02.07.2026 Porto mit Rad

Mein Handy schmeißt die erste Wetterwarnung aufs Display: hot in Porto!

Morgens um 10 Uhr merkt man es noch nicht so sehr, zumal wir ja auf einem Hügel wohnen und  die Räder von alleine herunterrollen. Louiz Brücke queren wir zum x ten Mal, diesmal allerdings auf der obersten Ebene und dort teilt man sich die Brücke mit der gelben Straßenbahn und den vielen Fußgängern.

Auf der anderen Seite fahren wir am Douro entlang ins Landesinnere, ein Stückchen,  bis der Radweg in einer Baustelle sein jähes Ende findet.

Hier ist fast nichts los und so kommt man gut voran.

Nach 8 km drehen wir um und fahren an der Promenade mit dem berühmten Sandeman Haus

bis zum Atlantik.

Es ist schon wärmer geworden und eine kleine Abkühlung mit Eis und Bier kommt da sehr gelegen.

Danach trauen wir uns in den bitterkalten und tobenden Atlantik. In Porto badet man doch lieber direkt im Douro, der kaum Strömung hat und nicht so kalt ist, obwohl der Atlantik hier ordentlich in den Fluss reindrückt und ihn abkühlt. Dafür ist der Sand hier ebenfalls kochend heiß.

Am Fluss findet man keine Touristen, hier baden die Städter samt ihren völlig begeisterten Hunden.

Der Hunger treibt uns wieder auf die andere Seite des Flusses. Als Radfahrer benutzt man hier die Mitte der Schienen, bis man von der alten Straßenbahn von den Gleisen gedrängt wird. Zum Glück klingeln sie, bevor sie schubsen.

Bei 34 Grad sind wir wieder an der Küste und sehen keinen einzigen Schattenplatz für uns am Strand.

Jeder noch so kleiner Schattenplatz ist ein willkommenes Geschenk, Bäume sind da sehr beliebt.

Wir bahnen uns den Heimweg über die schattigen Pfade durch den Stadtpark.

Es sind noch 8 km bis zur Ferienwohnung und die ziehen sich endlos dahin, denn die Sonne bruzzelt uns wie Steaks. Ich bin völlig fertig von den Steigungen, der Sonne und den 45 km Fahrtstrecke, die wir heute durch Porto geradelt sind.

Wir kommen gerade rechtzeitig zur Nationalhymne der Österreicher und verschieben unsere Abend-Spaghetti Bolognese auf die Halbzeit.

Danke, dass ihr wieder dabei wart, morgen checken wir uns aus der Ferienwohnung aus, bringen die Fahrräder dem Verleiher zurück und werden um 17 Uhr nach Deutschland abheben.

Unser nächstes Ziel ist im Oktober Griechenland und zwar mit meinen ehemaligen beiden Schülerinnen.  Zu besonderen Anlässen, hatten wir immer was schönes unternommen…Toja hat geheiratet, der beste Grund eine Mädelstripp mit Kater ( Marcus) zu machen. Das wird ein Abenteuer, so oder so

01.07.2026 Porto ohne Rad

Einen ruhigen Tag haben wir uns heute gemacht, allerdings hat er 11 Stunden außerhalb der Ferienwohnung gedauert.

Angefangen haben wir im Zoo von Porto, vor 4 Jahren waren wir schon mal hier und das ist der Grund zum Wiederkommen!

Auf der Welt gibt es nicht viele Löwentunnel, wo man den Tieren so nah kommt und darum ist der Zoo von Porto schon sehr besonders.

Für die VIP Tour hätten wir einen Tag vorher buchen müssen, wir bekommen aber trotzdem mit wie eine Kindergartengruppe mit selbst  bemalten Kartons den Löwen ihr Fresschen durch den Pfleger ins Gehege werfen lässt.

Heute ist es wirklich heiß in Porto und die Tiere suchen lieber den Schatten auf. Ich habe trotzdem ein Südafrika Dejavue mit Löwen, Zebras, Hyänen, Giraffen und Nilpferden.

Vom Zoo aus kann man 900 m bis zu einem der Badestrände direkt am Douro gehen und das machen wir doch glatt und springen in den Fluss.

In der Beachbar versteht man nur portugiesisch, da hilft es auch nicht, wenn man mit der Übersetzungsapp nach einem Gericht ohne Knoblauch fragt, die Antwort ist nämlich dann wieder im fließenden Portugiesisch.

Wir finden heraus, dass es entweder Fisch oder Fleisch gibt und wir bestellen dann einmal Fisch und einmal Fleisch.

Sehr lecker alles und es bleibt so gut wie nichts übrig.  Nach dem Essen pennen wir wieder am Flussufer ein und werden von einer Schiffswelle geweckt, die uns fast die Handys weggeschwemmt hätte.

Wir bestellen auf den Schreck ein Uber und lassen uns in Porto’s Altstadt fahren.

Am Hafen buchen wir eine Bootstour unter 6 Brücken hindurch und da wird mir einiges klar…so nen EiffelTurm stellt man nicht einfach so in Paris hin, man übt sich als Ingenieur und Brückenkonstrukteur zuerst in Portugal. Die beiden Stahlbrücken hier stammen aus Eiffels Feder, die dritte inzwischen die wir gesehen haben.

Die Touricruise gefällt uns sehr gut.

Nach 50 Minuten legen wir wieder an, hüpfen als erstes von Bord und verschwinden hinter die Stadtmauern, sprechen den fett und hässlich gewordenen Ronaldo an und bekommen einen Platz direkt vor dem Fernseher seiner Bar eingerichtet. Kongo spielt gegen England und führt gerade mit 1 : 0.

In der Nachbar – Bar ist die Übertragung etwas schneller und während wir noch ratlos auf dem Bildschirm schauen, feiern drüben die Gäste Harry Kane schon ab für seine Tore.

Nach dem Spiel gehen wir noch die 2,5 km durch Porto zur Ferienwohnung, in Porto heißt das:  vom Flussufer immer bergauf.

Morgen fahren wir wieder Fahrrad, so ein ruhiger Tag ist uns doch zu anstrengend.