Mein Handy schmeißt die erste Wetterwarnung aufs Display: hot in Porto!
Morgens um 10 Uhr merkt man es noch nicht so sehr, zumal wir ja auf einem Hügel wohnen und die Räder von alleine herunterrollen. Louiz Brücke queren wir zum x ten Mal, diesmal allerdings auf der obersten Ebene und dort teilt man sich die Brücke mit der gelben Straßenbahn und den vielen Fußgängern.


Auf der anderen Seite fahren wir am Douro entlang ins Landesinnere, ein Stückchen, bis der Radweg in einer Baustelle sein jähes Ende findet.

Hier ist fast nichts los und so kommt man gut voran.

Nach 8 km drehen wir um und fahren an der Promenade mit dem berühmten Sandeman Haus


Es ist schon wärmer geworden und eine kleine Abkühlung mit Eis und Bier kommt da sehr gelegen.

Danach trauen wir uns in den bitterkalten und tobenden Atlantik. In Porto badet man doch lieber direkt im Douro, der kaum Strömung hat und nicht so kalt ist, obwohl der Atlantik hier ordentlich in den Fluss reindrückt und ihn abkühlt. Dafür ist der Sand hier ebenfalls kochend heiß.

Am Fluss findet man keine Touristen, hier baden die Städter samt ihren völlig begeisterten Hunden.
Der Hunger treibt uns wieder auf die andere Seite des Flusses. Als Radfahrer benutzt man hier die Mitte der Schienen, bis man von der alten Straßenbahn von den Gleisen gedrängt wird. Zum Glück klingeln sie, bevor sie schubsen.
Bei 34 Grad sind wir wieder an der Küste und sehen keinen einzigen Schattenplatz für uns am Strand.

Jeder noch so kleiner Schattenplatz ist ein willkommenes Geschenk, Bäume sind da sehr beliebt.

Wir bahnen uns den Heimweg über die schattigen Pfade durch den Stadtpark.

Es sind noch 8 km bis zur Ferienwohnung und die ziehen sich endlos dahin, denn die Sonne bruzzelt uns wie Steaks. Ich bin völlig fertig von den Steigungen, der Sonne und den 45 km Fahrtstrecke, die wir heute durch Porto geradelt sind.
Wir kommen gerade rechtzeitig zur Nationalhymne der Österreicher und verschieben unsere Abend-Spaghetti Bolognese auf die Halbzeit.
Danke, dass ihr wieder dabei wart, morgen checken wir uns aus der Ferienwohnung aus, bringen die Fahrräder dem Verleiher zurück und werden um 17 Uhr nach Deutschland abheben.

Unser nächstes Ziel ist im Oktober Griechenland und zwar mit meinen ehemaligen beiden Schülerinnen. Zu besonderen Anlässen, hatten wir immer was schönes unternommen…Toja hat geheiratet, der beste Grund eine Mädelstripp mit Kater ( Marcus) zu machen. Das wird ein Abenteuer, so oder so
