Dass unsere Unterkunft am Strand eine echte Perle ist, weiß ich erst abends nach einem Sightseeing Tag.

Nach einer Runde im Hotelpool bestellen wir uns ein Taxi und fahren in die unwirkliche Bilderbuchwelt Sunworld.

Ein Ort komplett aus dem Boden gestampft. Die Schöpfer hatten wohl Europa mit Top Sehenswürdigkeiten im Sinn und haben es komprimiert hier an Ort und Stelle neu aufgebaut.

Die wohlklingenden Namen von Taormina, Amalfi, Venice, Milan, Cap Treo, Limoni und Milan Road sind nur Beispiele, was einen erwartet.

Die Videobeiträge auf YouTube hierzu sind eher gespenstisch, denn dort wird immer erzählt, dass es eine Geisterstadt ist und keine Menschen hier sind. Wir bekommen ein anderes Bild, es ist zwar nicht voll hier, aber doch genug Touristen, die das perfekte Foto suchen.

Park Güell aus Barcelona wurde auch mit seiner Mosaik-Treppe nachgebaut.

Einmal schwenken bitte und man ist in Rom direkt am Colloseum.

eine wirklich seltsame Fantasiewelt.

Aber am meisten bekannt ist die Kissbridge, auf der sich Liebespaare nur auf tragische Weise küssen können, weil jeder auf seiner Brückenseite festhängt.

Das Licht ist bei uns nicht ganz optimal aber für das Kuss Foto reicht es aus.



Wenn man sich dann wieder der Stadt zudreht, hat man dieses Panorama Foto.
Jeden Abend kann man der Show Symphony of the SEA beiwohnen, wenn man es schafft bis 21 Uhr wach zu bleiben und noch etwas Gold hat. Die meisten Reiseveranstalter verbinden das Event direkt mit einem Abendessen und einem Bierfest vorab, ganz nach deutschem Vorbild.

Wir gehen noch an den Strand, der kaum besucht ist, trotz feinstem Sand und schönem Wasser.

Von hier nehmen wir ein Taxi zum Sao Beach, der das klarste Wasser und den schönsten Strand unter Palmen verspricht.

Diese Fotos sind Instagram tauglich.

Wenn man jedoch etwas zu weit geht oder den falschen Bereich fotografiert, sieht es so aus.

Durch die ungünstige Lage wird hier alles angeschwemmt, einfach alles…Schlauchboote, Schuhe ohne Ende, Kokussnüsse und jede Menge Plastikmüll.
Ich glaube man hat aufgegeben den weiteren Strandabschnitt sauber zu machen, für das perfekte Foto reicht der vordere Teil mit den Restaurants.

Marcus hat mehr Spaß im Müll nach Schätzen zu suchen als auf dem Nightmarket. Er findet tatsächlich diesen Herzluftballon und bindet ihn mit einer gefundenen Schnur an meinen Rucksack. Damit der heutige Tag keine fahlen Beigeschmack bekommt, hier noch ein schönes Foto von Dröhnchen.

Für den Rücktransport missachtet Marcus seine eigene Regel und lässt sich von einem Taxifahrer beschwatzen nicht die offizielle App für Transport zu nehmen sondern ihn.
Der Fahrer ist sehr App geschwätzig und brabbelt die ganze Zeit in sein Handy, das mit der Übersetzung auf Englisch für uns kaum hinterher kommt. Auf der Fahrt versucht er eine Abkürzung zum Hotel, die in seiner Jugend wohl mal ein prima Schleichweg war. Die entgegenkommende Rollerfahrer nicken nur, dass er da irgendwie durchkommt. Irgendwann ist die Straße zu Ende und es klafft eine kurze Sandpiste bis zur Hauptstraße. Wir denken beide, der wird doch wohl nicht und schauen beide aus der Heckscheibe und rechnen nicht damit, dass er es wagt. 5 m weiter hat sich der Wagen mit den Vorderrädern in den Sand eingegraben und dass die Frontschürze so tief gezogen ist , macht die Sache nicht besser.

Im Endeffekt buddeln ich und der Fahrer an den Reifen rum und mit ein paar vietnamesischen Helfern schieben wir die Karre aus dem weichen Sand. Das Restsandstück bis zur Straße ist stabil und wir kommen mit einer abenteuerlichen Erinnerung im Gepäck an unserem eigenen schönen Strand an. Die Sandpiste soll übrigens noch dieses Jahr eine Bahnlinie werden, die den Flughafen direkt mit dem Süden der Insel verbindet, dann kann man rucki zucki zu dieser Schildkröte in Sunworld kommen.

