22.01.2025 Botlierskop Private Game Reserve -Map of Africa- 7 Passes Drive – Knysna

Bevor wir in den Urlaub gefahren sind, haben uns viele gefragt, wo es denn hin geht? Südafrika ! Mit Südafrika haben die meisten dann die Tiere assoziiert, die man hier auf Safaris sehen kann und vielleicht hat man sich den Kontinent als Karte noch kurz ins Gedächtnis gerufen. Heute werden wir der Vorstellung gerecht, wir machen unsere Tagessafari in einem Game Reserve.

Eine Übernachtung im Reserve hätte die Urlaubskasse arg strapaziert, daher keine Lodge am Wasserloch mit Blick auf Nilpferde.

3 Stunden genießen wir die afrikanische Massage, indem wir im Geländewagen ordentlich durchgerüttelt werden.

Es hat sich aber gelohnt die Bandscheiben zu strapazieren. Hier ist unsere Ausbeute:

Die schönsten Aufnahmen nochmal in Großansicht.

Nach der Safari müssen wir noch die überwältigenden Eindrücke verarbeiten und gönnen uns noch ein Lunch im Resort.

Um 13 Uhr sitzen wir im Auto bereit für unsere Fahrt nach Knysna. Unterwegs muss mir Marcus noch einmal die Karte von Afrika zeigen und am besten schaut man sich die im Hellen an.

Es gibt wirklich eine Flussschleife, die Afrika zeigt, unglaublich.

Ein paar Meter weiter ist der Startplatz für die Gleitschirmflieger, für die Karte von Afrika interessiert sich von denen keiner mehr.

Bis Knysna fahren wir über den 7 Passes Drive und das Größtenteils über Pistenstraßen. Mir gefällt es, doch für meinen Fahrer ist es anstrengend sich auf die Schlaglöcher zu konzentrieren.

In Knysna steuern wir noch den Lookout an und rollen dann an der Waterfront zum Hotel.

Nach einer Runde im Pool ist mein Fahrer auch wieder etwas entspannter und kann den Sonnenuntergang am Hafen genießen.

21.01.2025 Oudtshoorn -Ostrich Safari-George Transport Museum- Klein Brak River Beach& Lagoon

Heute geht es auf meine allererste Safari. Wie das bei Safaris so ist, sitzt man erhöht um die Tiere am besten zu sehen. Unser Transportmittel wird ein Traktor sein mit einem Anhänger und von dort ist man auf Augenhöhe mit den längsten Wimpern, die man sich nur vorstellen kann.

Auf dem Weg zur Straußenfarm nehmen wir noch die Mini Goldengate Bridge mit, die als Point of interest angezeigt wird.

Marcus hat die Straußenfarm ausgesucht, da sie die einzige ist, auf der man rumgefahren wird, sagt er…ich glaube allerdings, dass er sie im Rabattheft gefunden hat und mich vor dem Bezahlen auch penetrant nach dem Gutschein fragt.

Für einen Extrabetrag bekommt man auch einen Futtereimer mit auf die Tour und darf die Strauße damit glücklich machen.

Sie sind schon ein wenig Angst einflößend, da sie so gierig ihre Schnäbel in den Eimer schlagen.

Wir lernen vieles über Strauße bei der Tour:

Sie können einen Menschen mit ihrer Zehenkralle ernsthaft verletzen oder sogar töten, wenn sie aggressiv werden und treten.

Daher sollte man sich bei einem drohenden Straußen Angriff flach auf den Bauch legen, da wird man dann erst mal nicht aufgeschlitzt, jedoch könnte man platzgesessen werden, wenn sich der Strauß für das Draufhocken mit 160 kg entscheidet.

  • Die Straußeneier wiegen ca. 2 kg und werden von dem Weibchen eher gegen die Sonne geschützt, als dass sie sie mit ihrer Körpertemperatur ausbrüten
  • Ein einzelnes Ei hat auf weichem Sand die Tragkraft von 220 kg und nicht von knapp 55 kg 😉

Von einem Strauß kann man alles verwerten, die Federn, für den Karneval in Rio oder im Moulin Rouge oder als Staubwedel im Haushalt.

Es gab mal eine Zeit, da waren Straußenfedern wertvoller als Gold.

Essen kann man vom Strauß eigentlich auch alles, aus dem Hals kann man sogar Suppe kochen

Und dann gibt es noch das verwertbare Leder mit kleinen Noppen, dort wo die Federn waren, an ihnen kann man auch seine Echtheit erkennen, denn die Noppen kann man mit dem Fingernägel noch anliften.

Hier mal ein Größenvergleich. Ehrlich gesagt, das Füttern war das spannendste neben all den Fakten.

Unser Roadtrip geht weiter über einen Pass wieder Richtung Ozean.

In George gibt es auf der Strecke zum Meer noch ein kostenloses Transportmuseum, das wir doch glatt noch anschauen, ist ja umsonst.

Da gibt es noch Bilder wie die Dampflok über die Brücke bei Kynsna fährt, meine Mutter ist damit noch gefahren, heute ist das leider Nostalgie.

Unsere neue Unterkunft ist wieder in Reebok, die alte haben wir nicht noch einmal gewählt, weil sie in der Tat keine Toilettentür hatte und wir das trotz 23 jähriger Beziehung doof fanden.

Bei starkem Wind springen wir noch am Strand und der Lagune rum und lassen uns Sandstrahlen. Die Aufnahmen können sich aber sehen lassen.

20.01.2025 Cango Caves-  Swartbergpass- Donkey Sanctuary-Klaarstrom-Meiringspoort Waterfall

Willkommen auf der „Happy wife, Happy life Tour“, es wird ein langer Tag mit vielen Highlights und einem Weltkulturerbe und damit fangen wir direkt an. Die Cango Caves ist ein riesiges Höhlensystem und zählt mit den großen Sälen zu einem der schönsten der Welt.

Für die Öffentlichkeit geht die Führung durch 4 Kammern mit super Akustik. Die besonderen Formationen dienen als Kulisse für durchschnittlich 4 Hochzeiten pro Jahr.

Es gibt aber auch noch die Abenteuer Tour, auf der man sich durch schmale Spalten hindurch quetschen muss. Einen  Faux Pas gab es vor ein paar Jahren, wo ein Mann 11 Stunden in einer Spalte stecken geblieben ist. Man hat ihn nur mit Einreiben mit Flüssigseife wieder flutschig machen können und konnte ihn so befreien. Seitdem gibt es nun Spalten Attrappen, durch die man sich vorab testen muss, ob man durchpasst.

Und wo wir gerade beim Pass sind, geht es nun auf einen Rundkurs über den Swartberg Pass.

Auf der Karte war die Straße schon gestrichelt eingezeichnet und das Warnschild mit dem Gewimmele drauf  zu Beginn der Straße interpretieren wir so : „Achtung Flusen !“ Die Straße entpuppt sich schnell als Gravelroad , kein Teer mehr für 24 Kilometer, nur eine Schotterpiste.

Unser Auto schafft es aber hinauf und wieder hinunter ohne Mucken.

Die Landschaft ist so unterschiedlich, vieles erinnert an Amerikas Westen mit den schönen Nationalparks und den Schluchten.

Auf der Teerstraße biegen wir bald zu der Tierrettungsstation ab.

Hier ist was los, Tiere so weit das Auge reicht und alle machen einen höchst zufriedenen Eindruck. Wir bekommen die private Eselführung ( aufgrund Besuchermangel).

Die Tiere sind alle gerettet, Hängebauchschweine, alte Rennpferde und die riesige Eselherde von 130 Grautieren.

Alle bewegen sich frei auf den großen Koppeln. Manchen Eseln und Pferden ist nach Streicheleinheiten und sie kommen einfach zu uns und lassen sich knuddeln.

Ich bin im Eselhimmel, so viele glückliche Esel habe ich noch nie gesehen. Unser Guide Collin streichelt die Esel so hingebungsvoll, dass die Esel ihre Unterlippe hängen lassen, ein absolutes Wohlfühlzeichen.

Die Stunde vergeht so schnell, dass wir unseren Hunger erst wieder auf dem Weg nach Klaarstroom spüren. Das kleine Dorf hat ein großes Township, ein Hotel und ein Restaurant. Das Restaurant hat Ruhetag und so probieren wir unser Glück im Hotel. Es gibt Bobotie, der typische Südafrikanische Hackfleisch Auflauf mit leckerer Milcheikruste, so köstlich unser Mittagessen.

Die letzte Etappe unseres Rundkurs führt durch die spektakulärste Landschaft, rote Felswände türmen sich vor uns auf, kleine Flüsse begleiten die Strecke.

Hatte ich Flüsse geschrieben? Ich meinte natürlich Paviane.

Der Wasserfall ist das Abschluss Highlight unserer heutigen Tour.

Und was bekommt der Fahrer und Reiseleiter heute, einen dicken Kuss von seiner Frau.

Ich liebe diese Happy wife, Happy life Touren.

19.01.2025

„Erleben Sie das beeindruckende Erlebnis, am Ursprungsort der Menschheit zu stehen . Besuchen Sie Mossel Bay, die weltberühmte archäologische Stätte mit den frühesten Beweisen für die Ursprünge der Menschheit.“So wird die Höhle 13 b beschrieben und heißt eigentlich Point of Human Origins.

Christopher hat seine Zahnprothese verlegt und erklärt uns hauptsächlich mit einem Unterkieferlächeln seine Höhle. Zunächst gehen wir aber durch einen Tunnel, der als Abkürzung unter dem Golfresort langführt

und der von Freiwilligen mit Mosaiksteinen dekoriert wird. Wenn Decke und Boden auch noch fertig sind, wird es das größte Mosaik Südafrika’s sein.

200 Stufen geht es runter zur Höhle, die World Heritage Status bekommen hat.

Und hier ist das Prunkstück mit Resten von Werkzeugen, Knochen und Ockergestein.

Marcus schminkt mich direkt mit der Farbe und das mit dem Wissen, dass es der natürlichste Sunblocker ist.

Eine Stunde fahren wir über den Robinson Pass und dann wieder hinunter in die Kleine Karoo, die Landschaft, in der sich die Straußenfarmen befinden. Überall sieht man die großen Vögel, Geschlechter getrennt, Männchen im schwarzen Gefieder zusammen und Mädels in braun auf der anderen Seite des Zauns.

In Oudtshoorn fahren wir zur Cango Wildlife Ranch, wo Marcus vor 27 Jahren schon mal war.

Eine Art Zoo mit privater Führung durch Leo.

Ich durfte heute einen Geparden streicheln, das war echt beeindruckend, alternativ hätte ich mich in einem Käfig in den Krokodiltümpel herablassen können und dem Krokodil ins Auge sehen. 

Da streichele ich doch lieber das schnellste Lebewesen der Welt.

Und es scheint ihm gefallen zu haben, denn er hat geschnurrt, zwar ziemlich laut, aber man hat mir versichert, dass es Schnurren ist.

Das war wieder ein toller Urlaubstag heute.

18.01.2025 Struisbaai -Bredasdorp-Swellendam-Heidelberg-Riversdale-Mossel Bay

Bevor wir die ca. 300 km Strecke bis nach Mossel Bay angehen, will Marcus unbedingt noch Parrie besuchen, der im Hafen auf uns wartet.

Parrie ist eine ziemlich fette Berühmtheit mit seinen 350 kg und er ist hier der Superstar von Struisbaai. Es gibt einige, die versuchen es ihm nachzueifern, aber nur er hat ein eigenes Schild mit Foto und kompletter Beschreibung.

Und er lässt sich nicht lumpen und erwartet uns schon am Hafen.

Es gibt noch weitere Stachelrochen, die hier ihre Kreise ziehen, aber Parrie sticht mit seiner Größe natürlich heraus.

Auf dem ersten Stück unserer Fahrt lassen wir verbrannte Erde hinter uns, denn hier sind einige Waldbrände durchgefegt.

Weil es auf der Strecke eigentlich nichts zu sehen gibt außer abgeerntete Weizenfelder, wird „the lone tree“ zum Fotomotiv.

Es gibt viele Anhalter auf der Strecke und bei jedem, den wir nicht mitnehmen, bekomme ich ein schlechtes Gewissen, ich glaube ich würde hier als Tramper in Nullkommanichts verdursten.

Da es nicht viel zu berichten gibt, ist die allgemeine Verkehrskontrolle und die unsagbar lange Wartezeit an Baustellen fast schon eine willkommene Abwechslung.

20 Minuten Wartezeit, be patient ! Dafür mit Merchandising: Staubwedel, Kochlöffel und Steinschleudern gibt’s im Angebot des fligenden Händlers.

In Swellendamm wird es endlich wieder grüner Dank der Flüsse, die hier durchfließen. Es gibt hier aber auch nur die Kirche als Fotomotiv.

Heidelberg spricht für sich, ein seltsames Gebilde mit dem Namen der Stadt, sonst irgendwie nichts.

In Mosselbay gibt es Höhlen zu besichtigen, wir bekommen aber erst für morgen früh eine Führung.

Am Kap von Mosselbay machen wir Halt und nehmen die Sehenswürdigkeiten mit.

Es gibt noch einen langen Küstenwanderweg, auf dem wir uns nur bis zur Höhle vorwagen, denn wir sind an der Ferienwohnung verabredet.

Unsere neue Unterkunft liegt in einem Schuh, Reebok, was für ein seltsamer Name für einen Ort, dafür gibt es hier einen Strand und eine Lagune.

17.01.2025 Kleinmond- Hermanus- Klipgat- Kap Agulhas

Möchten Sie nach Südafrika auswandern, bei warmen Temperaturen, direkt am Ozean mit guter Infrastruktur ? Dann haben wir hier wahrscheinlich das passende für Sie, wir wäre es mit Kleinmond?

Kleinmond ist nur einen Katzensprung von Betty’s Bay entfernt und hat einen schönen Hafen , einen endlosen Sandstrand für Jogastunden und eine Lagune, um mit dem Boot durchzupaddeln.

Spaziergänge können Sie leicht mit Meerblick über den Boardwalk machen und wenn Sie wollen sich selbst bei der Erneuerung auf Trittsteinen durch eine Spende mit einer Kachel  verewigen lassen.

So, wir haben das Reklamegeld kassiert, nur um das Städtchen in unserem Blog anzupreisen 😉.

Hermanus liegt als Großstadt auf der Walroute und hier dreht sich alles um den Wal, denn hier kommen die Wale vorbei um ihre Kälber zu bekommen und sie aufzuziehen.

Die Hotels sind alle in strahlendem weiß gehalten mit angeberischen Pools, durch die man von der Straße aus durchsehen kann. Baden kann man hier allerdings nur am Ministrand im Hafen oder im künstlich angelegten Meerespool.

Inzwischen haben wir 13 Uhr und unsere Gesamtetappe liegt bei 200 km bis zum südlichsten Punkt Afrikas.

Die Station, an der verletzte Pinguine wieder fit gemacht werden, müssen wir ausfallen lassen, denn wir schaffen nicht alles.

Die Kipgat Höhlen waren mein Wunsch und sie haben sich so was von gelohnt.

Die 3 Euro Eintritt pro Person waren gut investiert.

Durch Buschbrände ist uns der kürzeste Weg zum Kap Agulhas abgeschnitten und wir müssen den Umweg durch den Weizengürtel in Kauf nehmen. Bei der Tristesse der Landschaft und kaum Bebauung fragt mich Marcus, ob ich lieber hier oder in einem Township in Kapstadt leben möchte. Auf die Frage kann man keine einfache Antwort geben.

Wir erreichen den Nationalpark Kap Agulhas und suchen zunächst nach dem Schiffswrack ( keine Details, nur Fotos)

Zum südlichsten Punkt Afrikas ist es nicht weit und hier ist auch die Schnittstelle oder Schnittmenge des indischen und atlantischen Ozeans.

Der Leuchtturm als Wahrzeichen des Kaps bekommt heute den Platz für das letzte Foto.

16.01.2025 Betty’s Bay, tierisch gut !

Als ich gestern das Telefonat mit meiner Mutter gerade beenden wollte, fragte sie noch:“und was macht ihr morgen?“ Worauf ich antwortete:“ Pinguine, Schiffswrack und Wasserfall.“ „Ah, Wasserfall, also wie immer! Dann Tschüss!“

Jetzt sitze ich hier und soll von unserem Tag erzählen, der wie immer ist ? Wie jeden Morgen hier nehmen wir erstmal die Pinguin Parade ab und zählen durch, ob sie auch alle da sind.

Diesmal zahlen wir Eintritt und nehmen den Holzplankenweg.

Hierbei erfahren wir von der weltweit außergewöhnlichsten Rettungsaktion einer Pinguin Kolonie, nachdem ein Öltanker in ihrem Zuhause havariert war.

800 km wurden sie transportiert, gesäubert, aufgepäppelt, nach Hause mussten sie allerdings wieder selbst schwimmen. Dass dies auch wirklich geglückt ist, könnte man an den Pinguinen Peter, Pamela und Percy beweisen, denn sie wurden mit einem Tracker versehen.

Und wo wir schon bei havarierten Schiffen sind, voila das nächste Schiffswrack liegt auch hier, die Una, aber dazu langweile ich jetzt nicht weiter.

Bevor wir weiter fahren, muss sich einer von uns noch davon überzeugen, dass kein Pinguin 🐧 unterm Auto ist.

Wir zahlen Eintritt  im botanischen Garten von Betty’s Bay und hinterlegen eine Kaution für den Schlüssel.

Der aufmerksame Leser stellt sich jetzt bestimmt die Frage: “ wie Schlüssel und warum ?“

Man braucht ihn um das Tor zum Wasserfallweg zu öffnen, den etwas abenteuerlichen Weg, es gibt nämlich noch einen anderen Wasserfall, der ist leichter zu erreichen.

Der Leopard’s Kloof ist also der mit dem Schlüsselmoment.

Es ist eigentlich nicht nur ein Wasserfall, sondern mehrere Kaskaden.

Über Leitern klettert man bis zum höchsten und größten Wasserfall.

Und als wir das Ziel unserer Wanderung erreicht haben, wird es affig. Die Paviane Bande rückt an und hofft auf etwas zu essen.

Wo wir gerade noch die Holzleiter runtergeklettert sind, rollt jetzt das Alphamännchen rum und versperrt den Rückweg.

Nach einiger Zeit geben die Affen ihre Hoffnung auf Futter auf, spielen noch zusammen

in den Bäumen und klettern dann die Felsen wieder hoch.

Wir nehmen auch noch den Wasserfall für jedermann mit und brauchen danach eine kleine Stärkung, ach ja und den Schlüssel abgeben nicht vergessen.

Betty’s Bay hat übrigens auch einen Strand.

und zwei Seen. Bei einem der Seen kann man, wenn man Glück hat, sogar mit einem Seehund schwimmen.

Ach die Dünen gibt es ja auch noch…

Wie meine Mutter schon sagte :“ ah, wie immer!“

Aber wie immer in Betty’s Bay tierisch gut!

15.01.2025 Stellenbosch – Bettys Bay

Marcus hat mich vor dem Einschlafen noch ganz kirre gemacht mit den spektakulärsten Überfallen in Südafrika. Ein Fall war wirklich spektakulär und ging durch sämtliche Medien und hat sogar die Beziehung zwischen Großbritannien und Südafrika stark gefährdet.

Getitelt wurde die Story mit: „Tod in den  Flitterwochen“ Am 13. November 2010 stirbt Anni Dewani in Südafrika.Sie ist mit ihrem Ehemann Shrien in den Flitterwochen.
Zwei Männer entführen ihr Auto in Kapstadt – Anni wird erschossen, Shrien überlebt.“

Was zunächst als Township Tat mit schneller Festnahme der Täter begann, erfuhr später eine spektakuläre Wendung. Der bisexuelle Ehemann hat einen Auftragsmord an seiner Frau inszeniert und kam später vor Gericht auf wundersame Weise doch noch ungeschoren davon.

Marcus will also heute einen großen Bogen um die Townships fahren, was nach diesem Kriminalfall von 2010 in meinen Augen gar nichts bringt, denn die Hauptgefahr sitzt ja am Steuer.

Es geht also nach Stellenbosch, der Weinregion mit schöner Bergkulisse im Hintergrund.

Stellenbosch ist fast wie eine niederländische Kleinstadt, überall die Straßenschilder mit Huisje und Reklame für lecker Ontbijt, die Universität passt da auch noch ins Bild.

In Stellenbosch muss man den botanischen Garten gesehen haben.

Marcus hat noch die Idee mit der Erdbeerfarm und ich kann die roten Früchte schon fast schmecken.

An der Kasse lacht die Verkäuferin uns aus, denn die Saison ist vorbei. Für eine Erdbeermarmelade hat es dann doch gereicht.

Von Stellenbosch fährt man steil den Berg hinunter und hat einen spektakulären Blick auf den Strand von Gordons Bay. Der Blick war so wow, dass ich mit dem Handy nicht rechtzeitig hinterherkam.

Dieses Foto ist dann schon auf dem Clarence Drive entstanden, eine Küstenstraße für den perfekten Roadtrip.

Unsere versprochene Ankunftszeit in der Ferienwohnung können wir nicht einhalten, es gibt zu viel zu fotografieren.

Sehr zum Mißfallen dieses Klippenschliefers.

In Bettys Bay checken wir ein und machen uns schnell wieder auf die Socken, denn hier strotzt die Natur nur voller Reichtum an besonderen Tieren.

Schildkröten, Pinguine und Paviane stehen hier unter besonderem Schutz.

Überall sind hier die Pinguine in Strandnähe anzutreffen

Als wir bei unserem Spaziergang uns endlich entspannen, denn hier muss man keine Angst vor der Kriminalität haben, nimmt uns unsere Vermieterin diese Illusion.

Einbrecher sind hier überall in Bettys Bay! Keine Tür oder Fenster offenlassen, denn sie sind ruckzuck drin, öffnen in Windeseile Schubladen und Schränke und raffen alles was sie bekommen können. Die Paviane haben sich auf Nahrung bei den Menschen zu klauen spezialisiert, denn das ist viel lukrativer als in der Natur rumzusuchen.

14.01.2025 City Pass Kapstadt und wie man alles aus dem Pass rausholt

Es ist kalt und trübe heute morgen, so ähnlich wie in Deutschland, nur hier sind Temperaturen von 20 Grad als kalt anzusehen.

Wir lassen uns mit dem Doppeldeckerbus mal wieder bis zum Tafelberg und dann zu Camps Bay fahren.

Marcus hat mir das Schiffswrack Antipolis versprochen, das 1977 auf Land gelaufen ist und alle Besatzungsmitglieder überlebt haben. Eigentlich war das Schiff eh auf dem Weg zum Schrottplatz, als der Schlepper in einen Sturm geriet. Ein Teil des Schiffes wurde versenkt und ist ein beliebter Tauchplatz, der andere Teil wird von den Wellen an Land immer noch hin und hergewogen.

Marcus hat danach die Idee das Beste aus dem City Pass rauszuholen und das sieht so aus … Mittagessen im Hard Rock Cafe Burger und Fritten gratis, danach zwei Stationen weiter mit dem Bus fahren und die Cocktail Gutscheine einlösen.

Sich bei Jays Kitchen das kostenlose Abendessen einpacken lassen, zur Waterfront fahren und den stinkenden Seelöwen zuschauen,

dann in der  Edelsteinmine nach den besten Exemplaren suchen und sich mit den Kindern darum streiten. ( Es ist eine Kinderattraktion und die Kleinen finden es einfach nur toll, die Steine zu sortieren oder umzuschichten).

Aber es gibt auch noch das Diamanten Museum, in dem man alles über die teuren Klunker lernt und dass man erst nach 15 Jahren Lernen, den ersten Diamanten schleifen darf. Vor dem Einlass macht Marcus die Schmuckverkäuferinnen völlig fertig, weil er behauptet, dass man sich einen Becher voller Steine kostenlos mitnehmen darf. ( Er hat das aber mit den Schmucksteinen von oben verwechselt )

In dem anschließenden Verkaufsraum schlürft Marcus nur seinen Weißwein und behauptet, dass ich schon das wertvollste bin, was er hat. So kann man auch ausdrücken, dass man keinen Schmuck kaufen wird.

Zu guter Letzt machen wir noch die Kanalfahrt, vorbei an den Luxuswohnungen von Oprah, Madonna und Ronaldo.

Wir gönnen uns zum Abschied von Kapstadt in der Foodhall noch ein Steak und posieren fürs Foto noch mit den leeren Weingläsern von Exgästen.

Eines der kostenlosen Abendessen verschenke ich später vor unserem Appartement noch an die bettelnden Obdachlosen.

13.01.2025 Kaprundfahrt

Die klassische Tour um das Kap fährt man am besten im Uhrzeigersinn ab, dann hat man bei Linksverkehr direkt die Küste auf der richtigen Seite. Fehlt nur noch das passende Auto dazu. Avis hat so viele, die verleihen uns sogar eins mit Automatik.

Dann kann es um 10:30 Uhr ja losgehen, immer schön an die linke Seite denken, aber mein Fahrer schlägt sich wacker, die Australien-Erfahrungen sind doch noch präsent.

Muizenberg steuert er an, der Surferstrand mit den bunten Strandhäuschen, die machen sich in jedem Fotobuch gut.

„Als nächstes bitte was tierisches, am liebsten im Frack. “ Selbst dieser Wunsch wird mir erfüllt und so parken wir in Boulders Beach.

Aus dem anfänglich zufällig entdeckten Pärchen, was sich wohl eher verschwommen hatte, ist inzwischen eine stattliche und dazu noch weltbekannte Kolonie geworden.

Die zwei haben sich aber auch einen schönen Strand ausgesucht.

Und was finde ich unter all den Vögeln…

Das letzte Stück bis zum Kap der guten Hoffnung nehmen wir natürlich auch noch mit, trotz Wartestau am Einlass.

Folgende Tiere kann man hier sehen: Paviane, Schildkröten und Strauße, wenn man Glück hat.

Wir sehen auf unserer Fahrt durch den Nationalpark diesen lustigen Gesellen

Und dann machen wir die obligatorischen Tourifotos von den Leuchttürmen

der Steilküste

und natürlich von dem Schild der Hoffnung.

Wir sehen noch ein Straußenmädchen im Gebüsch

und steuern danach noch den Strand mit dem Schiffswrack Kakapo mit den traumhaften Bildern aus dem Internet an. Aber vor Ort wird uns sämtliche Hoffnung genommen es zu sehen, denn die Warnhinweise vor Überfallen stehen überall.

Wir begnügen uns mit dem Strand und einer Eisprobe, denn das Meer ist hier nur kurz am dicken Zee ertragbar.

Ein Ehepaar spreche ich auf das Wrack an und Herrmann hat doch tatsächlich das halbe Schiff auseinandergenommen und reicht mir ein verrostetes Eisenstück als Souvenir. Da wir so fachsimpeln wie gefährlich hier was ist, werden wir direkt schon wieder gewarnt, welche Straßen wir wegen Überfallen nicht benutzen sollen.Eine davon stand auf unserem Plan und wurde gerade im Kopf gestrichen.

Die letzte Etappe auf dem Heimweg geht über den Chapman‘ s Peak Drive, die Straße, die in den Felsen geschlagen wurde und oft Filmkulisse für Autowerbungen ist.

Ja, ist schon schön hier, aber hier so vieles so schön.