Sunworld_ Waterpark_Kiss of the Sea 04.02.26

Das Beste kommt zum Schluss und so ist es auch in diesem Urlaub. Wir holen meinen Geburtstag nach mit einem feucht fröhlichen Vergnügen.

Wir sind mit die ersten heute, die die längste Seilbahn der Welt besteigen und wir schweben die 8 km über mehrere Inseln.

15 Minuten dauert die Fahrt und es gibt die ganze Zeit etwas zu gucken.

An der Endstation ist dann der Wasserpark mit so vielen Wasserrutschen, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.

Noch in der Gondel fangen die Kinder vor Freude und Aufregung an zu quietschen und zu hüpfen als sie die Rutschen erblicken.Ich würde am liebsten mitmachen, denn ich bin echt gespannt was allein dieser gelbe Trichter zu bieten hat.

Der Park ist so schön gestaltet und dauernd läuft  so Phantasialand Musik, die die Vorfreude auf den Wasserpark noch steigert.

Im Eintrittspreis ist die Seilbahnfahrt, ein großes Bier, der Wasserpark und der, noch nicht ganz fertig gestellte, Freizeitpark enthalten mit Holz- Achterbahn und co.

Wir stehen unschlüssig vor der Rutschenauswahl und beginnen mit den ersten 3 Rutschen, die man in einem Schlauchboot zu zweit bezwingt. Unsere erste Rutschen Wahl verwirrt uns, im wilden Strudel dreht sich das Boot in der Röhre und wir fahren rückwärts und werden wie durch eine Waschmaschine geschleudert.

Nach der 4. Rutsche bekommen wir Routine und trauen uns mit einem anderen Paar auf Neptun.

Das Vierer Boot schießt in der gelben Röhre gefühlt im freien Fall nach unten, um dann hoch in den Trichter auf Touren zu kommen. Ich bekomme Schnappatmung, Marcus amüsiert sich, er sitzt quasi rückwärts zur Fahrt und Blickrichtung und sieht die Anscheinsgefahr nicht auf uns zukommen.

Wenn man im Becken heile ankommt, löst sich das Adrenalin langsam wieder auf und man will auf die nächste Rutsche.

Wir machen Rutschenwettrennen gegeneinander, auf einer Art Yogamatte bäuchlings liegend. Ein kleiner Junge traut sich den Sprung in die Röhre oben nicht mehr zu und bekommt einen Heulkrampf und verweigert den Start. Marcus gewinnt das Rennen noch, aber nur weil er mit der Matte durchs Ziel rennt.

Auf den Sieg gibt’s erstmal ein Bier aufs Haus.

Die letzte Fahrt mit der Seilbahn zurück geht angeblich um 17 Uhr, aber im Endeffekt waren wir erst um 17:30 Uhr auf der Rückfahrt in der Gondel. Wir sind  zuvor noch die Holz Achterbahnfahrt gefahren und mussten unsere Wertsachen aus den Schließfächer holen, diese  lassen sich durch modernste Technik öffnen, …mit Gesichtserkennung.

Bei Sonnenuntergang erreichen wir Sunset Town.

Die Kiss Bridge ist auch noch im Seilbahn Ticket enthalten, aber diesmal sind wir nicht allein auf der Brücke.

Wir essen und trinken in der Partyzone, denn wir müssen noch 2 Stunden bis zum Show Beginn überbrücken.

Kiss of the SEA ist für 30 Minuten eine teuere Show, aber alle Rezensionen sprudelten vor Begeisterung.

Allein eine Wasserwand diente als Leinwand. Die Licht, Wasser und Feuerspiele haben uns voll geflasht.

Das Feuerwerk hat so ein Wums gemacht, dass man es voll im Bauch gespürt hat und die Flammen haben eine Hitzewelle ans Publikum übertragen, dass ein gemeinsamer Wow Schrei zu hören war.

Das war wirklich ein perfekter Abschiedstag nach einem sehr schönen, abwechslungsreichen Urlaub.

Morgen fliegen wir nach Bangkok, übernachten in Flughafen Nähe und fliegen Mittags am Freitag nach Hause. Ein 12 Stunden Flug liegt vor uns, trotzdem landen wir wegen der Zeitverschiebung gegen 19 Uhr in Frankfurt.

Wir sagen schon mal Tschüss an unsere Leser und an Vietnam und Kambodscha, vielen Dank für die unvergesslichen Erlebnisse und einen tollen Urlaub.

Phu Quoc World Grand World 03.02.26

Wenn man etwas will, sollte man es am besten direkt machen. Heute wollte Marcus mein Geburtstagsgeschenk einlösen, die Fahrt mit der längsten Aussichts-Seilbahn der Welt.

Morgens zerplatzt mein Traum wie eine rosa Seifenblase, denn Marcus hat andere Pläne. Eine Stunde fahren wir wieder in den Norden der Insel, an der Grand World vorbei, an der Zufahrt zum Safari Park vorbei und an dem Vinpearl Freizeitpark vorbei direkt zum Krankenhaus.

Oh man, nach 7 Tagen Unpässlichkeiten mit kurzen Unterbrechungen, hat er sich für eine ärztliche Abklärung entschieden.

Während Marcus sich eine Untersuchung nach der anderen gönnt, natürlich gegen Vorkasse, mache ich einen Urlaubstag. In Grand World bietet man mir nur Massagen an, mit einer Scheren Geste gebe ich zu verstehen, dass ich einen Friseur brauche.

Ich finde doch in der Tat einen, erkläre ihm per App, dass er mir die Haare kürzer und einen anständigen Pony schneiden soll. Die Prozedur ist im Handumdrehen geschehen und dann sehe ich wie er auf meinen grauen Ansatz zeigt und den Kopf schüttelt. Färben, wäre auch gut, aber trifft der Meister echt die Farbnuance?

Ja, aber so was von, er trifft sie.

Vielen Dank an den Meister und er bekommt direkt eine ⭐⭐⭐⭐⭐ Bewertung von mir auf Google Maps.

Mit neuem Look schlendere ich bis zum Strand durch.

Bei den Resorts sind die Strände einfach wundervoll sauber und gepflegt.

Marcus hat nach ein paar Stunden Check Up endlich Entwarnung bekommen: kein Infekt, einfach ein überdrehter Darmtrakt, der asiatisches Essen nicht mag. Es gibt einen Medikamentencocktail und die Hoffnung auf Besserung.

Am Hausstrand können wir dann wieder zusammen einen Abendspaziergang machen.

Vor dem Regent Resort kann man die Buchstaben für die eigene Vermarktung Fotomäßig abschneiden und man hat meinen Namen ………..R E G I !

Die Abendstimmung ist perfekt für einen Heiratsantrag…

und wir sind Zeugen von der Frage der Fragen.

Der sichtlich vor Nervosität schwitzende Deutsche wartet auf seine Zukünftige mit „Marry Me“ Kerzen und einem riesigen rote Rosen Strauß.

Der Tag geht dann doch mit einem Happy End zu Ende, denn zum Schluss wird geheiratet, sie sagt schluchzend „Ja“.❤️

Phu Quoc der Norden 02.02.26

Wir checken aus und ziehen nach unserer heutigen Inseltour im selben Hotel wieder ein, größeres Zimmer,2 Riesenbetten, Tageslichtbad, Dachterrasse und eine optimal platzierte Klimaanlage. Dieses Zimmer war vorher übers Wochenende nicht mehr verfügbar.

Unseren Fahrer haben wir für 9:00 Uhr bestellt. Bevor es losgeht, besprechen wir noch die Route. Wir verweigern die Perlenfarm und die Seidenfabrik und bestehen auf den Wasserfall, den Leuchtturm, die Grand World und den Seestern Strand.

Bei Regenzeit ist eine Wanderung zu einem Wasserfall ein Abenteuer, bei Trockenzeit ist es eher eine Schnapsidee. Das Ergebnis sieht dann auch eher wie ein versehentlich nicht ganz zugedrehter Wasserhahn aus, aus dem es Mitleid erregend rausrinselt. Wohlgenährte Menschen versammeln sich trotzdem im der Gumpe davor.

Da aber der restliche Park schön angelegt ist, machen wir lieber davon Fotos.

Unser Fahrer schmeißt die Reihenfolge um, was aber strategisch besser war, zuerst Seestern Strand.

Er setzt uns nach einem Stück Sandpiste an einem Strand ab, von hier aus, muss man aber noch ein Speedboot nehmen, um zu dem Seestern Strand zu kommen.

Es kann auch direkt losgehen.

Am Absetz- Steg steigen wir die scheinbar endlose Himmelsleiter hoch,

auch so ein Instagram Trend, nur ist diese besonders wackelig.

Der Seestern Strand ist besonders, so etwas habe ich noch nie gesehen, im klaren Wasser sind sie überall in Ufernähe zu sehen, wunderschön sind sie.

Ich bin total fasziniert.

Viele Touristen interessieren sich nicht wirklich für das Wohl der Seesterne, Hauptsache das Foto stimmt. Teilweise werden sie für Fotos eingesammelt und schön um einen rumdrapiert oder direkt ganz in die Hand genommen. Alles ist verboten, aber es hält sich kaum jemand dran.

Super schade ist das, dass so ein Natur Paradies nicht bewahrt wird.

Die Strände sind hier wirklich traumhaft, weisser Sand und klares Wasser.

Szenenwechsel, wir sind in der Grand World angekommen. Warum baut man so etwas?

Nach Venedigs Vorbild ist hier die Stadt entstanden, die niemals schläft. Geschäfte, Restaurants, ein Teddybär Museum und die Gondelfahrt auf dem Kanal sind Anziehungspunkt für die Touristen.

Die Vingroup hat hier ganze Arbeit geleistet . Sie hat eine unwirkliche Welt erschaffen, die trotzdem jeder sehen will.

Man steht Schlange um die elektrische Gondelfahrt machen zu können.

Voll verrückt, man könnte glatt denken man ist in Venedig gelandet, vor allem wenn Marcus die ganze Zeit :“ o sole mio!“ abspielt und so tut, als würde er es selbst singen.

Unser letzter Stopp der heutigen Tour ist der Tempel mit Leuchtturm.

Hier sollte man zum Sonnenuntergang sein, dafür wäre die Lage perfekt.

Sonnenuntergang am Hausstrand finden wir allerdings verlockender. Also Koffer packen und ab zum Hotel.😉

Sunworld, Kissbridge, Sao Beach 01.02.26

Dass unsere Unterkunft am Strand eine echte Perle ist, weiß ich erst abends nach einem Sightseeing Tag.

Nach einer Runde im Hotelpool bestellen wir uns ein Taxi und fahren in die unwirkliche Bilderbuchwelt Sunworld.

Ein Ort komplett aus dem Boden gestampft. Die Schöpfer hatten wohl Europa mit Top Sehenswürdigkeiten im Sinn und haben es komprimiert hier an Ort und Stelle neu aufgebaut.

Die wohlklingenden Namen von Taormina, Amalfi, Venice, Milan, Cap Treo, Limoni und Milan Road sind nur Beispiele, was einen erwartet.

Die Videobeiträge auf YouTube hierzu sind eher gespenstisch, denn dort wird immer erzählt, dass es eine Geisterstadt ist und keine Menschen hier sind. Wir bekommen ein anderes Bild, es ist zwar nicht voll hier, aber doch genug Touristen, die das perfekte Foto suchen.

Park Güell aus Barcelona wurde auch mit seiner Mosaik-Treppe nachgebaut.

Einmal schwenken bitte und man ist in Rom direkt am Colloseum.

eine wirklich seltsame Fantasiewelt.

Aber am meisten bekannt ist die Kissbridge, auf der sich Liebespaare nur auf tragische Weise küssen können, weil jeder auf seiner Brückenseite festhängt.

Das Licht ist bei uns nicht ganz optimal aber für das Kuss Foto reicht es aus.

Wenn man sich dann wieder der Stadt zudreht, hat man dieses Panorama Foto.

Jeden Abend kann man der Show Symphony of the SEA beiwohnen, wenn man es schafft bis 21 Uhr wach zu bleiben und noch etwas Gold hat. Die meisten Reiseveranstalter verbinden das Event direkt mit einem Abendessen und einem Bierfest vorab, ganz nach deutschem Vorbild.

Wir gehen noch an den Strand, der kaum besucht ist, trotz feinstem Sand und schönem Wasser.

Von hier nehmen wir ein Taxi zum Sao Beach, der das klarste Wasser und den schönsten Strand unter Palmen verspricht.

Diese Fotos sind Instagram tauglich.

Wenn man jedoch etwas zu weit geht oder den falschen Bereich fotografiert, sieht es so aus.

Durch die ungünstige Lage wird hier alles angeschwemmt, einfach alles…Schlauchboote, Schuhe ohne Ende, Kokussnüsse und jede Menge Plastikmüll.

Ich glaube man hat aufgegeben den weiteren Strandabschnitt sauber zu machen, für das perfekte Foto reicht der vordere Teil mit den Restaurants.

Marcus hat mehr Spaß im Müll nach Schätzen zu suchen als auf dem Nightmarket. Er findet tatsächlich diesen Herzluftballon und bindet ihn mit einer gefundenen Schnur an meinen Rucksack. Damit der heutige Tag keine fahlen Beigeschmack bekommt, hier noch ein schönes Foto von Dröhnchen.

Für den Rücktransport missachtet Marcus seine eigene Regel und lässt sich von einem Taxifahrer beschwatzen nicht die offizielle App für Transport zu nehmen sondern ihn.

Der Fahrer ist sehr App geschwätzig und brabbelt die ganze Zeit in sein Handy, das mit der Übersetzung auf Englisch für uns kaum hinterher kommt. Auf der Fahrt versucht er eine Abkürzung zum Hotel, die in seiner Jugend wohl  mal ein prima Schleichweg war. Die entgegenkommende Rollerfahrer nicken nur, dass er da irgendwie durchkommt. Irgendwann ist die Straße zu Ende und es klafft eine kurze Sandpiste bis zur Hauptstraße. Wir denken beide, der wird doch wohl nicht und schauen beide aus der Heckscheibe und rechnen nicht damit, dass er es wagt. 5 m weiter hat sich der Wagen mit den Vorderrädern in den Sand eingegraben und dass die Frontschürze so tief gezogen ist , macht die Sache nicht besser.

Im Endeffekt buddeln ich und der Fahrer an den Reifen rum und mit ein paar vietnamesischen Helfern schieben wir die Karre aus dem weichen Sand. Das Restsandstück bis zur Straße ist stabil und wir kommen mit einer abenteuerlichen Erinnerung im Gepäck an unserem eigenen schönen Strand an. Die Sandpiste soll übrigens noch dieses Jahr eine Bahnlinie werden, die den Flughafen direkt mit dem Süden der Insel verbindet, dann kann man rucki zucki zu dieser Schildkröte in Sunworld kommen.

Phu Quoc 31.01.26

30 Grad, strahlender Sonnenschein, die Schnellfähre legt pünktlich ab, da kann der Urlaub ja beginnen. Der Anfang der Reise war wohl eher Vor-Geplänkel.

Für die ca. 120 km vom Festland bis Phu Quoc brauchen wir 2,5 Stunden und werden von der Insel überrascht, zumindest an unserem Standort.

Feinster Sand, warmes Wasser und chillige Atmosphäre unter Palmen.

Die Beachbar ist nach unserem kargen Frühstück unsere erste Anlaufstelle. Habe ich mir zu viel Bier bestellt, oder warum lese ich Oktoberfest?

Drohnen schwirren durch die Luft und filmen eine Hochzeit und der ganze Strand hat nur noch Augen für die Braut in ihrem weißen Kleid, mein liebstes Fotomotiv bleibt Marcus.

Wir leihen uns noch Räder aus und fahren die Strandpromenade ab, dort wechselt das Bild mit den 5 Sterne Resorts mit den als Müllhalde dienenden Strandabschnitten ab.  Ich verstehe gar nicht wie wir unser Hotel direkt am Strand mit Meerblick ergattern konnten, während die Resorts hier das 4 fache kosten.

Durch Zufall landen wir am Sunset Sanato Strand, an dem Sunset Strand. Instagram lässt grüßen und das kommende Fotoshooting kostet natürlich Eintritt, aber ich sag’s euch, es hat sich gelohnt.

Oder habt ihr schon mal so einen schön gespaltenen Schädel gesehen.

Oder diese Riesenmuschel…

Was soll nach diesem Tag eigentlich noch kommen ?

…jeden Abend um 20 Uhr die Feuershow neben unserem Hotel.

Ben Tre – Rach Gia 30.01.26

Von Ben Tre aus hat man die Wahl zurück nach Ho Chi Minh zu fahren und von dort aus zu Vietnams größter Insel Phu Quoc zu fliegen, oder man lässt sich bis zum Fährhafen Rach Gia fahren und setzt mit der Fähre über.

Wir entscheiden uns für die 200 km bis nach Rach Gia in einem Privat Transport für 3.000.000 Dong und geben 3.000 Dong Trinkgeld.

Tschüss Mekong Delta, auf zu neuen Ufern.

Die Landschaft zieht 4 Stunden an uns vorbei und zwischendurch schlafen wir mehrfach kurz ein. Nach verlassen des Mekong Deltas sieht’s ohne Bäume doch plötzlich glatt mal wie Holland aus.

Unser neues Hotel hat auch den Trend zum gläsernen Badezimmer mitgemacht,

ohne das innen runtergelassene Rollo kann man dem Partner aus dem Bett beim Wasserlassen zuschauen, aber wer will das schon.?

Zum Leuchtturm gehen wir noch

und schauen den Ratten beim Spielen in dem Café am Meer zu.

Wir lassen uns auf das best bewertete Restaurant ein. Joolibee, ein Fastfood Laden, in dem es Hähnchen, Spaghetti und Chickenburger gibt. Der Laden ist total hipp und wir werden behandelt wie Könige. Wir brauchen nicht anstehen, bekommen die Speisekarte und nach unserer Wahl, bezahlt die Chefin am Tresen mit unserem Geld das Essen.

Geschmacklich ist hier alles schrecklich übersüßt , aber alle schielen in unsere Richtung, also rein damit… Spaghetti mit Tomatensoße und Würstchen und Zucker Sprite.

Auf der Straße winken uns so viele zu und fragen uns nur die eine Frage auf Englisch:“ Hello, where do you come from?“ die Jugendlichen schreien es aus einer so großen Distanz, dass sie die Antwort Germany mit Japan verwechseln. Wir sehen ja auch ein bisschen so aus.

Morgen geht es für unsere letzte Urlaubswoche mit der Schnellfähre auf die Insel. Wir sind sehr gespannt, die Meinungen über Phu Quoc gehen weit auseinander.

Ben Tre Tour 29.01.26

Die meisten Touristen buchen unsere heutige Tour von Ho Chi Minh City aus und stehen in aller Herrgottsfrühe dafür auf. Uns holt um 10 Uhr der etwas lustlose Guide ab und das Boot liegt keine 30 m von unserem Hotel bereit.

Der Ben Tre Fluss ist mächtig breit und hat noch so viele Nebenarme. Dabei ist er selbst nur ein Verbindungsfluss von zwei Mekongarmen.

Um die 4 Stunden zu füllen wird man als erstes zu einer Ziegelei geschippert und bekommt im Schnelldurchlauf erklärt wie der Lehm gewalzt, geschnitten, getrocknet und zu guter Letzt im Hochofen gebrannt wird. Aha, da weiß ich ja jetzt Bescheid.

Ab jetzt wird es süß, viel zu süß für meinen Geschmack…wir starten mit der Kokosnuss zum Ausschlürfen, dann halten wir beim Kokosnuss Verarbeitungsstand an.

Angeblich schält dieser Mann täglich 1000 Kokosnüsse. Seine zehn Finger hat er noch.

Wenn ich den Berg hinter ihm sehe, hat er mindestens einen freien Tag in der Woche.

Die Kokosraspeln werden dann gekocht und zu klebrigen Bonbons und Keksen verarbeitet.

Mir ist schon bei der dritten Kostprobe schlecht.

Es ufert zu einer kleinen Kaffeefahrt aus mit vielen Kaufangeboten.

Wir bekommen Früchte und Jasmintee mit haufenweise Honig drin serviert. Ich lehne direkt ab. Im Hintergrund bauen sich dann Sänger und Musiker auf und spielen und singen für meine Ohren ganz furchtbar schrill. Wir haben offensichtlich die Weinprobe vorher verpasst, die die jedes Mal mitmachen.

Als wir gerade den Gesang verkraftet haben, hält das nächste Boot an und die Tagestouristen aus Ho Chi Minh stürmen die Platzfläche und das Spiel mit Honigtee, Früchten und Gesang beginnt von vorne.

Wieder an Board geht es in die kleineren Seitenkanäle und dann treiben wir unseren Guide zur Verzweiflung. Wir verweigern das Tuk Tuk und bestehen auf unsere Radtour. Drei klapprige, rostige Fahrräder sucht er aus dem Fahrradhaufen raus und wir fahren unterm Palmendach entlang.

Voll unser Ding und unser Guide wundert sich wohl, dass wir ihm förmlich am Schutzblech kleben.

Das hat uns heute am besten gefallen, obwohl die kleine Paddeltour auch schön war.

Aber die Geschichten, die mir am meisten in Erinnerung bleiben, sind die Begegnungen mit den freundlichen Menschen.

Ich wollte zwei Brote kaufen und halte 10.000 Dong hin, ich bekomme nur eins und reklamiere und hole den 100.000 Schein raus. Der andere Kunden auf seinem Roller, deutet auf meinen Hunderter und ich gebe ihn ihm, ich war überzeugt, dass er ihn wechseln wollte. Im Endeffekt bezahlt er von seinem Geld die Differenz zu dem geforderten Betrag für das 2. Brot und gibt mir den 100 er zurück .Manchmal ist es gut, wenn man wenigstens „Come on“ sagen kann, so klingt Danke auf vietnamesisch. Mein fassungsloses und dankbares Lächeln war ihm schon Dank genug. Er hat sich super gefreut.

Allein mit der Brotverkäuferin frage ich per Übersetzung App nach einer Apotheke. Sie nickt und steuert mich fern. Ich bewege mich immer von Bude zu Bude und warte auf ihr Zeichen, irgendwann wird das „Weitergehen-winken“ zum abbiegen und ich stehe vor der Apotheke.

Gleiches Spiel Übersetzung App und ich bekomme die geforderten Elektrolyte.  Die sind so günstig, dass ich meinen Einkauf verdoppele.

Abends sieht Ben Tre viel einladender aus mit dem vielen Blink Blink.

Auf dem Nachtmarkt kaufen wir 2 neue Gürtel und werden perfekt nur mit Pantomime bestens beraten. Die Gürtel werden auf die perfekte Größe geschnitten und uns eingefädelt. Die Verkäuferin bekommt einen Lachkrampf, als sie in der Tüte die alten Gürtel für uns einpacken will. Wir heben unsere T-Shirts und sie kann sehen, dass wir doppelt begürtelt sind

Da hat man sich gerade wieder an einen Ort gewöhnt, da geht es morgen schon wieder weiter.

Ben Tre 28.01.26

Was kann man eigentlich in Ben Tre machen? Wir wollten Räder mieten und am Fluss oder unter Kokosnuss Palmen herumfahren, tja das Problem dabei ist, dass weder unser Hotel noch irgendwer in der Nähe Fahrräder vermietet, daher erstmal ein Spaziergang.

Über die Brücke, zum Pier, wo die Boote für Ausflüge abfahren. Die Bootsführer lungern zwar alle auf ihren Booten rum, aber geschäftstüchtig sieht anders aus.

Eine WhatsApp Telefonnummer gibt mir ein Kapitän und damit kann man sich dann auf Englisch weiter durchwurschteln.

Doch lieber die Stadt erkunden

mit Markthalle

oder sich hinter den Riesen-Eiern verstecken?

Und Zack stehen wir wieder am Pier und sind genauso ratlos wie das französische Pärchen. Da ich ja schon den WhatsApp Kontakt habe, bekomme ich einen Flyer geschickt.

Eine Paddelboot Tour über 2 Stunden durch die Kokosnuss Palmen Kanäle. Zu viert nehmen wir das Angebot an und lassen uns mit dem Taxi zum Treffpunkt bringen.

Alleine hätten wir das Boot nie gefunden in diesem Dschungel, den man nur auf schmalen Wegen begehen kann.

Im Boot werden die üblichen vietnamesischen Hüte aufgesetzt und ab geht das Gedümpele unter dem  grünen Palmendach.

Wir sehen Eisvögel, einen auf Mäuse und Ratten Fang spezialisierten Heckenkuckuck, Gänse und eine  Hühnerfamilie im weißen Federkleid.

Unser Bootsführer bietet uns Wasserkokosnüsse an, ich wusste noch nicht einmal dass es dir gibt.

Bei Sonnenuntergang sieht der Palmenwald noch schöner aus.

Bleibt zu hoffen, dass die Tour, die wir für morgen gebucht haben, nicht dieselbe ist.

Mui Ne-Ben Tre 27.01.26

Das war eine sehr schweigsame 4,5 Stunden Fahrt bis ins Mekong Delta. Schon schwierig, wenn der Fahrer kein Englisch spricht und man nur mit der ÜbersetzungsApp kommunizieren kann. Das geht dann natürlich auch nur, wenn wir mal Pause machen, denn hier Auto zu fahren, verlangt Höchstkonzentration und man kann sich als Fahrer nicht noch mit seinen Gästen über eine App unterhalten.

Wir kommen also um 15 Uhr an dem geilen 5 Sterne Bunker an und ich habe die Club Suite gemietet mit mega Aussicht.

Die Freude hält so lange bis einem die Temperaturen in der Suite bewusst werden. Die Sonne steht auf der kompletten Fensterfront und macht den Raum zu einem Brutkasten. Ohne Klimaanlage geht hier gar nichts.

Beim Anschalten legt sich das Gerät so ins Zeug, dass man im Bett denkt man ist in ein Sturmtief geraten, alle Versuche das Gebläse etwas zu dämpfen sind fehlgeschlagen… Handtuch davor gehängt, Regenschirm aufgespannt, Sessel davor geschoben, …es bleibt bei der Wahl zwischen  zufrierender Hölle oder dem Brennglas.

Wir wechseln das Zimmer und haben jetzt eine 2 Zimmer Wohnung, die ist auch irgendwie gemütlicher und kühler.

Abends suchen wir nach einem Fahrradverleih, das gestaltet sich aber schwierig. Ben Tre ist kein Touristenort, wir fallen auf wie bunte Hunde.

Restaurants gibt es hier auch keine, zumindest nicht mit einer anderen Auswahl außer Pho Suppe. Im Supermarkt kaufen wir Haferflocken und Milch, das erinnert an Zuhause.

Auf dem Nachtmarkt kaufe ich noch zwei  Äpfel und zwei „na wer weiß es ?“

Ich wollte eigentlich eine Mango für Marcus, aber die waren alle knallhart und so wurden mir die unbekannten Früchte angeboten.

Mit Google ist das natürlich kein Problem herauszufinden, dass es sich um einen Zimtapfel, auch Rahmapfel, Süßsack, Zuckerapfel oder Rahm-Annone handelt.

Schmeckt wie eine Kreuzung aus Mango und Litschie, die schwarzen Kerne muss man aber ausspucken, vermute ich mal. Morgen probieren wir mal die haarige Frucht.

Mui Ne 26.01.26

Zuerst muss mal wieder der organisatorische Kram gemacht werden: Wäsche in die Wäscherei bringen, Geld abholen, neue Zahnpasta kaufen und eine private Fahrt ins Mekong Delta buchen.

Wir haben echt lange überlegt wie wir das mit der Weiterreise machen, zurück nach Ho Chi Minh mit dem Schlafbus, dann übernachten, am nächsten Tag weiter…aber so richtig Sinn hat das alles nicht gemacht. Ich habe dann den privatenTransport mit 100 US Dollar bezahlt. Morgen werden wir von einem Fahrer ca. 4-5 Stunden, genau 266 km von einer Hoteltür zur nächsten gefaren. Coole Sache.

Heute ist also ein normaler Urlaubstag, wir drehen eine Runde durch den Hotelgarten und  füttern die Hasen.

Dann springen wir kurz in unseren Hotelpool und gehen dann noch an den Strand.

Obwohl der Strand feinsandig und goldbraun ist, ist er nicht ideal für einen träumerischen Strandspaziergang, denn dauernd muss man auf die Drachen aufpassen. Entweder liegen die Seile am Boden oder ein Kitesurfer landet bzw. startet gerade mit seinem Drachen.

Wir chillen in der Beachbar und schauen dem Drachentreiben lieber von weitem zu.

Zurück zum Hotel machen wir ein Wettrennen, wer zuerst wieder am Hotel ist. Marcus bestellt per App den Rollerfahrer und ich verhandele mit seinem Kumpel. Los geht’s, mein Fahrer ist voll auf Kurs und braust mit mir an allen vorbei und ich bin zuerst am Hotel, Marcus kommt mit der Ausrede, es lag am Helm. Der passte nicht über seinen Hut. Wir geben den beiden gutes Trinkgeld und bestellen dann wieder den nächsten Transport zum Bach.

Diesmal ist kaum noch was los, Nana die Schlange gähnt, die Stühle werden hochgestellt und ein Verkäufer bietet uns im Tran Durian zum Kauf an und merkt dann selbst, welcher Tourist kauft schon eine Kotzfrucht.

Diesmal haben wir Zeit und gehen weiter im Bachbett, am Schuh-Friedhof vorbei, also ich. Marcus achtet nicht auf die Zeichen: viele Paare von Schuhen würden auf freiwilliges Ausziehen hindeuten, vermutlich Wellness, bei zahlreichen einzelnen Schuhen kann man direkt von einer Gefahr ausgehen.  Mit einem lauten Schmatzer verschlingt die Matsche Marcus Füße samt Crocs bis zum Knie.

Er kämpft noch rechtzeitig um seinen Schuh, während viele andere das wohl aufgegeben hatten und ihren zweiten auf dem Felsklotz zurückgelassen hatten, was will man auch nur mit einem Treter?

Bis zum Ende der Schlucht mit Wasserfall ist es nicht mehr weit.

Diesmal verlassen wir die Schlucht am Wasserfall,

( es gibt einen Ausstieg mit Treppe) und von der Oberkante können wir den roten Canyon fotografieren. Leider scheint die Abendsonne aus der falschen Richtung, also leider Canyon im Schatten.

Vor unserem Hotel ist ein Massagesalon, gefühlt stehen da immer hundert Paar Schuhe davor. Kein Wunder, es gibt eine einstündige Ganzkörper Massage zum Schnäppchenpreis  von 5,50 Euro.

Mir tut jetzt noch alles weh vom festen Zupacken der Minihände. Gleich heißt es wieder Tasche packen für die Weiterreise.