24.06.26 von A Guarda nach Vigo ca. 65 km

Wir fahren zunächst in die falsche Richtung und das mit voller Absicht…die Flussmündung des Rio Mino wollten wir uns noch kurz anschauen und einen Blick auf Portugal erhaschen.

Schön sieht es hier aus, macht richtig Lust auf einen Strandtag.

Ein letzter Blick zum Fluss und Meer Mix und dann schwingen wir uns auf unsere lange Strecke bis Vigo.

Die Strecke habe ich hier auf einer Karte zum Nachverfolgen fotografiert.

Ist auf der Karte einfach, nur die Küste hoch, im echten Radlerleben muss man so manchen Hügel hochschieben.

Vor uns liegt der gemeinsame Rad und Pilgerweg und wir passieren sie, die humpelnden Pilger, die sich mit Bandagen , Tapes und Gehhilfen mühsam Richtung Santiago de Compostela für die Strecke gerüstet haben.

Jede Gelegenheit für den Kauf von Nahrungsmitteln wird unterwegs genutzt und man vertilgt auf dem Mäuerchen sitzend sein Bier mit Banane.

Das Wetter ist diesig, 19 Grad und damit ideal fürs in die Pedale treten.

Bis Compostela sind es ab hier noch 156 km

Ob, wir uns wirklich noch bis dahin durchschlagen werden?

Wenn man so einen langen Weg über Tage geht, gibt es anscheinend nur eine Regel: mitnehmen was geht: bei jeder Bude anhalten und Getränke und Essen kaufen oder jedes auf dem Weg befindliche Klo benutzen, auch wenn man gar nicht muss.

In Baiona sollte man die Statue fotografieren, um zu beweisen, dass man dort war. Sie ist übrigens begehbar, das haben wir aber nicht geschafft.

Die Strände sind menschenleer und schimmern doch so verlockend goldgelb.

Um 18:30 Uhr kommen wir in Vigo an. Seit 11 Uhr sitzen wir auf dem Sattel und hadern immer mal wieder mit unserer Vorausbuchung des Hotels in Vigo.

Die schmerzenden Knie, der krampfende Allerwerteste sind beim Anblick der Dachterrasse unseres Hotelszimmers schnell vergessen.

So richtig genießen können wir ihn wohl erst morgen, denn mir fallen allein beim Bloggen dauernd die Augen zu.

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