  Für die Besichtigung haben wir allein 2 Stunden gebraucht und einen Fotografen engagiert.

Heute ist laut den Guides nicht viel los und nicht viel los, sieht so aus.

Nächster Tempel Nr. 2 mit schönem Eingang und einem zufriedenen Gesicht. „Banteay Kde“

Der Tomb Raider Tempel  3 mit den vielen Wurzeln.

Der richtige Name ist Ta Prohm

Das ist so unbeschreiblich hier, wie wurde damals die Tempelanlage beschrieben…kein Stift und keine Worte können dieses Wunder wirklich erklären.

Die Wurzeln haben sich so der Steine bemächtigt, dass man nur staunen kann.

Tempel 4 Ta Keo mit seinen vielen Treppen

Der Tempel 5 mit den vielen Gesichtern „Bayon“

Dieser Tempel wird leider von vielen Fledermäusen in Beschlag genommen und sie verätzen mit ihren Exkrementen die Bausubstanz.

Der Sunset Tempel Nr.6 Phnom Bakheng, auf dessen Berg wir auch hochkraxeln.

Den Sonnenuntergang hier zu sehen, ist eher eine fotografische Herausforderung, denn entweder sind die Baukräne für die Restaurierung im Weg oder die Touristen.

Okay nehmen wir das Foto mit dem Mönch, der in der digitalen Welt angekommen zu sein scheint.

Der heutige Sonnenuntergang ist heute eh nicht wirklich spektakulär, trotzdem haben sich die Massen hier hoch gequält.

Mein großer Dank für den heutigen Tag geht an Achim, der mir Angkor Wat als Sehnsuchtsort so schmackhaft gemacht hat, dass ich auch dort hin wollte. Der zweite Dank geht an Marcus, der Ehemann, der einfach immer mitkommt, egal wo es hingeht.

Da Nang – Siem Reap 18.01.26

Schon schön morgens von der Sonne wachgeküsst zu werden

und auf dem Balkon schauen, was Da Nang so macht.

Es beginnt wie ein normaler Urlaubstag, Frühstück, Strand, baden im Meer.

Wir haben unsere kleine neue Drohne dabei und versuchen gute Sequenzen einzufangen. Die kleine Neo startet aus der Hand, spult ein vorgegebenes Programm ab oder folgt einem wie ein Hund. Ein faszinierendes  Gerät. Bei den Probeflügen zu Hause meinte ein Jogger: “ die ist aber zahm!“ als sie auf meiner Hand landete.

Nach dem Bad im Meer, ist mal wieder Zeit für Haare waschen und Füße massieren und dann steht auch schon Vu wieder auf der Matte und holt uns ab.

Ein letztes Mal ist er unser Fahrer, wir hätten ihn gerne behalten.

520 km weiter und eine Stunde Flugzeit später, landen wir in Siem Reap. Kambodscha empfängt uns bei 32  Grad, nimmt uns 60 US Dollar ab und schickt uns unser Visum als Email. So eine schnelle und unkomplizierte Einreise haben wir noch nie erlebt.

Unser Fahrer vom Hotel steht bereit und fährt uns in einer Stunde zum Hotel.  Woran müssen wir uns jetzt gewöhnen? Zuerst an zwei neue Währungen:  US Dollar und kambodschanische Riel, allerdings wird hier alles oft nur in Dollar ausgezeichnet. Wenn man mit Dollar bezahlt, bekommt man einen Mix aus Dollar und Riel zurück und ist völlig überfordert mit dem Kopfrechnen. Eigentlich sollte es einem auch egal sein. 4 Bier, 2 Abendessen ( nicht scharf und ohne Knoblauch), zum Nachtisch frischer Fruchtsalat mit Joghurt für 11 Dollar mit Trinkgeld.

Neben unserem Hotel lauert uns Hai auf und  bietet sich als unser Tuk Tuk Fahrer für morgen an. Ich glaube er hatte uns schon bei seinem Lächeln und seiner Geduld uns alles zu erklären.

Wir sind also morgen mit einem Hai in der Tempelanlage, die Weltkulturerbe und der Anziehungspunkt von Kambodscha ist.

Da Nang- Halbinsel Son Tra- Lady Buddha- Nightmarket – 17.01.26

Schön von weitem ist Lady Buddha auf der Halbinsel auszumachen. Sie überragt mit ihren 67 Metern auch alle anderen Tempel und Pagoden um sich herum.

Sie ist so ausgerichtet, dass sie den Blick aufs Meer und die Stadt hat. Vu unser Fahrer erzählt uns, dass viele Fischer, die sich in Seenot befanden, zu Lady Buddha gebetet haben und durch wundersame Weise gerettet wurden.

Die Vielzahl der Pagoden und Tempel rund um das Areal vereinigt verschiedene Glaubensrichtungen und ist gut besucht.

Trotz aller Religionen stehlen doch die quirligen Affen die Aufmerksamkeit der Besucher.

Inzwischen sind die Affen auf Touristen spezialisiert und beobachten genau, was in den Abfall geworfen wird..

ein nicht ganz aufgegessenes Eis wird in Windeseile aus dem Behälter gefischt und genüsslich auf einem Brunnen verspeist.

Aber was wirklich alle Sehenswürdigkeiten in den Schatten stellt, ist dieses Fellknäuel..

Eine Patchwork Familie von zwei Hundemamas, die ihren Nachwuchs kurz zusammen zurück gelassen haben.

Die dicht bewaldete Halbinsel ist inzwischen nur noch teilweise zu befahren, denn der sogenannte Monkey Mountain ist Heimat vieler Tiere, besonders schützenswert ist der seltene rotschenklige  Kleideraffe, eine der schönsten Affenarten der Welt.

So eine Sichtung wird daher zur Seltenheit für Touristen, dafür nimmt die normale Affenpopulation aber erheblich zu.

Überall trifft man sie auf der Halbinsel und man sollte in ihrer Anwesenheit besser nichts zu essen in der Hand haben.

Mein frisch gekauftes Dampfbrötchen mit Wachteleiern und Gemüse wird zum Objekt der Begierde bei den Affen und ich verzieh mich ins Auto um ungestört essen zu können. Auf der anderen Straßenseite ist wildes Geschrei, eine Touristin hat sich doch glatt ihr Essen aus der Hand reißen lassen und nun sitzen die Affen auf dem Autodach und verspeisen ihr Lunch.

Auf der Rückfahrt zum Hotel kommen wir noch an einem Instagram Hotspot vorbei, kein Wunder, denn hier sieht es wirklich aus wie in Santorini.

Die meisten Vietnamesen haben nicht das Geld um nach Europa zu reisen, aber so tun als ob man da gewesen ist, geht mit dieser Kulisse schon irgendwie.

Der Schriftzug von der echten Örtlichkeit und die Hochhäuser im Hintergrund zeigen dann doch, es ist nicht das echte Griechenland.

Nachmittags joggt Marcus noch am Strand.

Abends geht es auf den Nachtmarkt

diesmal haben wir mehr Zeit und lassen uns zu einer Massage überreden. Danach kaufen wir ein paar Schnäppchen auf dem Markt und essen Schoko-Banane-Crepes.

Am Ende landen wir in der RooftopBar Nr. 1 und verfolgen die Drachenshow aus einer anderen Perspektive.

Ich habe kurz Bedenken, dass die vollbesetzte Dach-Bar einstürzen könnte, aber da die Show jedes Wochenende seit 2013 stattfindet, können wir uns wieder ganz dem Spektakel widmen.

Marble Mountains-Coconut Boat-Hoi An- Da Nang Drachenshow 16.01.26

Bei dem ganzen Stress haben wir unseren Hotelpool ganz außer acht gelassen, dabei sieht er so gut aus, …der Pool natürlich auch.

Um 11 Uhr holt uns Vu wieder ab und wir brausen zu den Marble Mountains. 5 Berge, die die 5 Elemente von Wasser, Feuer, Erde, Holz und Metall symbolisieren, die heilige Stätten sind, mit Pagoden, Tempeln und vielen Höhlen.

Zunächst kann man sich zwischen einem Aufzug und Treppensteigen entscheiden. Es ist heiß und wird zahlen den Aufpreis für den Lift, ein Glasaufzug mit 18 Leuten und man hat nur eine Sorge, lass mich in diesem Backofen nicht stecken bleiben.

Oben angekommen interessiert man sich ziemlich schnell für die Höhlen, denn hier geht ein angenehmer Luftzug und es ist kühl.

Die begehrteste Höhle ist die mit den zwei Lichteinfällen, bei richtigem Sonnenstand sieht das ganze wie ein Wasserfall aus. Wir haben als Unwissende auch zuerst den Wasserfall gesucht bis wir realisiert haben, dass das „weiße Wasser“ die Lichtkegel sind

Die Religionen haben sich hier auf den Bergen abgewechselt und die Höhlen haben sogar teilweise als Lazarett gedient.

Die fiesen Stufen zu solchen Sehenswürdigkeiten machen diese Besuche bei Hitze ein wenig unattraktiv, denn viele Besucher bleiben lieber im Schatten sitzen und lassen sich Obstsäfte reichen.

Im klimatisierten Auto von Vu fahren wir die Küstenstraße bis zu unserer Coconut-Boat Fahrt, eine kurzweilige Fahrt mit einem runden Bambusboot durch Mangrovenwald.

Was zunächst so heimlich bis romantisch anmutet ist kommerziell bis aufs I-Tüpfelchen durchorganisiert:

zuerst das Tourifoto, das alle Bootsunternehmen an ihren Stegen abrufen und verkaufen können,

der fingierte Fischer, der sein Netz nur für das Foto auswirft,

die Kreiselakrobaten, die ihr Boot gegen Bezahlung so schnell drehen, dass einem nur beim Zuschauen speiübel wird

und dann noch die großen Partyboote, die mit riesigen Lautsprechern Partymusik spielen und der Sänger den Refrain über Mikro mitgrölt.

Die Trinkgelder werden auf das nasse Paddel gelegt und kleben bis dahin super bis zum Besitzerwechsel.

Die halbe Stunde in der Nussschale war doch sehr amüsant und hat uns bunte Bilder beschert.

Es stimmt, was alle sagen, Hoi An ist einfach das schönste Städtchen Vietnams, zu verdanken hat Vietnam das ganze dem Architekten Kazimierz Kwiatkowski aus Polen, der die Restaurierung der Häuser vorangetrieben hat und Hoi An zum Weltkulturerbe hat aufsteigen lassen.

Hinzu kam noch eine geniale Erfindung, Hoi An war schon immer für seine Laternen bekannt, jedoch waren sie an Touristen schwer verkäuflich, denn wie transportiert man diese zerbrechlichen Schönheiten.

Der Erfinder hat an der faltbaren Laterne getüftelt und so ist der Verkauf zum Kinderspiel geworden, wie ein Fächer ist die Laterne nun zusammengedrückt und entwickelt ihren Zauber auch beim Aufbau zu Hause.

Wenn über Hoi An die Nacht reinbricht, ist man spätestens dem Charme der Stadt erliegen.

Ein Laternenmeer entsteht mit den vielen Booten, die die Touristen über ihren kleinen Fluss schippern.

Jeder kauft vorher eine Wunschblume aus Papier, die mit einer Kerze im Inneren, den Wunsch symbolisiert.

Überall schwimmen die leuchtenden Hoffnungen der Menschen auf dem Fluss … und versuchen, die Boote der anderen anzuzünden.

Die 3 Stunden, die wir für Hoi An eingeplant haben, vergehen wie im Fluge.

Gegen 19 Uhr fahren wir zurück nach Da Nang vorbei an den vielen Geisterhotels, die gebaut aber nie betrieben wurden, Corona wird oft als Grund genannt,warum es nicht funktioniert hat.

In Da Nang haben wir kaum noch Zeit für den Nachtmarkt, denn der Drache ist bereit für seine Show um 21 Uhr.

Hier gibt es echt Frösche und Krokodil zu kaufen, wir nehmen lieber zwei Bier und drängen mit auf die Brücke.

Wenige Minuten bevor es losgeht, sperrt die Polizei die Brücke und die Menschen verteilen sich blitzschnell ums Drachenmaul, im gebührenden Abstand natürlich.

Er öffnet sein Maul und die Flamme lodert erst und dann kommt der Feuerstoß.

Dreimal hat der Drache🐉höllisches Sodbrennen, danach muss er sich im Strahl übergeben. Das scheint der eigentliche Nervenkitzel zu sein. Die plötzliche Gewissheit, dass man nicht richtig steht und eine komplette Dusche Flusswasser abbekommt.

Ich stehe genau richtig, Vu hat meinen Standort gewählt und ich kann nur grinsen,denn ich habe vorher schon in Drachenblut gebadet.

Nach diesem ereignisreichen Tag, bin ich nur noch ins Bett gefallen. Den Blogbeitrag habe ich dann morgens vor dem Frühstück verfasst, aber das ist  eh egal, ihr schlaft ja noch in Deutschland.

Ba Na Hills 15.01.26

Wir bekommen vom Hotel Vu empfohlen, einen Englisch sprechenden Fahrer. Der 25 jährige liebt es Touristen durch Da Nang zu fahren und dabei seine Sprachkenntnisse zu verbessern.

Unser Ziel ist heute die Ba Na Hills, eine bunte Fantasiewelt mit Märchenschlössern,

Buddha Tempeln, Jurrasic Parc, 3 D und 4 D Kinos, Shows und ein paar Fahrgeschäften. Richtig berühmt ist der Berg allerdings erst mit seiner Brücke geworden.

Ein Instagram Hype ist entstanden und ich bin diesem Hype vor unserer Reise auch verfallen. Ich will ein Foto von der Golden Bridge, die von den riesigen Händen gehalten wird.

Vu weist uns ein und erklärt uns mit welcher der 4 Seilbahnen wir am besten hochfahren und welches Paket man am besten bucht. Bevor es losgeht, haben wir schon das Buffet und das VIP Ticket mitbezahlt, damit haben wir jetzt die Erlaubnis uns bei Fahrten, Shows und Kinos vorzudrängeln.

Mit der Seilbahn geht es über einen Wasserfall, in der Ferne in den Wolken kann man die Hände schon ausmachen.

Oben angekommen, bahnen wir uns den Weg zur Brücke und nehmen dafür die QuerSeilbahn, vorbei an einem der Schlösser, die auch als Nobelhotels ausgestattet sind.

Und da ist sie, im schönsten Sonnenschein und Schäfchenwolken, super für eine Fotosession, wären da nicht die anderen Menschen.

Aber der Andrang ist noch erträglich, da gibt es ganz andere Bilder im Internet.

Das Buffet ist eine Massenabfertigung sondergleichen, viel Essen, sehr viel und wenn man den Teller endlich voll hat, ist es am Tisch angekommen kalt.

Im Eintrittspreis ist ein Gutschein für 2 Bier enthalten, wenn man sich die Travestie Show anschaut. Marcus hat die beiden Biere schon intus und ist bereit für ein Foto mit den Ladyboys aus Thailand.

Schon sehr anrüchig die Show, daher also das Mindestalter von 18 Jahren.

Marcus hat wohl am besten die Schildkröte gefallen, denn von ihr kommt er gar nicht mehr los.

So einen Tag muss man erst einmal sacken lassen und morgen noch einmal neu überlegen, ob er gut oder so lala war. Auf jeden Fall zu viel von Allem. Und die bauen noch aus…

Ich kann aber heute schon sagen, dass ich so happy bin mit den Fotos von der goldenen Brücke.

Da Nang 14.01.26

Marcus steht nicht auf, ihm geht’s nicht gut, also bleibt alles an mir hängen: ich frühstücke allein, lass die App auf vietnamesisch fragen, ob ich Müsli mit Banane für meinen kranken Ehemann aufs Zimmer nehmen darf ( was natürlich bejaht wird), unsere Schmutzwäsche zur Wäscherei bringen und nach der Abgabe des Rucksackes feststellen, dass im Rucksack auch meine 310 US Dollar in einem Portemonnaie sind….

Alte Regel: „mindest 90 % aller Menschen sind gut und Regel Nr. 2 Marcus nicht von einem möglichen  Faupax erzählen, das regt ihn nur auf!“

Um 9:30 Uhr gehen wir dann doch zusammen vor die Tür und machen einen Strandspaziergang.

Nicht viel los hier, an den Kilometer langen feinsandigen Stränden.

Von einem Taxi lassen wir uns zu einem Miniaturpark fahren und bei mir kommen doch glatt Erinnerungen an Südafrika hoch, als ich Jessica, das echte Hippo geküsst habe.

Verrückte kleine Ausstellung ist das hier…

Da Nang ist eine moderne Millionen Stadt, am  Han Fluss gelegen. Es gibt eine Vielzahl von Brücken, aber die spektakulärste Brücke ist die Drachenbrücke und damit auch das Wahrzeichen der Stadt.

An den Wochenenden erwacht der Drache pünktlich um 21 Uhr zum Leben und ist nicht mehr zu bändigen. Er speit Feuer und wird danach zum überschäumenden Wasserwerfer und schießt mit Wasserfontänen um sich. Zu nah am Drachen sollte man dann nicht stehen, sonst kann man schon mal eine ordentliche Dusche abbekommen.

Als wir über die Drachenbrücke gehen ist er lammfromm, sabbert nur ein paar Wassertropfen vor sich hin.

Einen Abend wollen wir das Spektakel aber miterleben…

Gegen Abend gönnen wir uns unsere erste Hot Stone Massage, wir hatten ja keine Ahnung, dass die Steine nicht nur auf dem Rücken liegen, sondern dass man damit auch massiert wird.

Die Masseuse fragt Marcus immer, ob er ok ist ?

Er antwortet auf Englisch/ Deutsch: “ Yes , I am ok, bis auf ein bisschen Durchfall!“

Durchgeknetet und halb thermalgeschädigt gehen wir zur Wäscherei, zahlen einen lächerlichen Preis von umgerechnet 4 Euro und bekommen auch noch  310 US Dollar zurück.

Hue-Lost Place- Zugfahrt nach Da Nang 13.01.26

Bei der Reiseplanung bin ich vorher über diesen alten Wasserpark gestolpert, der nie in Betrieb genommen wurde und dabei so cool aussieht.

Die Wasserrutschen sind in zwischen stark in Mitleidenschaft gezogen worden und die Palmen überwuchern sie zusehends.

Mit dem Taxi lassen wir uns hinbringen und kennen nur die Schilderungen aus dem Internet, dass die Anwohner eine fadenscheinige Eintrittsgebühr verlangen. Uns erwartet stattdessen ein top gepflegtes Gelände rund um einen See mit netten Gastgebern.

Man heißt uns willkommen und bittet uns doch die Anwohner, die sich so liebevoll um den alten Drachen kümmern, mit der Ausleihe eines Rades zu unterstützen. Das machen wir sehr gerne und radeln los. Zuerst kommen wir an den Wasserrutschen vorbei und ich rutsche ein Stück , man darf nur nicht weiter rutschen, sonst landet man doch noch im Wasser.

Dieser lost Place ist übrigens der berühmteste von ganz Vietnam und es herrscht hier eine sehr entspannte Atmosphäre, alle grüssen sich gegenseitig egal aus welcher Herren Länder und alle machen bereitwillig Fotos von den anderen, damit man sich nicht mit Selfies abmühen muss.

Die Seerunde ist nur 2 km und der Weg führt verschlungen um das Gewässer, so dass man den Drachen erst nicht sieht, dann taucht er aber auf, fast schon mystisch wie er dort auf dem See thront.

Es gibt mehrere Zugänge zu seinem Inneren…

Bis in sein Maul kann man aufsteigen und zwischen seinen Zähnen stehen.

Eigentlich wollte ich nur wegen des Drachens 🐉 nach Hue. Marcus kann meine Euphorie für ihn nicht so ganz teilen, lässt sich dann aber doch anstecken.

Mir zerzaust der Drache doch glatt die Haare…

Von Hue geht’s ab jetzt auf die Schiene, knapp 3 Stunden braucht der Zug, um sich vom Meeresspiegel bis hoch zum Wolkenpass zu kämpfen.

Eine super beliebte Touristenattraktion und der kostengünstige Weg für viele Vietnamesen zu anderen Städten zu gelangen.

Für 20 € zusammen fahren wir zwar rückwärts, sitzen aber auf der richtigen Seite  des Zuges um die atemberaubende Aussicht zu genießen.

Dichter Dschungel mit wilder Küste

auf der einen Seite des Passes wechselt genau nach der Spitze, an der Wetterscheide, in sanftere Strände und besseres Wetter.

In Da Nang erschlägt uns die Verkehrsdichte, die hohen Häuser und die vielen Menschen auf ihren Rollern. Wir haben uns in Da Nang für ein Hotel direkt am Meer entschieden, die Stadt selbst ist uns auch zu quirlig.

Unsere Suite liegt in der 12. Etage mit Meerblick, schicke Hütte! Und wo wir schon beim Luxus sind, ab heute werde ich meine Haare hier in Vietnam nicht mehr selbst waschen, denn dafür gibt es ja Wellness Center, die das gerne übernehmen inklusive Gesichtsbehandlung und Nacken -/ Schulter Massage.

Was für ein traumhaft schöner Tag war das heute.

…nie war mein Haar geschmeidiger,mag aber auch am Drachen gelegen haben.😉

Hue 12.01.26

Mein Kollege meinte einmal, dass er mit mir niemals Urlaub machen wollte, denn ich wäre wir ein Dackel auf Speed. Nach dem heutigen Tag muss ich ihm irgendwie Recht geben…

Wir fallen am Hotel schon auf die Touristenfalle „Rikscha fahren“ rein und zahlen für die kurze Fahrt zur Zitadelle für vietnamesische Verhältnisse zu viel.

Zuerst verstehen wir das System nicht, aber mit einem Brett wird einfach ein zweiter Sitz geschaffen und wir sitzen hintereinander auf einer Rikscha.

Die Zitadelle ist die Topsehenswürdig in Hue und man kann sie mit einem Audioguide besichtigen und wird mit allen Informationen zu den einzelnen Bauten, Kaisern und Königen gefüttert.

Das Gelände ist so riesig, dass man ein wenig überfrachtet wird mit Daten und Fakten…

Ich komme mir vor wie in der Schulzeit, im Geschichtsunterricht, wo ich einen Fensterplatz hatte und nur einen Bruchteil vom Lehrstoff mitbekommen habe.

Für den interessierten Leser kommt jetzt die Zusammenfassung zur Zitadelle in Fragmenten:

Weltkulturerbe, 1804 erbaut, 10 km Erdwall, 20 m Steinmauern, viele Kaiser, x Könige, kaputt durch Zyklone und Termiten, Krieg, total kaputt, Restaurationen…

Selbst mein Audioguide scheint es kapiert zu haben: “ sie merkt sich eh nichts, da kann ich es auch gleich sein lassen!“ und schaltet tatsächlich ab.

Man kann hier für 5.000 Dong (16 Cents) die Kois füttern, das finde ich super.

5 km gehen wir heute allein durch das Gelände der Zitadelle.

Nächste Sehenswürdigkeit bitte !

Die Pagode, sie ist ein paar Kilometer entfernt und die privaten Taxen sind hier so günstig, da lohnt das Gehen wirklich nicht.

Nach der Pagode hat Marcus ein richtigen Hungerast, aber die ersten Restaurants winken bei meinem Text bitte nicht scharf und kein Knoblauch direkt ab. In Zentralvietnam ist die Küche feuriger und Chilli Sauce steht hier auf jedem Tisch.

Kurz bevor wir aufgegeben wollen, findet Marcus eines der bewährten Garagenrestaurants.

Als wir uns für ein Essen entscheiden, steht der ganze Laden Kopf, Besitzer und Gäste sind nicht mehr auseinander zu halten, alle springen auf und rennen wild durcheinander. Bis wir die ersten Bissen im Mund haben, werden wir von allen beäugt und dann beruhigt sich die Lage.

Auf unseren Tellern ist Reis, ein Minikotelett, so etwas wie Kohlrabi , Möhren, Spiegelei und etwas Nudelartiges. Mit zwei Wasserflaschen zahlen wir mit Trinkgeld 2 €.

Die Strecke zurück fahren wir auf dem Parfüm Fluss mit für Hue typischen Drachenbooten.

Also wir beide allein mit Steuermann ohne andere Touristen.

Nachmittags gönnen wir uns eine Auszeit im Hotel, suchen dann einen Massagesalon, finden keinen und lassen uns stattdessen wieder in die Stadt in die Walking Street zum beliebtesten Restaurant fahren.

Marcus bestellt die Köstlichkeiten von Hue als Platte und für mich bereitet man extra ohne Schärfe und Knoblauch zu.

Marcus hat alles gegessen, obwohl er alles erst dokumentierte bevor er es sich in den Mund stopfte: “ sieht aus wie Gewürm in Kleister, schmeckt auch so!“

Es war ein gelungenes Abendessen für uns beide. Als letzte Sehenswürdigkeit bestaunen wir noch das Farbspiel der Bogenbrücke, die gefällt mir außerordentlich.

Wir beenden den Tag wie er begonnen hat mit einer Rikscha Fahrt bei Nacht durch die Stadt.