Um 10 Uhr ist auschecken aus unserem Appartement, wir verschenken noch unsere halb gegessene Käsepackung an ein deutsches Paar und sind uns einig, dass Portugal echt schön ist.
Heute will ich unbedingt Speedy sehen, bzw. sein Memorial.

„Paulo „Speedy“ Gonçalves zählt zu den größten Legenden des portugiesischen Motorradsports.
Geboren in der Gemeinde Esposende, genauer gesagt in der Pfarrei Gemeses, verstarb er am 12. Januar 2020 in Saudi-Arabien nach einem Sturz während der siebten Etappe der 42. Rallye Dakar.
Paulo Gonçalves blickt auf eine beeindruckende Motorsportkarriere zurück und gewann 23 Titel in Motocross, Supercross und Enduro. Er wurde 2013 Weltmeister im Cross-Country-Rallye-Sport und nahm an 13 Ausgaben der Rallye Dakar teil, wo er 2015 einen bemerkenswerten zweiten Platz belegte.

Die heutige Strecke ist nicht weit und führt meist am Meer entlang.

An diesem Surferstrand stehen Mietzelte und zwar gegen den extremen Wind, denn ohne Schutz bekommt man ein Peeling, das sich gewaschen hat.
Ich kann nur von den unterschiedlichen Weg Beschaffenheiten berichten, die Besten sind natürlich die Tartanbahnen, extra für Radfahrer, geteerte Feldwege und Straßen gehen auch noch , Holzstege sind meistens verboten aber gut zu fahren, aber echt schlimm wird es bei Kopfsteinpflaster. Portugiesen haben leider ein Faible für Kopfsteinpflaster und man wird die ganze Zeit durchgeschüttelt. Sandpisten sind ganz übel, da schiebt man am besten oder man fällt inklusive Rad um.

Aber schöne Strände haben die Portugiesen, das muss man zugeben.

In Povoa de Varzim entscheiden wir uns für ein modernes Hotel in Strandnähe und haben uns schon vorher gewundert, warum es so wenig Zimmer gibt…das ist der Grund.

Heute wird auf den Straßen ein Fest zu Ehren von Petrus, dem Heiligen der Fischer gefeiert. Die ganze Stadt steht Kopf und hat sich in blau gelb rausgeputzt. So richtig schön wird es wohl abends, wenn Pyro Show und das Lichtermeer eingeschaltet wird. Morgen ist hier Feiertag und alle haben frei.
Gegen 20 Uhr stürzen wir uns ins Getümmele und haben die Wahl zwischen Sardinien oder Schweinesteak im Brötchen. Wir nehmen Bifana, denn Fisch ist nicht ganz so unser Ding.

Überall sind die Grills an und man wird direkt mit durchgeräuchert. Es gibt noch Feuershows und als Höhepunkt das Feuerwerk um Mitternacht.

Das werden wir wahrscheinlich verschlafen.


