Brühl-Köln-Frankfurt – Peking- Hanoi 05.01.26

Ist ja schon irgendwie ein Wunder, dass man um 10 Uhr noch mit dem ICE durch die Winterlandschaft mit Puderzucker Schnee durch Deutschland rauscht und nach knapp 9,5 Stunden in Peking ist. Die 1,5 Stunden Zwischenstopp müssen reichen um noch einmal die Passkontrolle und den Security Check zu durchlaufen und im Sauseschritt genau das andere Ende des Flughafens zu erreichen, um noch den Flieger nach Hanoi zu erwischen.

An Board erkennt Marcus den deutschen Raumfahrer Astro-Alex oder sein Körperdouble? und geht ihm mächtig auf die Nerven…Dieser bleibt unberührt von seiner Enttarnung…Weltraum? Keinen Schimmer !

Das Gute an vielen Hotelbuchungen in Hanoi ist, dass man den Taxifahrer direkt dazu bekommt. Am vereinbarten Treffpunkt steht sowohl mein Name auf der Anzeigetafel, als auch im Handy des Koordinators. Wir werden durch den wuseligen Verkehr mit wildem Gehupe aus allen Richtungen bis vors Hotel chauffiert und wissen jetzt auch warum man sich hier keinen Mietwagen leiht…man würde es nie schaffen das Flughafengelände zu verlassen.

Um 14 Uhr Ortszeit checken wir genau gegenüber ein und schnorcheln für eine Stunde in unserem Zimmer mit Seeblick direkt weg.

Mit Falten der Müdigkeit rappeln wir uns wieder auf und gehen eine Runde um den See und werden Zeugen von etlichen Fotoshootings am See:  die Damen immer im Kleid und mit Blumen im Arm.

Der Hoan Kiem See ist der bekannteste See der Stadt, besonders wegen der Legende rund um die Schildkröte…“1968 wurde eine 2,10 m lange und 250 kg schwere Schildkröte aus dem See geborgen, welche etwa 400 Jahre alt gewesen sein soll. Sie ist präpariert in einem Glaskasten im Jadeberg-Tempel ausgestellt.“

Das überprüfen wir aber erst morgen.

Wir laufen noch bis zur Trainstreet und quetschen uns mit den anderen Touristen über die Gleise. Richtig wums bekommt die Kulisse erst, wenn der Zug durch die Straße rollt und man in den Kaffees die Knie einziehen muss, so nah fährt er an den wartenden Schaulustigen vorbei.

5 km haben wir noch durch Hanoi zurück gelegt und haben das Überqueren von Straßen perfektioniert, kein Blickkontakt zu den Rollerfahrern aufbauen sonst funktioniert deren Ausweichmanöver nicht mehr richtig und man bekommt ein Hupen Rüffel ab.

Um 20 Uhr Ortszeit sind wir wieder in unserem Zimmer und genießen mit einem Bier den Blick von unserem Bett auf den See.

Noch 48 Stunden…

In 48 Stunden werden wir im Flugzeug sitzen und  dem Start zu unserer aufregenden Reise durch Vietnam entgegenfiebern.

Wie wird es sein? …das Essen, die Lan Ha Bucht, Hanoi mit der berühmten Trainstreet, Ninh Bin als trockene Halong Bucht bekannt, Da Nang vielleicht mit einem Hotel am Strand, die Golden Bridge auf den Bana Hills, Hue…die alte Kaiserstadt mit dem Lost Place als Wasserpark, der Wolkenpass mit der Eisenbahn und Hoi An, die Laternenstadt, die goldenen Dünen von Mui Ne, das Mekong Delta vielleicht per Rad und Schiff erkunden und zu guter Letzt die Seilbahnfahrt auf der Insel  Phu Quoc…8 km, die längste der Welt und diese Fahrt ist mein Geburtstagsgeschenk von Kater Jones ( auch bekannt unter dem Namen: mein Ehemann).

So viel Vorfreude und ein bisschen Reisefieber, wir sind vorbereitet für unser Abenteuer Vietnam 2026.

18.02.2025 wilde Südküste

Unsere letzten beiden Urlaubstage brechen an und Marcus hat mal wieder bis zum letzten Drücker mit meinem Geburtstagsgeschenk gewartet. Heute soll ich es bekommen, fast zwei Monate nach meinem eigentlichen Geburtstag, aber das ging nicht anders.

Um 9 Uhr müssen wir am Strand quasi vor unserer Haustür bereit sein. Ich darf heute den Unterwasser – Wasserfall sehen und das geht natürlich nur aus der Luft. Einen Duo Flug haben wir gerade noch so ergattern können. Das bedeutet für jeden ein Wasserflugzeug und wir fliegen zusammen fast synchron über die Lagune vor Le Morne.

Es ist noch spektakulärer als ich es mir ausgemalt habe. Barfuß durchs Meer bis zum Flieger, Kopfhörer auf und ab geht die Luzie.

Die Farben der Lagune sind so eine schöne Farbkombinationen, dass man sich vom Piloten am liebsten kneifen lässt, damit man weiß, dass es kein Traum ist.

Eine optische Täuschung ist der Wasserfall, denn das Wasser scheint von zwei Seiten zusammen zu fließen und in die Tiefe zu stürzen.

Marcus in seinem Flugzeug kann ich ganz nah sehen, so dass es sich wie eine gemeinsame Erfahrung anfühlt.

Aus der Luft ist noch eine dunkle Wasserschneise zu sehen, sie ist der Kanal der Wasserschildkröten, ich kann 3 von ihnen sehen.

Was für ein Paradies.

Diese 15 Minuten werden sich für immer in mein Gedächtnis brennen und es wird immer Wehmut dabei sein, denn eigentlich will man es direkt noch einmal erleben.

Nach dem Höhenflug müssen wir uns ein wenig erden und fahren die Südküste ab. Wir kommen an der geheimnisvollen Schatzinsel vorbei, die man bei Ebbe zu Fuß erreichen kann.

Den angeblich hier versteckten Piratenschatz hat noch niemand gefunden.

Am Felix Beach essen wir ein frisch Gekochtes Essen to go,

um danach gestärkt zu den Rochester Falls durchzustarten.

Hier gibt es für jeden eine angebotene Baby Ananas und ein Bad unterm Wasserfall.

Der nahegelegene Gris Gris Beach hat einen schönen Strand und eine Naturdusche.

Die Dusche funktioniert nicht immer, aber wenn bekommt man direkt einen großen Schwall ab.

Den Abschluss macht heute der Strand von Le Morne, dort wo heute morgen unsere Wasserflugzeuge drüber geflogen sind.

Jetzt könnte man uns von oben im Wasser sehen.

17.02.2025 Leuchtturm von Albion und Schildkrötensafari im Ebony Forest

Dieser Morgen sieht gut aus vom Balkon des schönen Herrenhauses.

Ein Leuchtturm, ein Felsentor, eine Waldwanderung, hoffentlich mit Gipfelbesteigung und Riesenschildkröten stehen heute auf dem Programm.

Beginnen wir mit dem Bild von einem Leuchtturm.

Und so sieht er dann in echt aus.

Einmal um 180 Grad wenden und man hat den Blick auf das doppelte Felsentor.

40 km und 1,10 Stunden weiter sind wir wieder bei Chamarel, das ist das Gebiet mit den 7 Erden und den Schildkröten im Gehege.

Für Wanderlustige gibt es hier noch den einmaligen Ebony Forest, der 30 freilebende Riesenschildkröten beherbergt. Diese sind alle mit Namen und Tracker versehen, damit man weiß, wo sich die Panzer gerade rumtreiben.

Im Schatten ist es einigermaßen erträglich, denn wir schwitzen bergauf wie verrückt. Man kann gar nicht so viel nachtrinken wie der Körper alles in Transpiration umwandelt.

Wir fragen jeden auf dem Weg, ob er eine Schildkröte gesehen hat, aber alle verneinen, selbst der hübsche Gecko.

Bei dieser Wanderung sind natürlich auch die spektakulären Ausblicke nicht zu verachten.

Bevor man den Gipfel besteigt, kann man noch an einem Kiosk Rast machen. 2 Bier, 2 Eis und 1 Foto von uns und weiter geht’s.

Das letzte Stück hat es wirklich in sich, schön steil und das Seil braucht man auch, um sich hochzuzerren.

Auf dem Gipfel hat man dann die 360 Grad Sicht und wird gleichzeitig wie auf einem Mikrowellenteller gebrutzelt. Die rotbraune Erde speichert die Hitze so stark, dass ich nach kürzester Fotozeit wieder den Rückweg antrete.

Wieder am Kiosk und ich nehme erneut das Passionsfruchteis und kann stolz zeigen, wo wir gerade noch waren.

Jetzt fehlt zu unserem Glück nur noch eine Riesenschildkröte. Marcus sieht den schlafenden Franklin zuerst. Alte Weisheit , wo eine ist, sind noch mehr.

Wir haben die richtige Zeit erwischt, sie kommen zum Fressen aus ihren Verstecken, ein Traum für uns.

Die schönsten Aufnahmen hat Marcus hinbekommen, kein Wunder bei seinem Lieblingsmotiv.

Dass es wirklich noch freilebende Riesenschildkröten hier auf Mauritius gibt, hatte ich nicht gewusst.

Das war für uns ein wunderschöner Tag. In unserer neuen Unterkunft gibt es vom Vermieter morgen leider kein Frühstück, dafür aber eine große Ferienwohnung mit Balkon und Meerblick.

Morgen schauen wir uns geplant wieder einen Wasserfall an, diesen gibt es aber nur hier auf Mauritius zu sehen und er ist so einzigartig, ihr werdet staunen.

16.02.2025 Port Louis

Eigentlich müssten wir noch die beiden Frühstücke bezahlen, aber die gehen dann auf Kaki. Die kleine rote Kakerlake, die in unserem Badezimmer rumgesprungen ist und die Marcus unterm Mülleimer lebendig gefangen hat. Ich bekomme davon erst morgens erzählt und soll den Mülleimer hochheben, ich sehe sie und knalle den Eimer zurück über sie, dachte ich.

Stattdessen läuft sie mir mein linkes Bein hoch, ein Ekelschrei , ein Abschütteln und Marcus fängt sie erneut unterm Mülleimer.

Beim Auschecken präsentiere ich die Nachricht übersetzt ins Französische, dass wir einen Zimmergefangenen haben. Die Restforderung des Hotels sind damit nichtig geworden. Unseren Gecko Gordon habe ich nicht erwähnt, weil wir den beide niedlich fanden.

Knapp eine halbe Stunde fahren wir bis zur Waterfront von Port Louis und parken kostenlos in erster Reihe. Sonntag !

Kein Museum hat offen und die Märkte schließen um 12 Uhr, wir beeilen uns.

Port Louis empfängt zunächst stylisch mit den pittoresken Schirmen

das schöne Hafenbecken

und die mit Palmen gesäumte Prachtstraße gegenüber des Hafenbeckens

Die Markthalle mit Stapelkunst von Obst und Gemüse

und da ist da noch Chinatown mit so viel Streetart, dass man nicht aufhören kann zu fotografieren.

+++breaking News+++ehemaliger Regierungschef von Mauritius wegen Geldwäsche verhaftet+++

Wir unterbrechen den Reisebericht und schalten live zum Gericht von Port Louis…

Gegen Pravind Kumar Jugnauth wurde in der Nacht auf Sonntag nach Ermittlungen der Kommission für Finanzkriminalität (FCC) ein Haftbefehl ausgestellt.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort, während Schaulustige sich in Gerichtsnähe zusammendrängen.

Nach Angaben der FCC wurden bei einer Durchsuchung von Jugnauths Haus und anderen Gebäuden 114 Millionen Rupien (2,4 Millionen Euro) in Bargeld beschlagnahmt. Jugnauth bestreite die Anschuldigungen.

Wir verlassen wieder die politische Ebene und wenden uns dem Park mit seinen Riesenbäumen zu.

Das Museum, das noch ein Exemplar der blauen Mauritius Briefmarke besitzt, können wir auch nur von außen betrachten.

Unser heutiges Hotel liegt ganz in der Nähe der Hauptstadt, aber direkt am Strand.

Wenn man das Strand nennen darf, zumindest sieht er ziemlich privat aus.

Wir nehmen dann doch lieber den Pool und freuen uns aufs Abendessen mit Meeresrauschen und Poolblick.

15.02.2025 Pointe aux Piments ( Strandtag)

Heute bleibt unser Leihwagen stehen, denn das Hotel gibt uns den Restrampentarif inklusive Frühstück für eine weitere Nacht. Coole Sache, denn es gibt für Hotelgäste noch ein paar Extras.

Wir fahren mit dem Glasbodenboot raus und manno, nur Marcus sieht die Wasserschildkröte vorbeihuschen. 

Vom Hotel bekommen wir Schnorchelequipment und Brot gestellt, das packen wir dann zu unseren Frühstückscerealien in die Plastikbox.

Wenn interessiert dieser Brot Quatsch ?

Die Fische am Riff ! Die warten nämlich jeden Tag auf dieses Boot und bilden direkt eine Traube um den Kahn, als er an der Boje festgemacht wird.

Merke, Brot ist nicht so lecker für Fische wie Weetabix, liegt vielleicht am Vollkorn.

Uns gefällt der Schnorchelspot am Riff richtig gut, denn in Strandnähe sieht es eher nach einem Korallenfriedhof aus, bleiche abgebrochene Skelette.

Die Schnorchelausrüstung dürfen wir den ganzen Tag behalten und schlendern an den Nobelhotels am Strand vorbei.

Jedes dieser Resorts bietet eine Hochzeitslocation an, meistens mit Steg,

eines sogar mit buntem Spalier zum Durchschreiten bis zum Steg.

Der große Stuhl ist da eher Reklame, macht sich aber vorzüglich für Schnappschüsse.

Marcus hat für uns ein Lunch direkt am Strand im Auge und tatsächlich, der Plastiktisch und zwei Stühle werden im Schatten eines Baumes direkt in den Sand gerammt. Die Tischdecken müssen wir schon selbst mit unseren Rucksäcken beschweren und das Menü ist auch irgendwie das einzige im Angebot.

Aber bei der Kulisse und dem einzigartigen Moment, wer kann dazu schon Nein sagen.

Es war köstlich und bis auf die Hühnchen Knochen haben wir alles verspeist.

So ein Strandtag hat ja auch mal was.

14.02.2025 Pamplemousses- l’Aventure du Sucre- Beach

Heute ist Valentinstag und mein Valentin ist wieder wohlauf. Beim Frühstück verspricht er mir Blumen und Schildkröten und er hält tatsächlich Wort.

Der botanische Garten Pamplemousses ist eine der Sehenswürdigkeiten auf Mauritius mit mächtigen Baum- und Palmenbestand.

Hier kann man sich locker 2 Stunden aufhalten, bei der Hitze ist der Schatten genau das richtige.

Eigentlich machen wir ja Waldbaden, wie man das heute nennt, den Duft der Pflanzen aufnehmen und sich entspannen.

Selbst bei den Rehen scheint es den Valentinstag zu geben, so ein Gekuschele habe ich noch nie gesehen.

Die 11 Riesenschildkröten sind für mich natürlich das Beste, da kann keine Blume mithalten.

Schon schön bis hierhin, aber das Fotomotiv des Parks ist das hier, die riesigen Seerosen bilden in dem Becken fast eine durchgehende Fläche ab.

Gegen 12 Uhr setzt der Regen ein und wir fahren 4 Minuten weiter zum Zuckermuseum, das sind wir Mauritius schuldig. Die Insel, deren Ackerfläche  fast  75 % aus Zuckerrohranbau besteht.

In einer ehemaligen Betriebshalle kann man dann die Verarbeitung von Zuckerrohr veranschaulicht nachvollziehen. Von der Ernte, zum Pressen, Schreddern, Saft Extrahieren, Kochen und zum Schluss Zentrifugieren. Das Ergebnis ist feinster Kristallzucker.

Wir dürfen uns durch die verschiedenen Zuckersorten probieren und einer schmeckt tatsächlich nach Lakritz.

Zur Feier des Tages gehen wir schön essen, in einer Mall, Marcus nimmt eine Berliner Bowl und ich mexikanische Tacos. Wie romantisch ist das denn?  wenn man am Tisch des Foodcourt auf das Vibrieren des Biepers wartet, um sein Essen zu abzuholen.

Von der Resterampe haben wir ein Strandhotel gebucht, immer noch teuer, aber ordentlich reduziert. Das Minizimmer gefällt mir gar nicht, aber da kamen mir die Blutflecken auf dem Matratzenschoner doch sehr gelegen. Ein Foto, eine Beschwerde und wir ziehen um in das große schöner Zimmer mit großem Balkon, geht doch.

Ein Sprung ins Wasser und dann auf den Sonnenuntergang am Strand warten.

Happy Valentine ❤️

13.02.2025 Flic en Flac – Grand Baie

Wir verladen das Gepäck und machen uns für den Ortswechsel zur Nordküste fertig. Heute morgen musste ich noch Tee, Bananen und Klopapier kaufen und das ganze auf Französisch. Hier spricht man nur französisch auf der Insel und das war mein Schulfach, wo ich einen Fensterplatz hatte. Es ist echt nicht meine Sprache, aber behalten habe ich das Wort malade,  das auch in Köln jeder versteht.

Malade trifft gerade auf Marcus zu, daher auch die oben aufgeführten Einkäufe.

Eine Stunde Fahrt bis zum botanischen Garten und ich bekomme nach 5 Minuten schon Hitzewallungen. Diese doofen Wechseljahre, aber einen Blick zum Fahrer und ich sehe er hat das selbe Problem. Es liegt an der Hitze 37 Grad und der extremen Luftfeuchtigkeit, also doch keine reinen Frauenbeschwerden.

Am botanischen Garten parken wir ein, gucken uns an und fahren wieder los. Marcus kann einfach nicht.

Port Louis müssen wir bis zur Nordküste durchqueren, die Inselhauptstadt mit einer modernen Bahnlinie, wie außergewöhnlich für die Insel, da das Bussystem hier wie am Schnürchen funktioniert.

Moderne trifft auf Tempelanlagen, die Stadt müssen wir auch noch erkunden, wenn es wieder geht.

Ein Foto aus dem Auto mit der Erinnerung an die berühmteste Briefmarke der Welt.

Wir schleppen uns zum schönen Strand Mont Choisy und betrachten alles vom Schattenplatz aus. Auf Baden in warmen Wasser haben wir keine Lust.

Vor Sonnenuntergang gehen wir dann doch noch ein paar Schritte vor die Hoteltür, schreiten seltsame Anglerpfade an der Küste entlang und überraschen heimische Drogenkonsumenten.

Bei Sonnenuntergang werden hier wie in Australien die Flughunde wach und ziehen ihre ersten Runden über das Meer. Hoffentlich ist Marcus morgen wieder malade frei.

12.02.2025 Der 7 Kaskaden Wasserfall-Grand Basin-Flic en Flac

Auf dem Weg zum Grand Basin kommen wir noch am 7 Kaskaden Wasserfall vorbei, den fotografieren wir allerdings nur. Eine Wanderung von 3 Stunden über Stock und Stein trauen wir uns bei der Hitze und Schwüle nicht zu. Die herbeigeeilten, selbst ernannten Wanderführer lassen dann auch von uns ab und suchen den nächsten Touristen.


Grand Basin ist neben dem Ganges der heiligste Ort außerhalb Indiens für die Hindus.
,,Der Legende nach ist der Kratersee mit dem heiligen Fluss Ganges in Indien verbunden. Shiva, der Gott der Zerstörung und Erhaltung, und seine Gattin Parvati flogen einst mit einem Schiff um die Erde. Shiva wollte seiner Frau die schönsten Plätze der Erde zeigen, so machten die beiden auf der Insel Mauritius Halt. Shiva trug während seiner langen Reise den Fluss Ganges auf seinem Kopf, um die Welt vor Überschwemmungen zu schützen. Als die beiden auf Mauritius landen wollten, verschüttete Shiva versehentlich Wasser des Ganges. Die Tropfen flossen in einem Kraterloch zusammen- so entstand Grand Bassin.“

Eine schöne Geschichte, aber mich beeindruckt dieser Ort dann doch, diese riesigen Statuen, der See und die Dauerbeschallung von „ohm“ haben Wirkung. Der heilige Ort wird nicht mehr in Frage gestellt, obwohl man sich seine Lieblingsgottheit selbst aussuchen kann. Die Gottheit“ der guten Ehe“, in der der Mann von seiner Frau bedient wird, wird nicht ganz so viel Beachtung geschenkt, eher die Gottheit, die Reichtum verspricht.

In Ritualen wird das heilige Wasser aus dem See mit Farbpulver vermischt und wieder in den See geschüttet. Andere opfern Früchte, sehr zum Gefallen der herumstreunenden Affen.

Der Weg hierhin ist eine Prachtstraße mit einem überbreiten Pilgerweg zum heiligen See.

Aufgrund von Baustellen dauert unser angedachte Vormittagsausflug bis zum Nachmittag.

Bis zum Sonnenuntergang gehen wir am Strand Flic en Flac spazieren, springen ins warme Wasser und machen Erinnerungsfotos.